Durguti beschert dem SVNA in letzter Minute einen Punkt gegen Bramfeld

Torschütze Edon Durguti inmitten der Jubeltraube des SVNA. Foto: Herzog

SV Nettelnburg/Allermöhe – Bramfelder SV 1:1 (0:1)
Landesliga Hansa, 5. Spieltag (Fr., 24.08.18, 19.00 Uhr)

Es lief die 90. Minute in der Landesliga-Partie zwischen dem SV Nettelnburg/Allermöhe und dem Spitzenreiter Bramfelder SV, der seine ersten vier Spiele allesamt siegreich gestalten konnte. Der BSV führte mit 1:0. Alle Beteiligten gingen fest von einem Bramfelder Sieg aus. Doch die Hausherren liefen ein letztes Mal an. Aus der eigenen Hälfte kam der Ball zu Offensivspieler Edon Durguti, der einige Meter ging, einen Gegenspieler stehen ließ und den Ball Richtung BSV-Gehäuse zielte. Dadurch, dass das Spielgerät von einem Bramfelder Fuß so unglücklich abgefälscht wurde, kullerte die Kugel links neben BSV-Keeper Kleinschmidt ins Netz. Der Ausgleich in allerletzter Minute! Großer Jubel war die Folge.

Dementsprechend zeigte sich SVNA-Trainer Daniel Andrade-Granados zufrieden. „70 Minuten lang hat Bramfeld verdient geführt und dann kamen unsere 20 Minuten, die den Punktgewinn zwar glücklich aber nicht unverdient machten. Mir gefällt diese Unentschieden-Nummer überhaupt nicht. Aber heute bin ich sehr zufrieden damit“, gab „DAG“ mit einem Strahlen im Gesicht zu Protokoll. Dass die Nettelnburger doch noch zu einem Punktgewinn kamen, lag an der mangelnden Chancenverwertung der Gäste. Bereits in der vierten Minute hatte Milos Ljubisavljevic die erste Gelegenheit. Doch der gut aufgelegte SVNA-Keeper Kai Erschens parierte die erste Chance des Spiels. In der Anfangsphase war deutlich zu sehen, dass der BSV dem Spiel seinen Stempel aufdrücken wollte. Marcel Perz zielte über das Tor (16.), der Versuch von Kevin Mellmann wurde geblockt (21.).

Der Bramfelder Milos Ljubisavljevic (li.) im Duell mit Masehullah Satari. Foto: Herzog

Die Hausherren kamen zu keiner nennenswerten Torchance. Lediglich der auffällige Anton Wischnewski sorgte für Bewegung in der Offensive. Im Vergleich zu den Offensivbemühungen der Hausherren agierten die Gäste zielstrebiger. Nachdem Perz auf Höhe des linken Pfostens freigespielt wurde, legte der Offensivspieler quer auf den mitgelaufenen Christian Westpahl, der den Ball nur noch über die Linie drücken musste (26.). Die verdiente 1:0-Führung für die Bramfelder. Noch vor der Pause versäumten es die Gäste, die Führung auszubauen. Eine scharfe Hereingabe von Robin Polzin konnte Ljubisavljevic nicht verarbeiten (42.). Der Ball ging ins Toraus und die beiden Teams beim Spielstand von 1:0 für den BSV in die Kabinen.

Immer wieder Ljubisavljevic, doch Erschens ist auf der Hut

In Durchgang zwei änderte sich erst einmal nichts. Die Bramfelder dominierten die Partie und versuchten, die Führung auszubauen, während die Nettelnburger auf Ballgewinne und schnelle Konter warteten. Nach einem guten Pass von dem auffälligen BSV-Stürmer Ljubisavljevic, verpassten die Offensivkollegen eine Flanke von Perz (62.). In den von Andrade angesprochenen letzten 20 Minuten des Spiels zeigte sich der SVNA in der Offensive deutlich präsenter. Wischnewski erzielte nach einem tollen Pass von Elyas Ebadi den Ausgleich (70.). Doch das Schiedsrichtergespann um Andre Rosin (FC Elmshorn) entschied auf Abseits. Vier Minuten später scheiterte der eingewechselte Ali Schewa aus kurzer Distanz an BSV-Schlussmann Kleinschmidt (74.). Zuvor hatte Bramfelds Ljubisavljevic wiederholt eine Chance. Doch Erschens parierte erneut (73.). Der SVNA-Keeper war es auch, der vier Zeigerumdrehungen später wieder gegen Ljubisavljevic eine weitere Chance vereitelte (77.).

Nachdem Durguti in der 83. Minute bei seinem Abschluss noch geblockt worden ist, machte er in der angesprochenen 90. Minute den 1:1-Ausgleich durch seinen Treffer perfekt. Zum großen Nettelnburger Jubel – und Bramfelder Unmut. „In der ersten Halbzeit hatten wir richtig gute Möglichkeiten, doch wir haben uns für den Aufwand, den wir heute hier betrieben haben, nicht belohnt. Spielerisch haben wir das sehr gut gemacht. Wir hatten Tempo im Spiel und haben viele Zweikämpfe und zweite Bälle gewonnen. Wir machen halt die zweite Bude nicht, die uns mehr Ruhe gebracht hätte. Im Endeffekt stehen wir mit dem Gegentor in der letzten Minute wie die Verlierer da“, ärgerte sich BSV-Trainer Carsten Henning.

SVNA: Erschens; Feilke, Spiewak, Wenk; Ebadi (82. Viegas Santos), Ali; Lubinski, Durguti, Satari (52. Hermann), Sander (62. Schewa); Wischnewski
BSV: Kleinschmidt; Bahn, Westpahl, Lüdemann (46. Sadownik), Skalnik; Mellmann, Mohr, Stoppel; Ljubisavljevic, Polzin (66. Julardzija), Perz (84. Ntiri)