ODDSET-Pokal: 2. Runde ausgelost – Meiendorfer SV legt Protest ein

Ob der Oststeinbeker SV auch in der zweiten Runde jubeln darf, ist nach dem Protest des Meiendorfer SV noch unsicher. Foto: Herzog

Kaum ist die erste Runde des ODDSET-Pokals gespielt, wurde auch schon die zweite Runde ausgelost. In den Räumen des Hamburger Abendblatts zog Losfee Jan Schönteich (Sportchef TuS Dassendorf) unter den Augen von HFV-Präsident Dirk Fischer und weiteren Vertretern am gestrigen Abend die Partien. Doch bevor Schönteich das erste Los in den Händen hielt, hatte Joachim Dipner einer überraschende Aussage parat. „Der Meiendorfer SV hat gegen die Wertung des Spiels gegen den Oststeinbeker SV (2:1 für den OSV) aufgrund eines angeblich nicht spielberechtigten Spielers Protest eingelegt. Noch gibt es keinen Termin für die Verhandlung beim Sportgericht. Wir hoffen aber, dass dies noch am Mittwoch mit aufgenommen wird“, erklärt der Spielausschuss-Vorsitzende des HFV. Aus diesem Grund stand auf dem Los der „Sieger aus Oststeinbek gegen Meiendorf“. Das Team, welches als Sieger aus der Verhandlung geht, trifft auf den Kreisligisten TSV Reinbek, der den zwei Klassen höher spielenden SV Nettelnburg/Allermöhe überraschend mit 2:1 geschlagen hatte.

Die Oststeinbeker reagierten ebenso überrascht wie die anwesenden Medienvertreter, die der Auslosung live beiwohnten. „Wir haben die Auslosung verfolgt und wurden selber mit den einleitenden Worten von Joachim Dippner überrascht. Wir wussten nichts davon und haben unseres Wissens nichts falsch gemacht. Bei zwei Spielern läuft der Passantrag noch. Aber unser Mann vom Passwesen Dieter Loock hat die mündliche Zusage vom HFV bekommen, dass die beiden Spieler für das Pokalspiel spielberechtigt sind. Wir sind uns absolut keiner Schuld bewusst. Nun warten wir ab, was vom Verband kommt“, erklärte OSV-Pressesprecher Mathias Reß unmittelbar nach der Auslosung auf BOLZJUNGS-Nachfrage.

Rogowski freut sich auf Dassendorf, Wulff auf Landau und Yücel

Während die Oststeinbeker also erst einmal einen Dämpfer einstecken mussten, freuten sich die anderen Trainer auf ihre bevorstehenden Aufgaben. Allen voran der SC Wentorf bekam mit dem amtierenden Pokalsieger TuS Dassendorf ein attraktives Los. Dementsprechend war die Freude groß. „Wir freuen uns riesig auf dieses Match. Wir wissen, dass in diesem Wettbewerb irgendwann für uns Schluss sein wird und wenn wir uns dann gegen den Hamburger Meister vermeintlich verabschieden dürfen, ist das ein Highlight. Aber natürlich gehen wir in dieses Spiel, um Dassendorf zu ärgern und zu nerven. Wir wollen uns nicht abschlachten lassen, sondern so lange, wie es geht, ein Wörtchen mitreden“, freute sich SCW-Trainer Slavec Rogowski.

Von Freude sprach auch Matthias Wulff, als er zum kommenden Pokalgegner Hamm United (Landesliga Hansa) befragt wurde. „Mit Hamm United haben wir natürlich ein sehr schweres Los gezogen. Die Mannschaft ist mit diversen erfahrenen und extrem spielstarken Jungs besetzt, die ihr Können bereits in höheren Ligen unter Beweis gestellt haben. Wir freuen auf ein interessantes Match und müssen alles abrufen, um eine Runde weiter zu kommen. Besonders freuen wir uns natürlich auf das Wiedersehen mit den Ex-Curslackern Simon Yücel und Jan Landau“, blickt der Coach des Oberligisten SV Curslack-Neuengamme voraus.

Etwas verhaltener reagierte da Rainer Seibert. Der Coach des FC Voran Ohe reist mit seinem Team zum klassentieferen SC Vier- und Marschlande. „Wir fahren da nicht als Favorit hin, wollen aber eine Runde weiterkommen“, kommentierte der Übungsleiter das Los. Zu einem reinen Bezirksliga-Duell kommt es zwischen dem Barsbütteler SV und dem TSV Glinde. „Ich freue mich über das Derby, hätte aber gerne ein Heimspiel gehabt. Der Pokalwettbewerb ist immer eine gute Möglichkeit, Spielern, die ein bisschen hinten dran hängen, Spielpraxis zu geben“, erklärte TSV-Trainer Sören Deutsch. Gespielt wird am kommenden Dienstag und Mittwoch (31.07. & 01.08.18). Die Auslosung für die dritte Runde findet bereits am kommenden Donnerstag beim HFV statt.

Alle Partien der zweiten Runde: 

Viktoria Harburg – HNT
GW Harburg – Klub Kosova
Altenwerder – Zonguldakspor
Harburger Türkspor – Buxtehude
Harburger SC – Juventude
Hammonia – Inter 2000
Hansa 11 – Teutonia 05
Stellingen 88 – HEBC
FC Türkiye – Buchholz 08
Fatihspor – Vorwärts Ost
FC Bingöl 12 – Dersimspor
SC Sternschanze – Altona 93

MSV Hamburg – SV Börnsen
Escheburger SV – Wandsetal
TuS Aumühle-Wohltorf – SV Altengamme
Stapelfeld – ASV Hamburg
BFSV Atlantik 97 – Concordia
Barsbütteler SV – TSV Glinde
VfL Lohbrügge – Elazig Spor
Hamm United – SV Curslack-Neuengamme
SC Wentorf – TuS Dassendorf
TSV Reinbek – Sieger aus Oststeinbek – Meiendorf
SCVM – FC Voran Ohe
Billstedt-Horn – Vorwärts-Wacker

Teutonia 10 – Alstertal/Langenhorn
Eintracht Fuhlsbüttel – Eintracht Lokstedt
FC Winterhude – Rahlstedter SC
Poppenbüttel – FC Eintracht Norderstedt
SV Barmbek – Ahrensburger TSV
Alsterbrüder – SC Condor
Wellingsbüttel – TuS Berne
SV Lohkamp – Duvenstedt
USC Paloma – Bramfeld
Hellbrook – Sasel
Bergstedt – BU
Glashütte – Croatia
Farmsen – TuRa Harksheide

Rasensport Uetersen – Hetlingen
Lieth – FC Elmshorn
Waldenau – SV Rugenbergen
Sparrieshoop – Nienstedten
Hörnerkirchen – Wedeler TSV
SC Pinneberg – Rantzau
Union 03 – Heidgraben
Holsatia im EMTV – Niendorfer TSV
Rissen – TuS Hasloh
Borstel – Gencler Birligi Elmshorn
Eimsbütteler TV – TuS Osdorf
HFC Falke – Halstenbek-Rellingen
Kummerfeld – Lurup
Inter Eidelstedt – SC Victoria