Pokalvorschau: OSV ist bereit für Altengamme, Sasel möchte seine Chance gegen Dassendorf nutzen

Zielstrebig und entschlossen läuft Dassendorfs Maximilian Dittrich (blau) auf Sasels Tobias Steddin zu. Foto: Bode

Der Ligabetrieb ist bereits beendet und die Winterpause steht unmittelbar vor der Tür. Doch an diesem Wochenende stehen mit den Achtelfinals im ODDSET-Pokal die letzten Pflichtspiele im Jahr 2018 an. 16 Teams spielen von Freitag bis Sonntag (außer der TSV Buchholz 08 gegen den FC Eintracht Norderstedt am 16.12.18) um den Einzug in das Viertelfinale im Pokalwettbewerb. Aus unserem Verbreitungsgebiet sind noch vier Teams unter den verbliebenden Pokalteilnehmern. Ein Überblick.



Der Landesligist SV Altengamme muss zum Bezirksliga-Spitzenreiter Oststeinbeker SV

Den Auftakt in die Achtelfinal-Runde machen der Oststeinbeker SV und der SV Altengamme am heutigen Freitagabend (19.30 Uhr, Meessen). Dabei bekam der OSV, der bei der Auslosung am 29. Oktober  in der Sendung „Rasant“ von Hamburg 1 auf Einladung des Senders live im Studio anwesend gewesen war, vom Vorsitzenden des HFV-Spielausschusses, Joachim Dipner, sogar die Favoritenrolle zugesteckt. Der eine Liga höher spielende SV Altengamme reagierte prompt auf seiner Facebook-Seite mit den Worten „Kleiner Tipp noch an Joachim Dipner: Oststeinbek spielt noch in der Bezirksliga“.

Doch dass der Respekt vor dem Tabellenführer aus der Bezirksliga Ost am Gammer Weg riesengroß ist, betonte SVA-Trainer Jörn Geffert schon unmittelbar nach der Auslosung. „Ich hätte andere Lose schöner gefunden und lieber gegen einen Oberligisten gespielt. Oststeinbek ist sportlich ein absolutes Brett. Der OSV ist ein sehr ambitionierter Bezirksligist, der für mich ein guter Landesligist ist. Es ist immer schwierig, Freitagabend in Oststeinbek zu spielen. Ich hätte mir fast jeden anderen Gegner lieber gewünscht als den OSV“, sagte Geffert damals gegenüber BOLZJUNGS.

Und auch unmittelbar vor dem Match hat sich an der Haltung des Altengammer Übungsleiters nichts geändert. „Für mich ist das ein klares 50/50-Ding. Wer den besseren Abend haben wird und das Spielglück auf seiner Seite hat, wird das Spiel gewinnen. Das ist ein Spiel auf Augenhöhe und ohne Favorit“, betont Jörn Geffert, der bis auf Philip Alpen (Muskelfaserriss) und Dominic Teßmann (hat schon im Pokal für die zweite Herren gespielt) alle Mann an Bord hat. „Oststeinbek hat eine gute Mannschaft, die in ihrer Liga kaum bis selten gefordert wird. Das wird heute Abend anders sein, denn wir werden sie schon fordern. Das wird ein ganz heißer Tanz, auf den ich mich sehr freue“, sagt der SVA-Coach.

