Nach 2:4: SCVM-Trainer Olaf Poschmann gratuliert SC Wentorf zum Klassenerhalt

Wentorfs Marc Mauersberger (hinten) versucht, Florian Ackermann (SCVM) den Ball abzunehmen. Foto: Herzog

SC Wentorf – SC Vier- und Marschlande  4:2 (2:2)
Bezirksliga Ost, 27. Spieltag (Fr., 27.04.18, 19.30 Uhr)

Trainer Olaf Poschmann gratulierte nach der 2:4-Pleite seines SC Vier- und Marschlande in der Bezirksliga-Partie beim SC Wentorf seinem Gegenüber Slavec Rogowski zum Klassenerhalt. Doch annehmen wollte der Wentorfer Coach die Glückwünsche noch nicht. „Das bestätige ich definitiv noch nicht. Aber es ist ein gutes Gefühl mit 31 Punkten“, betonte Rogowski nach dem Sieg. Doch treten seine Wentorfer in den verbleibenden Partien so auf, wie sie es gegen den SCVM taten, sollte der Klassenerhalt schon bald in trockenen Tüchern sein. Derzeit haben die Gelb-Schwarzen neun Punkte Vorsprung auf die Abstiegsränge.

SCVM-Trainer Poschmann schien nervös zu sein und eine bittere Vorahnung zu haben. Der 50-Jährige lief zu Beginn der Partie in seiner provisorisch mit Hütchen gebildeten, rund 15 Meter breiten Coachingzone hin und her. Dabei hatte sein Vierländer Akteur Sascha Timmann bereits nach sieben Minuten per Kopf für die Führung gesorgt — alles schien zugunsten des Favoriten zu laufen. Doch dann kam alles anders. Nach dem Schlusspfiff wurde Poschmann deutlich: „Mit solch einer Leistung brauchst du über Platz zwei nicht mehr nachzudenken.“

Nach dem angesprochenen 1:0 folgte eine starke Phase des gastgebenden SCW. Der beste Akteur auf dem Platz, Phil Krieter, schnappte sich nach einem Fehlpass von Ackermann im Mittelfeld den Ball und vollendete trocken aus 16 Metern (26.). „Jeder hat einen Rafinha in seinen Reihen!“, ärgerte sich Poschmann an der Seitenlinie und bezog sich dabei auf den katastrophalen Fehlpass des FC Bayern-Spielers im Champions-League-Halbfinale gegen Real Madrid. Nach einem identischen Fehlpass, dieses Mal von Marc Oldag, drehte Marc Mauersberger das Ergebnis (29.). Nun musste eine Wasserflasche unter „Poschis“ verständlichem Ärger leiden. Der 50-Jährige schoss sie über die Bande ins Gebüsch.

Zwischen zwei Abseitstoren von SCW-Verteidiger Nico Ziems (33., 43.) markierte Timo Aschenbrenner für seinen SCVM per Kopf den 2:2-Ausgleich (41.). In Abschnitt zwei sorgte dann der überragende Phil Krieter mit seinem unnachahmlichen Tempo im Alleingang für die Entscheidung. Beim 3:2 überläuft der Youngster Tim Stegmann (62.). Zehn Minuten später lüpfte Krieter den Ball aus gut 25 Metern über SCVM-Schlussmann Dennis Stange. „Mir fehlt bei Einigen die Einstellung. Ich verstehe nicht, dass man nicht den vollen Ehrgeiz hat!“, sagte Poschmann nach der Partie. Bei seinem Gegenüber Rogowski ist die Gefühlswelt derweil natürlich eine ganz andere. „Man hat gesehen, dass wir eine kleine Familie sind. Ich bin stolz, wie mein Team das derzeit macht“, betonte der SCW-Coach.

SCW: Runge; Heitmann, Ziems, Floredo, Lohdamm (65. Dehn); Suck, Obert, Fröck, Renner (31. Henckell-Rosas); Mauersberger, Krieter
SCVM: Stange; Knoblauch (35. Özgenc), Stegmann (71. Paul Karge), Busch, Schneider; Timmann, Ackermann (62. Zan), Bultmann, Oldag; Sievers, Aschenbrenner

Einige Impressionen zum Spiel von Maurice Herzog: