Erste Pleite an Spieltag drei: Dassendorf unterliegt verlustpunktfreiem TSV Sasel

Nico Zankl erwischt Dassendorfs Kapitän Armando Aust. Foto: BOLZJUNGS

Mit zwei Auswärtssiegen (2:0 beim SV Curslack-Neuengamme, 2:1 beim Wedeler TSV) startete der TSV Sasel optimal in die neue Oberliga-Saison. Das Team von Trainer Danny Zankl war also vorbereitet für das Topspiel am dritten Spieltag. Es ging zum Oberliga-Serienmeister TuS Dassendorf. Doch zu Beginn zeigten die Gastgeber den Saselern erst einmal, dass sie die Macht in der Liga sind. Die Gäste kamen in der ersten Viertelstunde nur selten über die Mittellinie. Schon nach 16 Minuten ging die favorisierte TuS nach einer Flanke von Maximilian Dittrich, die Pascal Nägele eher per Zufall in die Mitte auf den Torschützen Mattia Maggio legte, in Führung. Bei den erfolgsverwöhnten Dassendorfern schien alles seinen gewohnten Lauf zu nehmen. Doch so souverän, wie sie es in der vergangenen Saison spielten, ist es beim Team vom Wendelweg noch nicht.

Nur vier Minuten dauerte es, bis Sasel zurückkam. Nach einer Systemumstellung von TSV-Trainer Zankl legte Stefan Winkel den Ball auf die rechte Außenbahn, wo Rechtsverteidiger Tolga Celikten, der nur wenige Kilometer von Dassendorf entfernt in Geesthacht wohnt, Dassendorfs Maximilian Dittrich ins Leere grätschen lässt und dann gekonnt Torwart Christian Gruhne ausguckt und das Spielgerät gegen die Laufrichtung im rechten Eck unterbringt (20.). Der Treffer gab den Gästen Aufwind, wenn auch nur für ein paar Minuten. Maggio (27.) und Dittrich per Kopfball (34.) verpassten es jedoch, die TuS-Führung wiederherzustellen. Einen interessanten Seitenhieb konnte sich TSV-Coach Zankl derweil in Minute 39 gegenüber Dassendorfs „Teilzeit-Trainer“ Elard Ostermann nach dessen kleiner Beschwerde in Richtung Schiedsrichter Thore Holst (FC Türkiye) nicht verkneifen. „Hast du zu viel Lernstoff, oder was?!“, rief der Saseler Trainer in Richtung TuS-Bank und bezog sich dabei auf die Fußballlehrer-Fortbildung, die Ostermann derzeit unter der Woche in Köln macht. Mit dieser kleinen Nebengeschichte als letztes Highlight des ersten Durchgangs ging es in die Pause.

Dassendorf wie ausgewechselt – Trainer Ostermann unzufrieden

„Bis auf den Elfmeter hatten wir glaube ich nicht einen Torschuss. Das war eine zweite Halbzeit, die wir schnell vergessen wollen“, betonte Dassendorfs Coach Ostermann auf der Pressekonferenz. Anders auf Seiten der Saseler. Gut zehn Minuten nach dem Wiederanpfiff besorgte Regionalliga-Neuzugang Benjamin Nadjem dann die Führung – und damit gleichzeitig auch den Siegtreffer. Der 23-Jährige umkurvte Henrik Dettmann und Torwart Gruhne und schob gekonnt ein (54.). Zu einem Highlight kam es dann noch in der Schlussphase, genauer gesagt in der Nachspielzeit. In dieser holte Nico Zankl, Bruder von Trainer Danny, Dassendorfs Kapitän Amando Aust im Strafraum von den Beinen. Anders als üblich trat statt Sven Möller dieses Mal Neuzugang Mattia Maggio an. Doch dieser scheiterte an Sasels Schlussmann Todd Tuffour, der den Versuch parierte und damit die Überraschung ermöglichte! „Ich bin hierher gefahren und wollte einen vernünftigen Kampf liefern. Ich war auf einen Punkt eingestellt und hätte mich darüber auch gefreut“, sagte Zankl nach der Partie. Und so hat der TSV Sasel – anders als der Oberliga-Serienmeister aus Dassendorf – nach drei Spieltagen die maximale Punkteausbeute und durfte sich auf dem im Anschluss folgenden Mannschaftsabend ordentlich feiern.

TuS: Gruhne; Warmbier (66. Büchler), Karikari, Carolus; Dettmann, Aust; Nägele, Möller, Dittrich (76. Suntic); Maggio, von Walsleben-Schied (66. Kurczynski)
Sasel: Tuffour; Celikten, Steddin, Kaetow, Tanovic, Lichy; Adomat, Zankl; Büge (69. Kourkis, 90.+1 Zinselmeyer), Winkel (80. Gerken), Nadjem