Diese Vorfreude ist auch beim OSV, der auf Erdinc „Eddy“ Örün (rotgesperrt), Deniz Herber (berufsbedingt verhindert) und Nicklas Frers (krank) verzichten muss, riesengroß. „Wir freuen uns richtig, richtig doll auf dieses Spiel. Nach dem Meisterschaftsspiel in der Kreisliga (1:0 gegen MSV Hamburg, d. Red.) und dem ODDSET-Pokal-Erstrundenspiel gegen Meiendorf ist diese Partie das dritte Highlight des Jahres 2018 – wir haben zum Abschluss also nochmal das Spiel des Jahres. Dass wir im Achtelfinale stehen, ist für uns ein Riesending. Auch, wenn es letztlich zurecht ist. Damit hätten wir am Anfang der Auslosung nicht gerechnet“, sagt OSV-Ligaobmann Mathias Reß voller Vorfreude, ehe er auch den Gegner Altengamme lobt und gleich eine erste Kampfansage mitschickt: „Sie sind eine super moralische, familiäre Truppe. Das sind wir aber auch. Wir gehen nicht in das Spiel, um zu gucken, was passiert, sondern weil wir das Spiel gewinnen und ins Viertelfinale wollen. Dafür werden unsere Jungs alles geben. Das wird ein toller Abend am Meessen, egal wie das Spiel ausgeht!“

TuS Dassendorf empfängt den TSV Sasel: Oberliga-Spitzenspiel im Pokalachtelfinale

Einen Tag später bestreitet der amtierende Pokalsieger und DFB-Pokalteilnehmer TuS Dassendorf sein Achtelfinale. Am heimischen Wendelweg begrüßt das Team von Trainer Elard Ostermann um 13.00 Uhr den Staffelkonkurrenten vom TSV Sasel. In der laufenden Oberligasaison trafen die beiden Mannschaften schon zweimal aufeinander. Während Sasel das Hinspiel am Wendelweg mit 2:1 gewinnen konnte, setzte sich die TuS im Rückspiel deutlich mit 3:0 durch. Die Auslosung fand zwei Tage vor dem Rückspiel statt. „Das Los ist eine echte Herausforderung. Aber es gibt uns auch die Möglichkeit, uns für die Punktspiel-Niederlage zu Hause zu revanchieren. Es gibt sicherlich leichtere Lose. Aber wir freuen uns auf dieses Spiel als Jahresabschluss und am Mittwoch haben wir ja schon den Probelauf“, sagte TuS-Coach Ostermann nach der Auslosung und vor dem 3:0-Erfolg seines Teams.

Auch wenn dieser „Probelauf“ mit 3:0 gewonnen konnte, tritt TuS-Trainer Ostermann vor dem Spiel auf die Bremse. „Im Rückspiel haben wir den Doppelschlag erst kurz vor Schluss erzielt, da stand es lange nur 1:0. In der Liga waren es zwei enge Spiele und das erwarte ich auch am Samstag“, betont Ostermann, der aktuell noch einige Fragezeichen im Personal zu verzeichnen hat. Sein Gegenüber, der auf den Kader der vergangenen Punktspiele zurückgreifen kann, sieht seinen TSV nicht chancenlos. „Ich hoffe, dass wir das Spiel so lange wie möglich offen gestalten können und dass wir unsere Kräfte noch einmal mobilisieren können, um die kleine Chance, die wir haben, zu nutzen“, sagt Sasel-Trainer Danny Zankl, dem die Bedingungen aber etwas zu schaffen machen. „Auswärts auf einem tiefen Rasenplatz sind dabei nicht die besten Voraussetzungen für uns“, blickt der Übungsleiter voraus.

Drei Treffer im Hinspiel, drei Treffer im Rückspiel: Agit Aydin gegen den Klub Kosova

