FCVO: 7:1 gegen BSV – Kader für die Saison 2018/19 steht so gut wie fest

Der Landesligist FC Voran Ohe siegt mit 7:1 beim klassentieferen Bezirksligisten Barsbütteler SV. Foto: BOLZJUNGS

Wenn man die Homepage der Landesliga-Fußballer des FC Voran Ohe besucht und unter der Rubrik „Kader“ nach der Torhüterposition sucht, findet man mit Leo Hebbeler, Tobian Reese und Lukas Jordan gleich drei Kandidaten zum Hüten des eigenen Gehäuses. Doch beim gestrigen Testspiel gegen den Barsbütteler SV (Bezirksliga Ost) mussten selbst die eingefleischten Fans des FCVO bei den Offiziellen nachfragen, wer denn da gerade im Tor steht.

Da Hebbeler und Reese verletzungsbedingt ausfielen und auch der eigentliche Torwart-Trainer Lukas Jordan aus beruflichen Gründen passen musste, stand im ersten Durchgang Kenneth Kalek sowie in der zweiten Halbzeit Krister Finnern im Kasten der Gäste. Die BSV-Schlussmänner spielten somit jeweils eine Hälfte für ihre eigenen Farben und einen Durchgang für den Landesligisten. Da passt es ins Bild, dass der FCVO nach dem Abgang ihrer etatmäßigen Nummer Eins nach einem neuen Torwart sucht. Somit konnte man dieses Spiel auch zu einem zusätzlichen Torwart-Casting ausrufen.

Den Oher Spielern war aber nichts davon anzumerken, dass zwei „fremde“ Torleute hinter ihnen standen. Sie hatten eh viel mehr Gefallen am Offensivspiel gefunden und zeigten sich auch im erst dritten Spiel in 2018 in Torlaune. Am Ende siegte der FCVO 7:1 und schraubte sein Testspiel-Torverhältnis auf 21:5. (10:2 gegen ASV Bergedorf 85, 4:2 SSC Hagen Ahrensburg). Marco Braesen, Maxim Gassmann und Phillip Lang sorgten durch schön herausgespielte Tore für den 3:0-Halbzeitstand (14., 24., 31.).

Im zweiten Abschnitt änderte sich nichts am Spielverlauf. Trotz acht personeller Wechsel spielten die Gäste weiter fröhlich nach vorne. Philipp Fischer, Max Johnsen und Adrian Voigt per Doppelpack schraubten das Ergebnis durch teils sehenswerte Treffer in die Höhe (70., 77., 82., 86.). Auch als Sebastian Kaufmann zehn Minuten vor Spielende verletzt vom Platz musste, die Oher nicht mehr wechselten und somit in Unterzahl spielten, war im Offensivspiel kein Bruch zu sehen. Marcel Bannenberg erzielte in der letzten Minute den Ehrentreffer für den klassentieferen Bezirksligisten zum 1:7-Endstand.

FCVO-Coach Rainer Seibert zeigt sich von seiner eigenen Mannschaft überrascht

„Eigentlich geht das nach dieser Vorbereitung gar nicht. Wir kennen gar keinen großen Platz, sondern nur die Halle. Dafür war das heute sehr erstaunlich“, freute sich FCVO-Trainer Rainer Seibert und bezog sich auf die schlechte Vorbereitung, in der seine Mannschaft so gut wie gar nicht draußen trainieren konnte.

FCVO-Trainer Rainer Seibert war sehr zufrieden mit seiner Mannschaft. Foto: Herzog

„Das, was wir in den drei Testspielen gezeigt haben – so stark waren wir im Sommer nicht. Da können wir sehr zufrieden sein. Heute habe ich nichts auszusetzen. Das Problem ist, dass wir uns für die Testspiele nichts kaufen können. Die Punktspiele zählen“, betonte der Coach, der zugab: „Damit hat mich meine eigene Mannschaft überrascht. Das hätte ich so nicht gedacht.“ Für den Fall, dass das Punktspiel am Sonntag bei Juventude (15 Uhr, Perlstieg) auf dem Grandplatz stattfinden sollte, bereitet sich der FCVO optimal vor: Trainiert wird am Freitag auf dem Grandplatz am Katendeich.

Hanno Stengel: „Mit dem aktuellen Stand sind wir sehr zufrieden.“

Neben den erfreulichen Leistungen in den Testspielen kann sich der Übungsleiter ebenfalls über den aktuellen Stand der Personalplanung für die kommende Spielzeit freuen. „Unser Kader für die nächste Saison steht weitestgehend fest. Wir haben mit fast allen Spielern gesprochen und Zusagen erhalten. Aktuell umfasst der Kader für nächstes Jahr etwa 22 Mann. Lediglich auf der Torwartposition betreiben wir eine intensive Suche. Ansonsten werden wir uns punktuell verstärken und schauen, was sich ergibt. Die Gespräche laufen. Aber mit dem aktuellen Stand sind wir sehr zufrieden“, gibt der sportliche Leiter, Hanno Stengel, Einblicke in die Planung.

Neben Hebbeler werden Yannick Ohl (berufsbedingt) und Niko Prehn (Karriereende) den FCVO verlassen. Fragezeichen stehen noch hinter Johann von Knebel (eventuelles Studium außerhalb von Hamburg) und Max Johnsen (berufsbedingt). Aktuell bis zum Sommer pausieren Vincent Bakker (Schule) und Marvin Schipper (berufsbedingt). Über ihre Zukunft über den Sommer hinaus wird noch entschieden.

BSV: Finnern (46. Kalek); Ziebell, Stritzke (46. Sandig), Hübner, Wietzke; Harms (46. Hapke), Ganschow (76. Reichau), Reichau (46. Nahnsen), Wiench; Haxhiajdini, Bannenberg
FCVO: Kalek (46. Finnern); Schenkenberg (66. Gassmann), Liebermann (66. Lang), von Knebel (46. Walek), Lang (46. Khushhal); Re. Seibert (46. Kaufmann), Dülsen (46. Voigt); M. Ohl (46. Spreer), Woost (46. Johnsen), Braesen (46. Anton); Gassmann (46. Fischer)