Patrick Gilde ab sofort nicht mehr Trainer des FC Voran Ohe II

Foto: Herzog

Vergangene Woche betonte Patrick Gilde gegenüber BOLZJUNGS.de noch, dass er der Letzte sei, der das Kapitel FC Voran Ohe II abhaken würde und alles tun würde, um die Mannschaft zusammen zu halten. Doch nun kommt es ganz anders. Gestern unterrichtete der Coach den Fußballabteilungsleiter Peter Bahr darüber, dass er ab sofort nicht mehr als Trainer zur Verfügung stehe. Schon beim Auswärtsspiel am Sonntag gegen Croatia (14 Uhr, Beethovenstraße) sitzt Gilde nicht mehr auf der Bank.

Auf BOLZJUNGS-Nachfrage erklärte Gilde seinen sofortigen Abgang wie folgt: „Ich habe mich in den letzten Wochen nur noch als Lückenfüller gesehen. Mir wurde einerseits Honig um den Mund geschmiert, andererseits aber ein gleichberechtigter Trainer installiert. Ich habe kein Vertrauen und keine Rückendeckung gespürt. Ich habe sehr viel Kraft in den Verein gesteckt, wurde menschlich aber enttäuscht.“

Trotzdem versäumte es der scheidende Coach nicht, sich bei seinen Spielern zu bedanken. „Meine Spieler sind alles tolle Persönlichkeiten. Ich bedanke mich bei meiner Mannschaft für eine schöne Zeit. Außerdem möchte ich mich bei der Ligamannschaft und Trainer Rainer Seibert für eine tolle Zusammenarbeit bedanken“, betonte der 31-Jährige.

Wie es für Patrick Gilde nun weitergeht, steht derzeit noch in den Sternen. „Erst einmal muss ich die Geschehnisse ruhen und sacken lassen, bevor ich mich im neuen Jahr entscheide, wie es für mich persönlich weitergeht“, erklärte Gilde.

Für den Verein ist das sofortige Aus ihres bisherigen Trainers ein herber Rückschlag. „Die Mitteilung hat mich sehr überrascht und ist für mich schwer nachvollziehbar“, erklärte ein sehr enttäuschter Peter Bahr. Dennoch blickt der Abteilungsleiter mit gutem Gewissen auf das morgige Spiel. „Wir haben eine konkurrenzfähige Mannschaft zusammen“, betont Bahr. Wie es danach aber weitergeht, ist noch nicht abzusehen. „Wir setzen uns morgen nach dem Spiel mit der Mannschaft zusammen und entscheiden gemeinsam, wie und ob es weitergeht“, erklärt Peter Bahr.