Wenn der VfL Lohbrügge auf den Klub Kosova trifft, dann müsste es eigentlich heißen: Agit Aydin gegen Kosova. Der 25-jährige Torjäger traf sowohl im Hinspiel als auch in der Rückrunden-Partie dreifach! Beim 3:1-Sieg in der Hinserie erzielte Aydin alle drei Treffer und im Rückspiel vor knapp zwei Wochen steuerte der Außenstürmer beim 5:3-Auswärtserfolg ebenso drei Tore bei. Also dürfte klar sein, wer am Samstag (14.00 Uhr, Binnenfeldredder) das Achtelfinale entscheiden dürfte? „Ich mache wieder drei“, sagt Aydin mit einem Grinsen, um anschließend aber ernsthaft zu betonen: „Es wird auf jeden Fall nicht so leicht wie bei den letzten beiden Partien. Kosova wird auf jeden Fall mit einer anderen Einstellung in die Partie gehen als davor, weil sie ja schon zwei mal gegen uns verloren haben.“ Doch trotz der zwei deutlichen Siege, werden sie beim VfL ihren Gegner nicht auf die leichte Schulter nehmen. „Wir werden sie jetzt nicht unterschätzen nur weil wir zweimal gewonnen haben. Jedes Spiel ist ein anderes und vor allem im Pokal. Unser Ziel ist es auf jeden Fall weiter zu kommen“, betont Aydin abschließend.

Das sieht sein Coach, der bereits unmittelbar nach der Auslosung vor dem „KK“ warnte, ähnlich: „Kosova ist eine spielstarke Mannschaft, die das Spiel sehr in die Breite zieht. Das wird eine sehr interessante Begegnung. Ich erwarte ein hochklassiges und schnelles Fußballspiel mit zwei mutigen Offensivmannschaften.“ Schneppel erinnerte sich gerne an die Partie vom 3. Spieltag zurück. „Das Punktspiel gegen den Klub Kosova war damals auf dem Kunstrasen. In dieser Partie haben wir sehr diszipliniert und konzentriert gespielt und den Punch immer zur richtigen Zeit gesetzt. Das war ein Paradebeispiel, wie unser Spiel aussehen soll“, erklärte der Coach gegenüber BOLZJUNGS. Und nachdem auch das Rückspiel in der Liga gewonnen wurde, steht dem VfL nun eigentlich nichts mehr im Weg, um das Viertelfinal zu erreichen, Herr Schneppel? „Bis auf Kosova“, hebt der Coach mit einem Lachen hervor, um danach ein Lobeshymne über den Gegner zu schwingen: „Dieses Team darfst du nie unterschätzen. Das ist eine mutige Mannschaft und fußballerisch top. Wenn sie Platz haben, spielen die dich auseinander. Daniel (Kosova-Trainer Daniel Sager, d. Red.) leistet gute Arbeit.“ Doch trotz des Lobes für den Klub Kosova ist die Marschroute am Binnenfeldredder klar. „Wir wollen ins Viertelfinale einziehen und dafür werden wir uns richtig anstrengen und alle Kräfte mobilisieren“, betont Schneppel, der einzig auf Duro Arlovic (Knöchel) verzichten muss. Neuzugang Marcel Walter steht vor seinem Debüt für den VfL.

Das Achtelfinale auf einem Blick:

Freitag, 07.12.2018:
19.30 Uhr: Oststeinbeker SV (Bezirksliga Ost) – SV Altengamme (Landesliga Hansa)
Samstag, 08.12.2018:
13.00 Uhr: TuS Dassendorf (Oberliga Hamburg) – TSV Sasel (Oberliga Hamburg)
13.00 Uhr: VfL Lohbrügge (Landesliga Hansa) – Klub Kosova (Landesliga Hansa)
15.00 Uhr: Dersimspor Hamburg (Landesliga Hansa) – SC Victoria Hamburg (Oberliga Hamburg)
Sonntag, 09.12.2018:
10.45 Uhr: FC Teutonia 05 (Oberliga Hamburg) – Wedeler TSV (Oberliga Hamburg)
13.00 Uhr: Rasensport Uetersen (Kreisliga 7) – TuS Osdorf (Oberliga Hamburg)
14.00 Uhr: HSV Barmbek-Uhlenhorst (Oberliga Hamburg) – SC Concordia Hamburg (Oberliga Hamburg)
Sonntag, 16.12.2018:
13.00 Uhr: TSV Buchholz 08 (Oberliga Hamburg) – FC Eintracht Norderstedt (Regionalliga Nord)