„Nur, wenn du auch spielst!“: Tornieporth holt Ex-Profi Agyemang nach Düneberg!

DSV-Trainer Dennis Tornieporth hat seinen Kumpel Eric Agyemang nach Geesthacht geholt. Foto: Herzog

Wie in jeder Woche saßen Dennis Tornieporth, Trainer des Landesligisten Düneberger SV, und Eric Agyemang wegen ihrer gemeinsam geführten Fußballschule „100% Fußball“ zusammen. Sonntagabend fasste sich „Tornie“ dann ein Herz und fragte seinen Kumpel, der in der Vergangenheit bereits für Erzgebirge Aue oder Arminia Bielefeld in der 3. Liga (117 Spiele, 39 Tore) auflief, einfach mal, ob er sich vorstellen könne, bei Düneberg auszuhelfen, da sie beim Geesthachter Stadtteilklub zuletzt arge Personalprobleme hatten. „Ich wollte für Stabilität sorgen“, erklärte der DSV-Trainer diesen Schritt. Agyemang sagte schnell zu, machte trotz zahlreicher vorheriger Angebote, die er allesamt ablehnte, für seinen Freund eine Ausnahme – und lief bereits ein paar Tage später dank einer schnellen Einigung mit dem Ex-Klub und Oberligisten Wedeler TSV gegen den Buxtehuder SV auf. Bei dem 4:4 traf der Neuzugang, der kein einziges Training mit der Mannschaft absolvierte und sich die Woche stattdessen individuell fit machte, gleich mal doppelt zum 3:1 (12.) und 4:3 (68.). „Ich weiß, wo das Tor steht. Es war sehr angenehm und schön“, betonte Agyemang auf BOLZJUNGS-Nachfrage, ehe er sein eigentlich verkündetes Karrierende nicht revidieren wollte: „Das steht weiterhin. Diese Geschichte ist nicht dauerhaft angedacht. Wenn ich einem Freund aber helfen kann, tu ich das gerne.“

Nur an eine einzige Bedingung hatte Agyemang seine Zusage geknüpft. Der 38-jährige Sturmtank wollte nur auflaufen, wenn sein kongenialer Partner aus Dassendorfer Zeiten Tornieporth ebenfalls noch einmal die Fußballschuhe schnürt – gesagt, getan. Und so sorgte der drei Jahre jüngere Trainer auf dem Spielfeld auch gleich für zwei Torvorlagen. „Unser Spiel gegen Buxtehude war eine deutliche Steigerung gegenüber den vorherigen Partien. Mit mir über rechts, Eric in der Spitze und Dominik (Schindler, d. Red.) über links hatten wir viel Erfahrung, Sicherheit und Ballkontrolle auf dem Feld“, analysierte Tornieporth.

Wie die Personalie Agyemang in Zukunft gehandhabt wird, ist derweil noch offen. „Erst einmal war nur das Duell bei Buxtehude das Thema“, erklärte der DSV-Trainer, der zugab: „Auch bei mir juckt’s noch in den Füßen, wenn ich auf dem Platz stehe!“ Sein guter Freund Agyemang sagte zu der weiteren möglichen Zusammenarbeit beim DSV: „Dreimal pro Woche trainieren, das mache ich nicht mehr. Ich bin viel unterwegs, meine Termine stehen seit einem halben Jahr. Wenn es passt, spiele ich mit.“