Dank Johnsens Geniestreich und vergebenen Gäste-Chancen: Voran Ohe siegt 1:0 gegen SVNA

Der Jubelkreis des FC Voran Ohe nach dem 1:0-Sieg gegen den SVNA. Foto: Zerbian

FC Voran Ohe – SV Nettelnburg/Allermöhe 1:0 (0:0)
Landesliga Hansa, 23. Spieltag (Fr., 23.03.18, 19.30 Uhr)

101 Tage mussten sie warten. Doch gestern Abend war es endlich soweit. Die Landesliga-Fußballer des FC Voran Ohe standen seit dem 12. Dezember vergangenen Jahres (0:2 bei Kosova) zum ersten Mal wieder bei einem Punktspiel auf dem Platz. Und das Fußballspielen haben sie trotz der langen Zeit nicht verlernt. Das Team von Trainer Rainer Seibert siegte vor rund 90 Zuschauern am Amselstieg mit 1:0 gegen den SV Nettelnburg/Allermöhe, der bereits zwei Punktspiele in diesem Jahr absolvieren konnte (2:2 SC Condor II, 2:0 Rahlstedt).

Doch zu Beginn der Partie merkte man dem FCVO die lange Punktspiel-Pause deutlich an. Sie fanden nur schwer ins Spiel. Das war bei den Gästen anders. Der Elf von Daniel Andrade sah man an, dass sie im Spielrhythmus ist. Bereits in der vierten Minute hatte Stürmer Dustin Siegmund eine große Gelegenheit zur frühen Führung. Doch Ohe-Keeper Leo Hebbeler bewahrte seine Mannschaft mit einer starken Reaktion vor dem Rückstand.

Marco Braesen lässt die große Chance zur Führung liegen

Nach etwa 15 Minuten fanden die Gastgeber dann besser ins Spiel und hatten in der Folge durch Marco Braesen ihre erste gute Chance. Doch Braesen schaffte es nicht, den Ball freistehend aus sechs Meter Entfernung an SVNA-Schlussmann Kai Erschens vorbeizubringen (20.) Dies war mit Abstand die bisher gefährlichste Torchance. Bis zur Pause hatte der SVNA noch ein, zwei weitere Chancen, die aber ungenutzt blieben. So ging es mit einem 0:0 in die Kabinen.

Erst vergibt Saqib auf der einen Seite, dann trifft Johnsen sehenswert auf der Gegenseite

Torschütze Max Johnsen (mi.) wird von Johann von Knebel (re.) und Phillip Lang (li.) beglückwünscht. Foto: Zerbian

Im zweiten Durchgang spielten die Gäste weiter nach vorne, wobei sie in der 50. und 51. Minute erneut eine Doppelchance nicht nutzen konnten. In Minute 79 hatte Stürmer Muizz Saqib eine weitere große Gelegenheit, doch auch diese Möglichkeit konnten die Gäste nicht verwerten. So kam es wie es kommen musste und die Gastgeber gingen mit 1:0 durch den kurz zuvor eingewechselten Max Johnsen in Führung, als dieser, im Gegenzug an die SVNA-Chance durch Saqib, von der linken Außenlinie einen sehenswerten Heber über Erschens hinweg in die Maschen beförderte (80.). Großer Jubel war die Folge. In den verbliebenden Minuten schafften es die Gäste nicht mehr, sich eine zwingende Möglichkeit zu erspielen. So stand am Ende ein 1:0-Sieg für den FCVO.

Andrade: „Ärgerlich, wenn du durch so ein kurioses Tor verlierst.“

Mit der Leistung zufrieden, über das Ergebnis verärgert: SVNA-Trainer Daniel Andrade. Foto: Zerbian

„Ich kann meiner Mannschaft absolut keinen Vorwurf machen. Wenn wir bei einer heimstarken Mannschaft auf solchen Platzverhältnissen nur zwei Chancen zulassen und selber sechs bis acht gute Gelegenheiten haben, haben wir ziemlich viel richtig gemacht“, erklärte SVNA-Coach Daniel Andrade, der mit der Leistung seiner Ef zufrieden war, dem Ergebnis aber nichts abgewinnen konnte. „Es ist natürlich sehr ärgerlich, wenn du dann am Ende nach so einem kuriosen Tor mit 1:0 verlierst, obwohl du die besseren Möglichkeiten hattest“, zeigte sich der Übungsleiter, für den es die erste Pflichtspiel-Niederlage als verantwortlicher Trainer des SVNA war, enttäuscht.

Die Gefühlslage sah auf der anderen Seite natürlich ganz anders aus. „Wir haben das richtig stark gemacht und ich bin sehr zufrieden. Von einem glücklichen Sieg möchte ich nicht sprechen, denn wir wollten die drei Punkte und haben uns den Sieg hart erarbeitet“, freute sich FCVO-Coach Rainer Seibert, der dabei auch lobende Worte für den Gegner fand. „SVNA war bisher der stärkste Gegner, den wir hier zu Hause hatten. Sie haben das richtig gut gemacht. Allgemein war es ein Landesliga-Spiel auf sehr hohem Niveau“, zeigte Seibert Anerkennung für den Gegner.

FCVO: Hebbeler; Schenkenberg, Liebermann, von Knebel, Lang; Dülsen, Re. Seibert; M. Ohl (89. Khushhal), Woost (74. Johnsen), Anton; Braesen (57. Kaufmann)
SVNA: Erschens; Milke, Franz, Spiewak; Lubinski, Ali, Schewa (53. Ebadi), Sander; Sahin (68. Richard), D. Siegmund (73. Meyer), Saqib