Revanche geglückt! SV Altengamme besiegt den Bramfelder SV 5:3

Altengammes Philip Alpen (16) hat den Ball. Lennard Bahn (BSV) kommt von links angelaufen. Foto: BOLZJUNGS

SV Altengamme – Bramfelder SV 5:3 (2:0)
ODDSET-Pokal, 4. Runde (Mi., 03.10.18, 14.30 Uhr)

Bereits am vierten Spieltag der Landesliga Hansa kam es zu der Begegnung Bramfelder SV gegen den SV Altengamme. Diese Partie konnte der BSV klar mit 4:0 für sich entscheiden. Schon nach 23 Minuten führte das Team vom Trainer-Duo Carsten Henning und Mirko Schulz mit 3:0. Als feststand, dass diese beiden Teams sich auch in der vierten Runde des ODDSET-Pokals gegenüber stehen, formulierte Jörn Geffert eine klare Ansage. „Das ist ein ganz gutes Los. So können wir uns schon früher als im Rückspiel für das desolate Auftreten revanchieren. Wir werden dem BSV einen ganz anderen Kampf bieten, als im Ligaspiel“, betonte der Trainer des SV Altengamme unmittelbar nach der Auslosung. Und Geffert hielt sein Wort. Der SVA gewann am heimischen Gammer Weg gegen den BSV mit 5:3 und steht damit zum ersten Mal in der Altengammer Vereinshistorie im Achtelfinale des ODDSET-Pokals.

Unter den Augen von Wacker-Trainer Hamid Derakhshan (s. unten) waren die Hausherren von der ersten Minute an hellwach und griffig in den Zweikämpfen. Die Altengammer überzeugten in den insgesamt 94 Minuten mit einer starken Mannschaftsleistung. Vor allem der Wille und die Leidenschaft waren zu spüren. Besonders die drei Offensivspieler Sandro Schraub, Philipp Heitmann und Jannis Reinhardt wussten zu überzeugen. So war es auch Heitmann, der mit seinem Schuss am Innenpfosten scheiterte und so unfreiwillig den Ball genau vor die Füße von Sandro Schraub legte, der nur noch einschieben musste. 1:0 für die Hausherren nach 31 Minuten. Sieben Zeigerumdrehungen später durfte Heitmann dann selber jubeln. Nach einem schönen Pass von Patrick Bierwagen lupfte Heitmann den Ball aus 23 Metern über den viel zu weit vor seinem Tor stehenden Ekin Cangöz zum 2:0 ins Netz (38.). Cangöz ersetze die etatmäßigen Nummer eins Sascha Kleinschmidt, die verhindert war. Die Nummer zwei erwischte keinen guten Tag und sah in einigen Situationen nicht gut aus.

Bramfeld kommt auf 2:3 ran, doch Schraub erhöht per Doppelpack

Sandro Schraub (li.) wird von seinem Trainer Jörn Geffert geherzt. Der Stürmer erzielte drei Treffer. Foto: BOLZJUNGS

Die Altengammer hätten vor der Pause sogar noch einen Treffer erzielen können. Doch ein Distanzschuss von Jannis Reinhardt klatschte ans Lattenkreuz (45.). Für die Bramfelder hatten Milos Ljubisavljevic und Juro Julardzija die besten Chancen. Doch entweder ging der Ball knapp vorbei oder der starke SVA-Keeper Matthias Schwartz hatte seinen Fuß dazwischen (19., 45.+1). „Die machen sie doch sonst rein“, kommentierte ein frustrierter BSV-Anhänger. Im zweiten Durchgang machten die Gastgeber da weiter, wo sie im ersten Abschnitt aufhörten. Sie spielten nach vorne. So erhöhte Markus Putfarcken mit einem Distanzschuss auf 3:0 (48.). Es deutete nun vieles auf eine klare Angelegenheit an. Doch die Bramfelder gaben nicht auf und kamen binnen drei Minuten auf 3:2 ran. Erst drückte Cedric Stoppel eine Flanke per Brust über die Linie (63.), kurze Zeit später markierte Juro Julardzija den zweiten Bramfelder Treffer (65.). Nun schienen die Gäste im psychologischen Vorteil zu sein. Doch der SVA ließ sich davon nicht beeindrucken. Zwar scheiterte Heitmann mit seinem Schuss noch am rechten Innenpfosten (68.), doch Schraub erhöhte mit seinem zweiten Treffer auf 4:2 (72.).

