SC Wentorf: Trainer, Betreuer und Spieler bleiben alle an Bord – „Die Wentorfer Wohlfühloase geht weiter“

Kann zufrieden auf ein sehr erfolgreiches Jahr 2018 für seinen SC Wentorf zurückblicken: Übungsleiter Slavec Rogowski. Foto: Herzog

Sie hatten ein großes Ziel zum Saisonstart beim SC Wentorf. „Wir wollen uns zur Weihnachtsfeier keine Gedanken um den Abstieg machen müssen“, sagte Slavec Rogowski unmittelbar vor dem Saisonstart. Und als der Trainer am Samstag, den 22. Dezember vergangenen Jahres im Vereinsheim zur traditionellen Weihnachtsfeier bat, konnten sie, so wie im Sommer gewünscht, ohne große Abstiegssorgen feuchtfröhlich feiern. „Wir haben bis morgens um 3.00 Uhr auf der Tanzfläche Gas gegeben und die Krawatten hingen dann nicht mehr um den Hals, sondern um den Kopf“, sagt der 37-Jährige mit einem Grinsen. Denn nach 16 Partien liegt der Bezirksligist, der in den vergangenen Jahren immer wieder bis zum Schluss um den Klassenerhalt kämpfen musste, mit 29 Punkten auf einem beachtlichen fünften Platz. Zudem stellt der SCW mit Stürmer Marc Mauersberger (17 Treffer) den besten Knipser der Staffel. Außerdem hat die Rogowski-Equipe mit 42 erzielten Treffern die fünfmeisten Tore erzielt und mit 26 Gegentreffern die viertwenigsten kassiert. Also ein rundum zufrieden stellendes Zeugnis für den jungen Kader, Herr Rogowski? „Wir blicken auf ein bombastisches Jahr 2018 zurück. Sowohl die Rückrunde der vergangenen Saison (2017/18 8. Platz, d. Red.) als auch diese Hinserie sind sehr zufriedenstellend“, betont ein zufriedener Übungsleiter, der in dieser Spielzeit mit seinem Team seit dem 11. Spieltag die Top Fünf nicht mehr verlassen hat.

Das Team des SC Wentorf bei der traditionellen Weihnachtsfeier im eigenen Vereinsheim. Foto: SCW

Doch untätig waren sie beim SC Wentorf in der bisherigen Winterpause nicht. Anstatt einen Masterplan für die restlichen Spiele zu entwickeln, um doch noch in der Bezirksliga zu bleiben, wie es in den vergangen Jahren der Fall war, konnten Rogowski und Co. in der aktuellen Winterpause die Zeit nutzen, um die Personalplanungen für die kommende Spielzeit voranzutreiben. „Wir haben das Glück, dass es nach heutigem Stand keinen einzigen gibt, der die Mannschaft verlassen wird. Die Wentorfer Wohlfühloase geht somit weiter“, freut sich Rogowski bei der Bekanntgabe des aktuellen Planungsstands. Dieser beinhaltet, dass neben dem kompletten Spielerkader von 22 Akteuren auch das vollständige Funktionsteam um Cheftrainer Rogowski für die Spielzeit 2019/2020 zugesagt haben. „Wir haben uns zwischen den Feiertagen mit unseren beiden Ligaobmännern Dirk Stegen und Thomas Schwefel-Rauh zusammengesetzt und besprochen, wie es weiter geht und da sind wir schnell zu dem Entschluss gekommen, dass wir genauso weitermachen, wie in dieser Saison“, erklärt Rogowski, der dabei bewusst auf einen Vertrag verzichtet. „Seitdem ich hier in Wentorf bin, habe ich auf einen Vertrag verzichtet. Wir machen das hier rein auf Vertrauensbasis“, hebt der Coach hervor, für den eine Zusage für die neue Saison keine große Sache war. „Wentorf ist mein Verein, es macht einfach Spaß in Wentorf zu arbeiten und hier darf ich etwas mit gestalten“, begründet Rogowski seine Zusage.



Neben ihrem Cheftrainer bleiben den Gelb-Schwarzen also auch Co-Trainer Wjatscheslaw „Slawa“ Obert, Torwart-Trainer Malte Kroppach, Reha- und Athletik-Trainerin Daniela Östreich sowie das Betreuer-Team, bestehend aus Michael von Osten und Dietmar Schuldt, erhalten. Dass sie beim Bezirksligisten gute Arbeit leisten, bleibt dabei kein Geheimnis. So hat Rogowski schon zahlreiche Anfragen erhalten – auch von höherklassigen Vereinen, die finanziell lukrativ wären. Doch da hat der Coach eine klare Meinung. „Was wäre das für ein Zeichen an meine Jungs, wenn ich jetzt für Geld in die Oberliga gehe? Dann könnte ich nicht in den Spiegel gucken und wäre nicht ehrlich zu mir selbst. Denn ich habe ja immer gesagt, dass es hier in Wentorf kein Geld gibt. Frei nach unserem Motto #keinekohlefürskicken“, unterstreicht Rogowski, der neben dem Fußball auf Hobbybasis in seinem eigenen Fitnesskeller dem Boxen nachgeht. Und wohin soll in dieser Saison die Reise des SCW noch gehen? „Die Jungs wollen den fünften Platz nicht mehr abgeben – da kann sich jeder sicher sein. Unser Hauptziel, zu Weihachten keine Abstiegssorgen zu haben, haben wir schon erreicht. Nun ist unser Luxusziel, in den, wenn ich sie mal so nennen darf, europäischen Plätzen zu bleiben“, sagt der Coach mit einem Lachen und meint damit die obersten sieben Ränge. Ein realistisches Ziel für den SC Wentorf, der mit einem guten Gefühl in die Zukunft blicken kann – dank der geleisteten Arbeit in der Winterpause.