OSV schlägt ASV vor 350 Zuschauern mit 5:1

Foto: Herzog
Oststeinbeker SV – ASV Bergedorf 85 5:1 (3:0)
Kreisliga 3, 18. Spieltag (Fr., 24.11.17, 19.30 Uhr)
 
Sie kamen mit Pauken und Trompeten. Doch sie spielten nur die zweite Geige im Konzert der Großen und gingen schlussendlich ohne einen Grund zum Feiern wieder nach Hause. Der ASV Bergedorf 85 musste sich im absoluten Topspiel in der Kreisliga 3 gegen den Oststeinbeker SV mit 1:5 geschlagen geben und konnte sich somit bei seinen rund 100 mitgereisten Fans nicht für den 90-minütigen lautstarken Support revanchieren. 
 
Schon vor dem Spiel war zu merken, dass dies keine normale Begegnung sein würde. Acht Ordner um OSV-Ligaobmann Michael Baaß sicherten den Eingang der Sportanlage ab. Als zehn Minuten vor Anpfiff die ASV-Anhängerschaft eintraf, begleitet von Pyrotechnik, Trommeln und Fahnen, hatten sie einiges zu tun. Die Fans durften keinen Alkohol und keine Pyrotechnik mit auf die Anlage nehmen, so die Vorgabe von Baaß. Dass die ASV-Anhänger aber ihr Feuerwerk, welches im Verlauf der Partie mehrmals abgebrannt wurde, außerhalb der Anlage deponierten, konnte Baaß nicht einkalkulieren. „Da kann ich als Ordner dann auch nichts mehr gegen machen“, betonte der OSV-Ligaobmann, der 90 Minuten lang mit einer gelben Ordnerweste bekleidet war. 
 
Mit dem Anpfiff der Partie hatten alle der rund 350 Zuschauer ihren Platz eingenommen. Und sie sahen, dass die Gäste von Anfang an hohes Pressing spielten und die Gastgeber früh unter Druck setzten. Das Team von Trainer Simon Gottschling hatte in den ersten zehn Minuten einige Probleme. Doch nachdem sie sich darauf eingestellt hatten, lief es. Und wie. Erst war es der sehr starke Maximilian Kochsiek, der mit einem Doppelpack auf 2:0 erhöhte (15., 39.), bevor Nicklas Frers mit dem Halbzeitpfiff das 3:0 für den OSV markieren konnte (44.). Dabei war der zweite Treffer von Kochsiek ein Traumtor, als er aus halblinker Position den Ball sehenswert ins linke obere Toreck über ASV-Keeper Marc Stückler beförderte. Vom ASV war nach der guten Anfangsphase nichts mehr zu sehen. Außer einigen wenigen Halbchancen konnte sich das Team von Jörg Franke keine nennenswerte Tormöglichkeit im ersten Durchgang erspielen. 
 
Im zweiten Abschnitt hatte der OSV gleich nach drei Minuten eine gute Möglichkeit, doch Frers brachte den Ball aus kurzer Distanz nicht unter (48.). Nach dieser vergebenen Chance ereignete sich ein Bruch im OSV-Spiel. Fortan waren es die Bergedorfer, die das Kommando übernahmen und verkürzten durch Stephan Funk auf 1:3 (59.). Acht Minuten später jubelten die ASV-Fans ein weiteres Mal. Doch das souveräne Schiedsrichtergespann um den sehr guten Frank “Bobby“ Schnehagen (SC Poppenbüttel) entschied auf Abseits – zum Unmut von Franke. „Das war niemals Abseits. Der ist von hinten reingelaufen“, ärgerte sich der ASV-Coach lautstark.
 
Wer weiß, wie sich die Partie entwickelt hätte, wenn der Treffer zum 2:3 gezählt hatte. So kam es, wie es kommen musste und der OSV traf im Stile einer absoluten Spitzenmannschaft in der Drangphase des ASV den Gästen mit ihrem vierten Treffer mitten ins Herz. Nach einem Konter lief Stückler zu früh aus seinem Tor. Frers konnte den Keeper umlaufen und schob zum entscheidenden 4:1 ins leere Tor ein (74.) „Mit dem Konter zum 1:4 war das Ding dann durch. Sehr schade“, trauerte Jörg Franke nach Spielende. 
 
In der 77. Minuten feuerten die ASV-Fans dann nochmal ihre ganze Ladung Pyrotechnik und Feuerwerk ab, sodass die Partie kurz unterbrochen werden musste. Kurz vor dem Ende zündeten sie entlang des Torzauns – außerhalb der Anlage – erneut. Doch als das 5:1 für den OSV durch ein Eigentor von Felix Rehr fiel, waren endgültig alle Lichter aus. 
 
„In der ersten Halbzeit haben wir das richtig stark gemacht, wobei wir versäumt haben, früher nachzulegen. In der zweiten Hälfte war es dann ganz merkwürdig. Da hatten wir keinen Zugriff mehr und standen zu tief. Doch am Ende bin ich natürlich sehr zufrieden mit dem Ergebnis“ resümierte OSV-Übungsleiter Simon Gottschling. 
 
OSV: Joost; Grünberg, Köksal, Marg, Khurshid (35. Homann); Fehlandt (87. Quaidoo), Herber; Qasem (77. Meyer), Frers, Mokeddem; Kochsiek
ASV: Stückler; Kran, Adden, Kautz, Röner; Schenke (64. Holthöfer), Rehr, Schwenke, Dell; Heinze, Funk
 

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