Es kam sogar noch besser für die Geffert-Equipe. Nachdem BSV-Keeper Cangöz den Ball genau in die Füße von Heitmann spielte, musste der nur noch auf Schraub quer legen, der zum 5:2 einschob (75.). Großer Jubel am Gammer Weg war die Folge. Zwar kamen die Bramfelder durch Niklas Remark noch auf 5:3 ran (81.), doch das reichte am Ende nicht für mehr. Philipp Bierwagen sah noch die Gelb-Rote Karte (90.+4), doch nach dem Abpfiff von Referee Johannes Mayer-Lindenberg (Harburger TB) kannten die Altengammer kein Halten mehr und es wurde ausgiebig gejubelt.

Geffert: „Was wir fußballerisch gemacht haben, war einfach grandios“

„Wenn man sich das Spiel anguckt, hatten wir genauso viele Torchancen wie Altengamme. Wir hatten aber bei vier Gegentoren Abstimmungsprobleme und haben Altengamme somit eingeladen. Wir haben es heute nicht geschafft, uns den Verhältnissen hier anzupassen und waren nicht griffig und giftig genug und haben alles so über uns ergehen lassen“, haderte BSV-Trainer Carsten Henning. „Nach den beiden Treffern waren wir wieder dran, haben es aber verpasst, weiter Druck auszuüben und kriegen dann durch individuelle Fehler das vierte und fünfte Gegentor“, sagte Henning.

Der SVA feierte im anschließenden Mannschaftskreis ausgiebig den Sieg. Foto: BOLZJUNGS

Seinem Gegenüber war die gute Laune ins Gesicht geschrieben. „Von der ersten bis zur letzten Minute haben wir gezeigt, dass wir diejenigen sind, die hier gewinnen wollen. Was wir heute fußballerisch gemacht haben, war einfach grandios“, schwärmte Jörn Geffert nach dem Sieg. „Eine so starke Mannschaft permanent in der Defensive zu halten, ist schon super. Das war schon eine runde Sache heute“, lobte der Trainer seine Schützlinge. Und welcher Gegner soll es nun im Achtelfinale sein, Herr Geffert? „Das ist mir total egal. Optimalerweise wird es ein Heimspiel sein, weil sehr viele klassenniedrigere Mannschaften als uns gibt es nicht mehr. Und dann wollen wir hier nochmal einen richtigen Kampf anbieten. Und das werden wir auch tun“, blickte der Coach nach vorne. Bevor das Achtelfinale ansteht, wartet aber erstmal wieder der Ligabetrieb auf den SVA. Doch einige Tage haben die Altengammer erst einmal frei. Denn das Spiel gegen den SC Vorwärts-Wacker 04 Billstedt findet erst am kommenden Dienstag statt (19.30 Uhr, Gammer Weg). Die Bramfelder empfangen bereits am Freitagabend den FC Elazig Spor (19.00 Uhr, Ellernreihe).

SVA: Schwartz; Peters (82. Böttcher), Behr, Schulz; Putfarcken (58. Czech), Bierwagen; Herzberg (68. Glitza), Reinhardt, Alpen; Heitmann, Schraub
BSV: Cangöz; Bahn (77. Ntiri), Remark, Lüdemann, Skalnik (65. Westpahl); Polzin (54. Mohr), Stoppel, Mellmann, Lüth; Julardzija; Ljubisavljevic