Serie beendet: SVB mit krassem Dämpfer beim 0:6 in Ahrensburg

Beim Begrüßen des Gegners war aus Börnsener Sicht noch alles in Ordnung. Foto: BOLZJUNGS

Es hätte der nächste so wichtige Erfolg im Abstiegskampf der Bezirksliga Ost werden können. Nach zuvor fünf Ligaspielen ohne Niederlage reiste der SV Börnsen mit breiter Brust und viel Selbstvertrauen zum Tabellensechsten Ahrensburger TSV. Doch schon nach drei Minuten war die anfängliche Euphorie verflogen. Ahrensburgs Marius Timm versenkte den Ball nach einer Ecke im Nachschuss. Was folgte, war ein Leistungsabfall im Vergleich zum starken Auftritt beim 2:1-Erfolg gegen den SC Eilbek in der Vorwoche. Am Ende musste sich der SVB mit 0:6 geschlagen geben.

Erst nachdem der starke ATSV-Stürmer Mihai-Vladut Bitez auf 2:0 erhöht hatte (15.), kamen auch die Gäste zu ihrer ersten Gelegenheit. Doch Clemens Brinkmann setzte nach einem Freistoß von Moritz Kühn den Ball knapp über die Querlatte (19.). Nur zwei Minuten später scheiterte Kühn selbst dann am gegnerischen Schlussmann Peter Grischke. In der kurz darauf folgenden Behandlungspause des angeschlagenen ATSV-Keepers Grischke holte SVB-Trainer Mike Breitmeier seine gesamte Mannschaft an der Auswechselbank zusammen, um sie wachzurütteln. „Männer, das ist es, was ich vor dem Spiel meinte. Wir haben verschlafen und uns ausgeruht. Jetzt gebt Gas!“, gab Breitmeier seinen Spielern mit aufs Feld. Zwar kamen die Gäste etwas besser in die Partie, doch Tore erzielten weiterhin nur die Ahrensburger. Nach einer Ecke war es der groß gewachsene Thore Seehaase, der auf 3:0 erhöhte – die Vorentscheidung (39.).

In Abschnitt zwei schlug dann erneut der starke Bitez zu, traf gleich doppelt zum 4:0 (52.) und 6:0 (82.). Zwischenzeitlich hatte Lennart Barge das 5:0 erzielt (66.). SVB-Trainer Breitmeier zeigte sich an der Seitenlinie derweil ratlos. „Wir hatten eine der geilsten Trainingswochen, seitdem ich hier Trainer bin. Zweimal auf dem Rasen mit so viel Tempo“, sagte der Coach verwundert. Auf die deutliche 0:6-Pleite hatte Breitmeier dann selbstverständlich nicht mehr so viel Lob auszusprechen: „Wenn man gegen diese Ahrensburger Mannschaft 95% der Zeit keine Zweikämpfe führt, dann bekommt man halt sechs Gegentore und geht auch völlig verdient in der Höhe als Verlierer vom Platz.“

SVB: Brockmöller; Graeber (58. Kleinert), Brinkmann, Bitterkleit, Lüdemann; Wolter, Senkpiehl; Kühn, Spors (21. Tamm), Busch; Krienke (56. Alsuofi)