Neu gegründeter SV Altengamme „Veer“: Hohes Spielniveau in der untersten Klasse

Das erste Mannschaftsfoto der neu gegründeten Mannschaft SV Altengamme "Veer". Foto: SVA

„In Altengamme hat der Storch ein paar Filigran-Techniker fallen lassen“, hieß es im allerersten Beitrag der Facebook-Seite der neu gegründeten Mannschaft SV Altengamme „Veer“. Und in der Tat: Für eine vierte Herren, die in der Kreisklasse B an den Start gehen wird, ist dieses neu formierte Team mit den angesprochenen „Filigran-Technikern“ definitiv überqualifiziert. Dementsprechend wollen es die Fußballer des SVA IV in ihrer Premierensaison auch angehen. „Es zählt nicht nur der Spaß, sondern Erfolg soll auch dabei sein. Wir wollen in den nächsten Jahren aufsteigen“, erklärt Spieler Philip Buck. Trainer ist Michael Nolting, der von Spielerseite angesprochen wurde und sich sofort bereit erklärt hatte, dieses Amt zu übernehmen – ebenfalls unter der Prämisse, neben dem Spaß auch sportlich etwas zu erreichen. „Das ganze entstand dadurch, dass mich einige, die ich bereits in der Jugend trainiert habe, gefragt haben, ob ich mir dieses Amt vorstellen könnte. Wir haben uns dann zusammengesetzt und ich habe zugesagt“, erinnert sich Nolting, der sich erhofft, dass „die Jungs vernünftig zusammenspielen. Sie sollen eine Mannschaft werden, sich gegenseitig unterstützen, sowohl im Spiel als auch im Training.“

Ins Leben gerufen haben das Projekt „SVA Veer“ Buck (ehemals SV Curslack-Neuengamme II) sowie der Altengammer Ligaobmann Philipp Mohr. „Das war anfangs eine Schnapsidee, die irgendwann mal entstanden ist. Philip und ich saßen zusammen und dachten uns, lass uns doch mal eine geile Truppe zusammen bauen mit unseren Jungs, die sportlich auch ganz gut ist„, erklärt Mohr. Buck ergänzt: „Schnell war klar, dass dieses Projekt nur in Altengamme möglich ist, da wir in Curslack zeitlich bedingt keine Trainings- und Spielzeiten bekommen hätten.“ „Flippo“ Mohr hatte zudem auch wieder Lust, selber gegen den Ball zu treten. „Dann kam schnell viel Zuspruch von allen Seiten“, berichtet Buck weiter.

Der jetzige Kader besteht aus derzeit 22 Spielern und ist bunt gemischt. Einige kommen vom SVCN III, Sebastian Pietsch beispielsweise von der Landesliga-Mannschaft des SVA. Mit Philip Buck sind auch weitere Akteure wie Steffen Wegner, Markus Lütten, Stephan Voß oder Dennis Kahl vom SVCN II gekommen. Spieler wie Jakob Wörmbke fangen nach einer Pause wieder neu an mit dem Fußball. Das Torhüter-Duo bilden Dean Pfab und Timon Pinnau. „Die Mannschaft wurde auch nach dem Menschlichen zusammengestellt“, empfindet Buck.

Trainiert wird montags – in dieser Woche das erste Mal – auf der Anlage des SVA. Derzeit ist dies aufgrund der Sommerpause vieler Teams auch mittwochs möglich – wenn es wieder los geht, wird mittwochs erst einmal gelaufen. Besonders erfreulich aus Sicht der Altengammer: Die Wunschvorstellung der Anstoßzeit – immer samstags um 17.30 Uhr nach den Heimspielen der Ligamannschaft (Philipp Mohr: „Das ist cool für das Vereinsleben. Die Mannschaften harmonieren gut.“) -, scheint gestattet zu werden. Einen kleinen Seitenhieb in Richtung Deichkonkurrenz kann sich Mohr am Ende nicht verkneifen. „Wir haben jetzt mehr Herrenmannschaften als unser großer Nachbar SC Vier- und Marschlande“, schmunzelt der Altengammer Ligaobmann und Spieler des SV Altengamme „Veer“.

„Wir können noch zwei bis drei Spieler gebrauchen“, verkündet Mohr. Wer Lust hat, sich dem SVA „Veer“ anzuschließen, kann sich gerne über den Facebook-Account der Mannschaft melden.

Weitere Stimmen zur Gründung:

Hajo Kücken. Foto: Bode

Hajo Kücken: „Nach einem Jahr Pause vom aktiven Fußball wollte ich es unbedingt noch einmal versuchen, in einer Mannschaft zu spielen. Mit der neuen vierten Herren hier in Altengamme bietet sich nun die Möglichkeit, mit guten Freunden aus der früheren Jugendzeit wieder gemeinsam gegen den Ball zu treten. Diese Chance wollte ich mir auf keinen Fall entgehen lassen! Was bisher von dem Organisationsteam auf die Beine gestellt wurde, verdient den allergrößten Respekt. Wenn ich unsere jetzige Ausstattung der ganzen Klamotten mit meinem ersten Tag bei der Altengammer Ligamannschaft vergleiche, dann frage ich mich, ob ich hier gerade wirklich in der vierten Herren gelandet bin. Wir wollen uns mit den Werten von Altengamme nach Außen präsentieren und die erste Herren irgendwann fußballerisch überholen.“

S. Pietsch. Foto: Herzog

Sebastian Pietsch: „Nach zwei turbulenten und im Endeffekt auch erfolgreichen Jahren bei der ersten Herren des SVA habe ich mich nun für die ‚Vierte‘ entschieden, da ich in Zukunft beruflich stärker eingebunden sein werde und daher etwas kürzer treten möchte. Auch die körperliche Belastung spielt bei mir dabei eine Rolle. Dies war natürlich keine Entscheidung gegen die Jungs aus der Liga, mit denen ich gute Freundschaften geschlossen habe, sondern für die Jungs der vierten Herren, von denen ich mit vielen bereits in der Jugend zusammengespielt habe. Die Organisation in dieser kurzen Zeit ist phänomenal, da können einige höherklassigere Mannschaften neidisch werden. Natürlich sollten wir mit der Altengammer Bescheidenheit ans Werk gehen und zusehen, am Ende einen gefestigten Mittelfeldplatz zu erreichen.“

Die Staffel Kreisklasse B2 (Mohr: „Fast jeden Spieltag wartet ein Derby!“):