Ein neuer Stürmer per E-Mail: Bo Gehrke wechselt von Niendorf nach Glinde

Wird ab der kommenden Saison für den TSV Glinde jubeln: Bo Gehrke. Foto: NTSV

In manchen Fällen gestaltet sich die Verpflichtung neuer Spieler sehr schwierig. Doch in diesem Fall musste der Verein gar nichts dafür tun. „Bo hatte sich per E-Mail an den TSV Glinde gewendet, ob es möglich sei, dass er zur Rückrunde zu uns wechseln könne, da er seit vergangenem Dezember in Glinde wohnt“, erklärt Sören Deutsch, Trainer des Bezirksligisten (Staffel Ost). „Daraufhin habe ich ihn angerufen und 30 Minuten lang mit ihm gesprochen. Das war ein richtig gutes Gespräch“, freut sich der Coach. Noch mehr als über das Telefonat kann sich Deutsch nun über die sofortige Verpflichtung von Bo Gehrke freuen. Der 28-jährige Torjäger wechselt vom Niendorfer TSV III (Bezirksliga Nord) an die „Glinder Anfield Road“.

„Der Transfer war ja überhaupt nicht geplant. Aber wenn so jemand vom Himmel fällt, nimmt man ihn natürlich sehr gerne auf. Bo passt wie die Faust aufs Auge zu uns und ist der perfekte Spieler, der uns in der Offensive noch gefehlt hat. Und wenn ich sehe, wie Bo in Niendorf verabschiedet wird, bestätigt das zusätzlich mein positives Gefühl“, freut sich Sören Deutsch über diesen „glücklichen Zufall“.  Wo auf der einen Seite große Freude herrscht, überwiegt auf der anderen Seite Trauer über den Abschied. Auf ihrer Facebook-Seite bedauern die Niendorfer den Abgang ihres Offensivspielers.

„Selten tat ein Abschied mehr weh, selten war er aber so verständlich. Torjäger Bo Gehrke, seit seinem Wechsel zum NTSV im November 2014 einer der besten Stürmer der Bezirksliga Nord, verlässt Niendorf 3. Der lange Weg aus Glinde nach Niendorf und der damit verbundene Aufwand haben im letzten Jahr viel Kraft und Zeit gekostet, sodass private Dinge oft zu kurz kamen. In fast vier Jahren bei Niendorf 3 erzielte Gehrke 63 Bezirksliga-Tore und zwei in der Oberliga. Danke für deinen nimmermüden Einsatz, die vielen Tore und die Freundschaft“, heißt es dort.

„Ich habe so viele Freunde in der Mannschaft gewonnen, so viele tolle Momente erlebt. Dieser Schritt tut unheimlich weh, aber es geht nicht anders“, wird der Stürmer auf der Internet-Plattform seines ehemaligen Vereins zitiert. Trainer Jan-Hendrik Schmidt bedauert den Abgang seines Torjägers sehr. „Sportlich und vor allem menschlich ist diese Lücke nicht zu schließen. Ich kann seine Beweggründe aber zu 100 Prozent nachvollziehen und unterstütze diesen Schritt sogar“, erklärt der Coach der dritten Herren des NTSV auf der Facebook-Seite.