Oststeinbeker Berufung abgelehnt: Neuansetzung bleibt bestehen

Am heutigen Mittwoch wurde der Einspruch vom Oststeinbeker SV gegen das erste Urteil beim HFV verhandelt.

Dieser Vorfall sorgt mittlerweile in ganz Fußball-Hamburg für Aufsehen. Nach dem 2:1-Sieg des Oststeinbeker SV in der ersten Runde des ODDSET-Pokal gegen den Meiendorfer SV, legte der MSV beim Hamburger Fußball-Verband Protest ein. Am vergangenen Mittwoch fand bereits die erste Verhandlung vor dem Sportgericht statt. Dort wurde entschieden, dass dem Protest teilweise stattgegeben und die Partie neu angesetzt wird. Während die Meiendorfer das Urteil akzeptierten, gingen die Oststeinbeker in Berufung. Am heutigen Mittwochabend fand beim HFV eine erneute Verhandlung statt – dieses Mal vor dem Verbandsgericht.

In dieser wurde entschieden, dass der Berufung des Oststeinbeker SV kein Recht beigemessen wird. „Ob ein Spieler in dem jeweiligen Verband spielberechtigt ist, müssen die Verantwortlichen im Voraus wissen und sich in der Rechts- und Verfahrensordnung belehren lassen. Da es sich bei der Pokalpartie um ein Spiel im HFV handelt, ist der Spieler gesperrt gewesen“, erläuterte Carsten Chrubassik, der den Verhandlungsvorsitz inne hatte. Daraufhin wurde den Oststeinbeker Verantwortlichen angeboten, die Berufung zurückzuziehen, was sie nach kurzer Beratung auch taten. Somit verfielen die Berufungskosten und die Verfahrenskosten von 50,00 Euro muss der OSV übernehmen.

Somit wird die Pokalpartie zwischen dem Oststeinbeker SV und dem Meiendorfer SV neu angesetzt. Der Termin wird in den nächsten Tagen vom HFV-Spielausschuss kommuniziert. Zu erwarten ist, dass das Spiel bereits nächste Woche Dienstag oder Mittwoch stattfinden wird. Dann darf auch Erdinc Örün mitspielen. „Die automatische Sperre von zehn Tagen ist abgelaufen. Wie im Protokoll von der Verhandlung im HFFG festgehalten wurde, gilt die Sperre für zwei Spiele ab dem 25.08. Deswegen ist Herr Örün bis zum 24. August spielberechtigt“, erklärte Chrubassik.

Die Oststeinbeker Verantwortlichen zeigten sich über Urteil enttäuscht, betonten aber, dass sie es so akzeptieren werden. „Das Urteil ist anders ausgefallen, als wir erwartet haben. Wir dachten, dass wir Recht bekommen werden. Aber wir nehmen das jetzt so hin und das Spiel wird stattfinden“, zeigte sich OSV-Pressesprecher Mathias Reß zwar etwas geknickt, betonte aber auch: „Wir sind uns gemeinsam mit den Meiendorfer Verantwortlichen einig, dass wir beide Seiten dazu kriegen, dass es nicht wieder so ein Spiel wird, wie bei dem ersten Aufeinandertreffen.“ OSV-Ligaobmann Michael Baaß sah das ähnlich. „Ich bleibe bei meiner Meinung vom ersten Urteil. Es ist ein endloses Wirrwarr. Dennoch werden wir das jetzt so akzeptieren“, erklärte Baaß. Die Meiendorfer Verantwortlichen um Trainer Baris Saglam und Manager Jens Malcharczik betonten, dass das Urteil aus ihrer Sicht fair sei. „Sportlich hatten wir es im ersten Spiel nicht verdient, weiterzukommen. Doch wie es jetzt nach dem Verlauf der Verhandlungen entschieden wurde, ist es das Fairste“, unterstrich Saglam.