Escheburg: René Witmütz neuer Trainer – Vorgänger gründet ASV Bergedorf 85 II

Übernimmt den Escheburger SV zur neuen Spielzeit: René Witmütz. Foto: Herzog

Der Abstieg des Escheburger SV nach nur einem Jahr in der Kreisliga 3 ist besiegelt. Als Tabellenletzter mit nur drei Siegen aus 29 Spielen geht es zurück in die Kreisklasse A – allerdings mit einem neuen Trainer an der Seitenlinie. In dieser Woche unterschrieb René Witmütz, der seit April den jetzigen Coach Mario Meier an der Linie unterstützte, einen unbefristeten Vertrag am Stubbenberg. Der 45-Jährige tritt damit die Nachfolge des scheidenden Übungsleiters Meier an (s. unten). Dass Witmütz an neuer Stelle nun aber in der Kreisklasse starten muss, war für ihn kein Grund, diesen Schritt noch einmal zu überdenken. „Klar hätte ich mich über Kreisliga gefreut. Aber der Abstieg ist auf lange Sicht besser für den Aufstieg des Vereins.“ Dieser „Aufstieg des Vereins“ soll dabei gesund aufgebaut werden.

Das Motto am Stubbenberg: „Neustart“. „Wir wollen alles auf Null setzen und dann langsam stetig aufbauen. Durch die negativen Ergebnisse ist die Stimmung ein wenig verloren gegangen. Nun soll es ein Gemisch aus Erfahrung und jungen Wilden geben“, gibt Witmütz einen Einblick in die Pläne. Die Personalie Co-Trainer ist derweil noch offen. „Das wird anvisiert, Gespräche laufen auch bereits. Langfristig wird sicher einer hinzukommen“, verrät Witmütz, der aktuell ein Fernstudium als Sportbetriebswirt macht.

Aktuell hat der ehemalige Jugendtrainer des SV Curslack-Neuengamme (damals mit Spielern wie Jonas Buck, Niklas Hoffmann, Marvin Behr oder Till Witmütz) 12 Zusagen für die kommende Spielzeit. Gesucht wird vor allem auf der Torwartposition. Am Stubbenberg bleiben Marco Graudenz, Thies König, Tom Böttcher, Thimo Schliebs, Mohammed Seid Khaled, Nick Plog, Justin Daube, John Olaf Koops, Chris Möhring, Thomas Riewe und Nils Weitemeyer. Neu hinzu kommt Niklas Glasow vom SC Vier- und Marschlande, der in seiner Jugend ebenfalls beim SVCN unter Witmütz spielte. Gespräche mit weiteren möglichen Neuzugängen laufen.

„Herzensklub“: Vorgänger Mario Meier gründet ASV Bergedorf 85 II

Mario Meier. Foto: Herzog

Während Witmütz den Neuanfang beim ESV einläuten wird, zieht es seinen Vorgänger Mario Meier zu seinem „Herzensklub“ ASV Bergedorf 85. Nach vier Jahren in Escheburg, in denen Meier unter anderem im vergangenen Jahr den Aufstieg feierte, ist nun Schluss am Stubbenberg. „Es musste einfach mal eine Veränderung her. Wir gehen im Guten auseinander“, erklärte der scheidende Coach.

Meier entwickelte sich in den vergangenen Jahren zu „Mr. Escheburg“. Neben dem Traineramt in der ersten Herren coachte Meier auch die „Zweite“, unterstützte teilweise die „Dritte“, kickte selbst in der Alten Herren, brachte eine A-Jugend in den Klub – und betrieb Integration, wie sie im Buche steht. „Ich habe ca. 15 Flüchtlinge im Verein untergebracht“, freute sich Meier abschließend. Nun beginnt für ihn ein neues Kapitel bei seinem ehemaligen Verein aus aktiven Zeiten, den Meier selbst als sein „Herzensverein“ bezeichnet. Dort gründet er eine neue zweite Herren.