Adam Hamdan köpft den VfL Lohbrügge zum 1:0-Sieg gegen seinen Ex-Club

Dank eines Treffers von Adam Hamadan gewann der VfL Lohbrügge mit 1:0 beim SC Vorwärts-Wacker. Foto: BOLZJUNGS

SC Vorwärts-Wacker 04 Billstedt – VfL Lohbrügge 0:1 (0:0)
Landesliga Hansa, 8. Spieltag (So., 16.09.18, 15.00 Uhr)

Da lag er auf dem Kunstrasenplatz am Öjendorfer Weg und bekam sein Grinsen nicht mehr aus dem Gesicht. Seine Mannschaftskollegen Anto Zivkovic und der verletzte Agit Aydin kamen angelaufen und jubelten zusammen mit ihm. Soeben hatte Adam Hamdan seinen VfL Lohbrügge mit einem Kopfballtreffer, nach einem Freistoß vom eingewechselten Javad Gurbanian, in der 87. Minute zum 1:0-Sieg beim SC Vorwärts-Wacker 04 Billstedt geführt. Auch Lohbrügges Sportlicher Leiter Mato Mitrovic kam zu Hamdan und nahm ihn anschließend freudestrahlend in den Arm. Dass ausgerechnet der Innenverteidiger seinen VfL zum Dreier köpfte, ist eine besondere Geschichte. In der vergangenen Saison spielte der 30-Jährige noch für Vorwärts-Wacker. „Gegen den Ex-Verein zu treffen und wenn das dann noch der Siegtreffer ist, ist das natürlich ein schönes Gefühl. Es hat Spaß gemacht, gegen die ehemaligen Jungs zu spielen und dann noch das goldene Tor zu machen. Mehr geht nicht“, sagte der Torschütze des Tages freudestrahlend. 

Adam Hamdan, hier noch im Trikot des SV Curslack-Neuengamme, erzielte das Tor des Tages. Foto: Herzog

Dieser 1:0-Erfolg und Hamdans Treffer wurden anschließend noch in der Kabine lautstark gefeiert. Zivkovic stimmte „Adam Hamdan“-Sprechchöre an. Dabei wurde gegen die Wände des Kabinengebäudes geschlagen. Partystimmung in der VfL-Kabine. „Die Jungs haben prophezeit, dass ich in dieser Saison kein Tor erzielen werde. Das ist natürlich jetzt eine Genugtuung für mich“, freute sich Hamdan. Diese Freude verspürte auch sein Trainer Sven Schneppel, der zusammen mit Elvis Nikolic das Trainer-Duo am Binnenfeldredder bildet. „Wir haben immer an uns geglaubt und standen hinten stabil.Wir müssen in der ersten Halbzeit mehr Tore schießen, dann haben wir es hinten raus etwas einfacher. Insgesamt bin ich mit der Leistung und mit dem Ergebnis zufrieden“, resümierte der Coach. Die angesprochene mangelhafte Chancenverwertung hätte den Lohbrüggern fast wie in der vergangenen Woche beim 0:2 gegen Hamm United die Punkte gekostet. So scheiterten Pascal Bäker, Duro Arlovic und Vedran Vidovic allesamt im Eins-gegen-Eins an Wacker-Keeper Fabian Haupt (2., 20., 45.+1). Hinzu kamen Distanzschüsse von Goran Petrekovic-Loncar und Zivkovic (14., 23.). 

Doch auch die Gastgeber konnten ihre Gelegenheiten nicht verwerten. Der auffällige Ercan Illeri konnte den Ball aus spitzem Winkel nicht an VfL-Torwart Alen Brandic vorbeibringen (25.). Sechs Minuten vor der Pause hatte Illeri erneut die Möglichkeit zur Führung. Doch auch in dieser Situation hieß der Sieger Alen Brandic (39.). Der zweite Abschnitt begann so, wie der erste Durchgang endete. Die 91 Zuschauer bekamen weiterhin zahlreiche  Torchancen auf beiden Seiten zu sehen. Vor allem aus Standards resultierten einige gefährliche Aktionen. Bei den Hausherren beförderte Andranik Ghubasaryan die ruhenden Bälle scharf vor das VfL-Gehäuse. Doch entweder war Adam Hamdan im Weg oder das Spielgerät ging am Kasten vorbei. Ghubasaryan hatte auch noch einen Abschluss aus der Distanz, doch auch diesen Ball konnte Brandic parieren (53.). So stand nach dem Lucky Punch durch Hamdan eine 0:1-Niederlage für die Billstedter. 

„Lohbrügge hat den einen Standard gemacht, den wir nicht gemacht haben. Wir hatten genügend Chancen um vorher in Führung zu gehen. Ich weiß aber nicht, ob man vom verdienten Sieg sprechen kann“, zeigte sich der Coach von Vorwärts-Wacker, Hamid Derakhshan, sichtlich enttäuscht. Und Adam Hamdan? Der verließ mit guter Laune und einem breiten Grinsen im Gesicht die Kabine. 

VW: Haupt; Ha. Karaca, Bogunovic, Dülsen, Crentsil; Hü. Karaca (80. Adjei-Bediako), Sarikaya; Illeri (80. Ziskin), Ghubasaryan, Ates; Ludwig (7. Abdalla)
VfL: Brandic; Ahmadi, Bozic, Hamdan, Brkic (46. Gencel); Petrekovic-Loncar (68. Gurbanian), Reimers; Arlovic, Zivkovic, Vidovic (72. Santelmann); Bäker