SCVM-Stürmerkarussell: Aschenbrenner weg, V/W Billstedts Oliver Kunkel kommt

SCVM-Stürmer Timo Aschenbrenner wird dem Bezirksligisten im Sommer den Rücken kehren. Foto: Herzog

Der Bezirksligist SC Vier- und Marschlande verliert seinen besten Torschützen (neun Treffer) der ablaufenden Saison! „‚Asche‘ (Timo Aschenbrenner, d. Red.) wird in der kommenden Saison nicht mehr bei uns spielen. Diese Entscheidung geschah in beiderseitigem Einvernehmen“, verkündet SCVM-Trainer Olaf Poschmann, der weiter erklärt: „Ob ‚Asche‘ wegen seinem Knorpelschaden vierten Grades im Knie überhaupt weiter spielen kann, ist derzeit mehr als fraglich.“ Da der SCVM in der kommenden Saison oben angreifen will und den Aufstieg als Ziel ausgegeben hat, ist die Personalie Aschenbrenner in Zukunft nur schwer unterzukriegen. „Wenn ‚Asche‘ eine Partie beschreitet, braucht er wegen seiner Verletzung erst einmal drei bis vier Tage Pause. Zudem ist er ein Spieler, der immer von Beginn spielen will. Das kann sich in Zukunft schwierig gestalten“, erkennt Poschmann über seinen langjährigen Weggefährten an, für den der SCVM-Coach nur positive Worte findet: „Er ist ein Typ, wie es ihn im Fußball heutzutage nur noch selten gibt. Auch wenn er verletzt war, war er immer dabei! Er hatte großen Anteil daran, dass es im vergangenen Jahr so gut gelaufen ist.“

Oliver Kunkel wechselt zum SCVM. Foto: Bode

Umso erfreulicher ist es für den SCVM, dass ein Hochkaräter als Nachfolger präsentiert werden kann. Mit dem 30-jährigen Oliver Kunkel kommt ein erfahrener Stürmer vom Oberligisten SC Vorwärts/Wacker Billstedt. „Ich freue mich, mit Oliver einen Stürmer zu bekommen, der seine Torgefahr bereits auch höherklassig bewiesen hat. Oli wird uns in vielen Bereichen verstärken und kann eine Führungsrolle einnehmen“, freut sich Trainer Poschmann über seinen 1,85 Meter großen SCVM-Rückkehrer, der in der Jugend unter anderem für den 1. FC Union Berlin auf Torejagd ging und für Billstedt in der abgelaufenen Spielzeit in 25 Spielen sieben Treffer markierte. Dennoch stellt Poschmann auch klar: „Oli sollte eigentlich kein Ersatz, sondern ein Zusatz sein. Wir standen bereits im vergangenen Jahr im Kontakt. Doch er hat sich am Ende verständlicherweise für die sportliche Herausforderung Oberliga entschieden. Dennoch ist der Kontakt nie abgebrochen.“

Stürmer Kunkel ist bereits der achte Neuzugang. Bislang neu hinzugekommen sind unter anderem Torwart Marc Brockmöller, Moritz Kühn und Fynn Spors, alle vom Bezirksliga-Konkurrenten SV Börnsen. „Drei ambitionierte und gute Neuzugänge“, betont Poschmann. Des weiteren stoßen Stürmer Tobias Kehr vom TSV Glinde („Eine gute Offensivkraft, die wieder richtig Lust hat!“), Rene Johannsen aus der vereinseigenen zweiten Herren („Im Defensivbereich eine absolute Waffe!“) sowie die Brüder Erik und Peer Wegner aus der A-Jugendspielgemeinschaft FC Bergedorf 85/SC Vier- und Marschlande hinzu („Ich bin sehr froh darüber, Spieler aus dem eigenen Verein hochzuziehen!“). Aus dem aktuellen Kader hat Coach Olaf Poschmann laut Vereinshomepage derzeit 14 Zusagen.

Starke Offensive – Trainer Poschmann zufrieden mit dem aktuellem Stand

„Alle acht Neuzugänge passen nicht nur auf, sondern auch neben dem Platz, menschlich zu uns und erfüllen genau unsere Anforderungen. Wir haben natürlich rechtzeitig mit den Planungen angefangen. Für uns ist es dennoch schwerer, einen guten Kader für unser Team zusammenzustellen. Wir liegen weiter außerhalb als andere Vereine, die vielleicht sogar höher spielen. Umso zufriedener bin ich mit den Neuverpflichtungen und den Spielern, die wir halten konnten. Lediglich in der Defensive sind wir noch nach einem Spieler auf der Suche“, fasst Trainer Poschmann zusammen, der sich besonders auf seine neue Offensive freut: „Unsere Offensive um die beiden Außenspieler Marc Oldag und Moritz Kühn, sowie die Stürmer Tobias Kehr und Oliver Kunkel kann eine Waffe werden!“

Nun geht es für den SC Vier- und Marschlande erst einmal in die wohlverdiente Sommerpause. Am 18. Juni beginnt die Vorbereitung – in der Poschmann viel vor hat. „Wir werden viele Dinge ausprobieren. Vor allem defensiv müssen wir besser und sicherer stehen, wenn wir nicht den Ball haben“, erklärt ‚Poschi‘ abschließend.