Identifikationsfigur Lucas Scheunemann verlässt den SC Schwarzenbek

SCS-Keeper Lucas Scheunemann (li.) im Duell mit Agit Aydin. Foto: Zerbian

Bereits im Jahr 1995 ist der damals dreijährige Lucas Scheunemann seinem Verein, dem SC Schwarzenbek, beigetreten. Heute läuft der Torwart noch immer für den Bezirksligisten auf, ist seit Jahren Stammkeeper der ersten Herren. Beachtlich: Scheunemann geht in sein 22. Fußballerjahr und hat seinen SCS dabei nie verlassen. Doch nach dieser Saison ist es soweit. Die Identifikationsfigur kehrt dem Klub im Sommer den Rücken. „Ich habe in den vergangenen eineinhalb Jahren gemerkt, dass ich sportlich keinen Fortschritt mehr mache und daher eine neue Aufgabe brauche, um weiterzukommen“, erklärt der 25-Jährige seine Wechselabsichten.

Der Wechselwunsch stößt auf Verständnis

Lucas Scheunemann. Foto: SCS

„Ich habe meinen Trainern früh mitgeteilt, dass ich überlege, zu wechseln“, erklärt Scheunemann. Bei seinen Mannschaftskollegen und dem Trainergespann um Sven Reinke ist der Wunsch auf absolutes Verständnis gestoßen. Kein Wunder. Denn in den schweren Zeiten, in denen das SCS-Vereinsheim abgebrannt ist, den Spielern die Aufwandsentschädigungen gestrichen worden sind und daraufhin viele Akteure den Verein verließen, hielt Scheunemann zu seinem SC Schwarzenbek. „Lucas trägt die SCS-DNA in sich und hat hier eine herausragende Entwicklung vom Jugendspieler zu einem der Top-Torhüter in Hamburg gemacht. Und genau das ist unser Ansatz für die Zukunft. Wir werden hier jungen Spielern die Chance geben, sich zu entwickeln, zu wachsen und dann eben auch für höhere Aufgaben zu empfehlen“, sagt SCS-Teammanager Florian Leibold in einem Interview auf der vereinseigenen Homepage.

Bei der Vereinssuche variabel

Wohin es den Schlussmann im Sommer ziehen wird, ist noch offen. Fakt ist nur: „Ich möchte sportlich einen Fortschritt machen und wieder in der Landesliga spielen. Ein paar Angebote sind bereits eingegangen. Die werde ich nun in Ruhe abwägen“, erklärt Scheunemann, für den es örtlich keine Beschränkungen gibt: „Noch wohne ich zwar in Schwarzenbek. Doch geplant ist aber, im Sommer nach Hamburg zu ziehen.“ Langfristig hat sich der 25-Jährige das Ziel gesetzt, in der Oberliga aufzulaufen.

Emotionaler Abschied am letzten Spieltag

Zwar will sich Scheunemann in der aktuellen Lage, der SCS ist in der Bezirksliga derzeit Tabellenletzter, nicht mit dem Tag seines Abschieds beschäftigen. Doch dass das Aufeinandertreffen mit dem SV Börnsen an der heimischen Schützenallee ein emotionales wird, steht außer Frage. „Ich bin mit dem Verein aufgewachsen, habe meine Jugend dort verbracht und viele Freunde gefunden“, sagt Scheunemann, der einen letzten Wunsch äußert: „Es gilt jetzt, möglichst schnell dem Abstiegskampf zu entkommen. Ich möchte mein letztes Spiel im Schwarzenbek-Trikot genießen können.“

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