3:1-Sieg gegen Bramfeld: Voran Ohe springt auf den dritten Platz

Haben die Oher heute Abend im Tospiel gegen Hamm United auch wieder Grund zu jubeln? Foto: Zerbian

FC Voran Ohe – Bramfelder SV 3:1 (1:0)
Landesliga Hansa, 7. Spieltag (Fr., 07.09.18, 19.30 Uhr)

Rainer Seibert ist bekannt für seine Zurückhaltung. Der Trainer des FC Voran Ohe redet nicht gern euphorisch über seine Mannschaft. Doch nach dem 3:1-Sieg gegen den Tabellenführer Bramfelder SV ist auch bei dem sonst ruhigen Seibert ein leichter Hauch von Euphorie und Freude zu spüren. „Dieses Mal muss ich die Truppe loben. Das mache ich ja ungern, aber was sie vor allem in der erste Halbzeit gezeigt haben, war stark“, lobte der Coach seine Schützlinge.

Wie in den vergangenen sechs Partien stellte der Coach auch gegen Bramfeld eine andere Startelf auf – bedingt durch Verletzungen und im Urlaub weilende Spieler. Dennoch spielt es in Ohe anscheinend keine große Rolle welche Elf auf dem Platz steht. Der Dreier gegen den BSV war der vierte Sieg aus den vergangenen fünf Partien. Dazu ein Unentschieden gegen den SV Nettelnburg/Allermöhe. So hat sich die Mannschaft vom Amselstieg still und heimlich auf den dritten Platz vorgearbeitet. So langsam müssen sie wohl beim FCVO ihre Saisonziele korrigieren, Herr Seibert? „Rene (Sohn Rene Seibert d. Red.) hat mir gestern Abend eine WhatsApp-Nachricht geschickt und meinte, dass ich langsam damit aufhören muss, sonst mache ich mich lächerlich“, schmunzelte Seibert Senior über die Nachricht seines Sohnes, der sich darauf bezog, dass sein Vater immer wieder betont, dass es nur um den Klassenerhalt gehen würde.

„Dass diese Mannschaft Potenzial hat war mir von Anfang an klar. Dass es aber so schnell so gut funktioniert, damit war nicht zu rechnen. Die sind alle heiß und wollen alle spielen. Das spricht für sie und die Truppe ist absolut intakt“, sagte der Übungsleiter. Gegen Bramfeld fehlten mit Fabian Stritzke, Marco Braesen, Maxim Gassmann, Tarec Blohm, Timo Bressel, Marc Ohl und Munib Saqib eine Reihe von Leistungsträger. Dafür sprangen Sebastian Kaufmann und Martin Schröder, die zuletzt im Urlaub waren, in die Startelf. Ein Beleg für die aktuelle Lage in Ohe. Es ist nicht relevant wer in der Startelf steht, es läuft.“Ich bin absolut zufrieden und das Schulterklopfen haben sie sich nach diesem Spiel auch verdient“, lobte Seibert, der auf die Frage, ob am Amselstieg noch lange gefeiert wurde, folgende Antwort parat hatte: „Dazu möchte ich nichts sagen. Nur so viel, der ein oder andere schläft bestimmt noch.“ Grund zu Feiern haben sie in Ohe aktuell allemal.

Tore: 1:0 Martin Schröder (23.), 2:0 Patrick Gordon (47.), 3:0 Yannik Andersson (79./Handelfmeter), 3:1 Cedric Stoppel (82.)

FCVO: Thomä; Schenkenberg, Kaufmann, Sandig, Gläser; Pflug (89. Walek), Schröder; Gordon (90.+2 Ünal), Woost (76. I. Gassmann), Andersson; Lang
BSV: Kleinschmidt; Bahn, Westpahl, Sadownik (53. Mellmann), Skalnik; Remark, Mohr, Stoppel; Julardzija, Polzin (61. Zadfar), Perz (79. Lüth)

Eine Bildergalerie von Wilfried Zerbian: