Laurens Rogowski: Ein Barsbütteler gegen Bayern München

Foto: Daniel Berlin

Der 8. Juni 2018 ist einer der Tage, den Laurens Rogowski wohl nie mehr vergessen wird. Es war 22.45 Uhr an dem heißen Freitagabend, als dem Regionalligisten SV Drochtersen/Assel in der ersten Runde des DFB-Pokals der Rekordmeister FC Bayern München zugelost wurde. Der 24-jährige Rogowski, der seit mehr als 20 Jahren in Barsbüttel wohnt und beim TSV Glinde das Fußballspielen lernte, verfolgte die Auslosung mit Familie und Freunden bei sich Zuhause, da ihm der Weg nach Drochtersen (80 km pro Strecke, d. Red.) für die Auslosung zu weit gewesen war. Rogowski: „Ich bin in Freudentaumel ausgebrochen! Sofort kamen zahlreiche Glückwünsche, mein Handy stand nicht mehr still. Ich habe dann direkt etliche Kartenanfragen bekommen“, erinnert sich der 24-Jährige, der wie die anderen Spieler etwa 20 bis 30 Karten für Familie und Freunde bekam. Dank Zusatztribünen kann Rogowski mit seiner SV D/A im heimischen Kehdinger Stadion vor 7.500 Zuschauern auflaufen.

In den vergangenen Wochen geriet das Duell gegen „eines der besten Teams der Welt“ (Rogowski) zwar ein wenig in den Hintergrund. „Aber in der einen oder anderen freien Minute denkt man immer drüber nach“, so der Innenverteidiger. Besonders im Verlauf dieser Woche wurde das Spiel dann aber immer präsenter – auch, weil der eine oder andere Spruch von Freunden und Familie kam. „Na klar wird mal gewitzelt und gesagt, dass wir zweistellig verlieren werden. Aber das motiviert einen natürlich nur noch mehr“, sagt Rogowski voller Ehrgeiz.

Den gebürtigen Heilbronner, der in Willinghusen das erste Mal seine Fußballschuhe schnürte und im Anschluss beim TSV Glinde das Fußballspielen lernte, zog es mit 15 Jahren in die Jugendabteilung des FC St. Pauli. Nach drei Jahren in der Reservemannschaft der Kiezkicker ging es für Rogowski zum SV D/A. Dort avancierte er zum unumstrittenen Stammspieler in der Innenverteidigung. „Ich habe jetzt zu Saisonbeginn alle Spiele über 90 Minuten absolviert. Ich gehe zu 99% davon aus, dass ich gegen Bayern spielen werde“, sagt Rogowski voller Vorfreude auf das „Spiel meines Lebens!“

Foto: Jan Iso Jürgens