Souveräner ETSV Hamburg gewinnt 4. E-Werk Cup des Barsbütteler SV

Der Turniersieger ETSV Hamburg. Foto: ETSV

Hier ein 8:0, da ein 0:7. Wer denkt, dass diese Ergebnisse beim 4. E-Werk Sachsenwald-Cup des Barsbütteler SV die deutlichsten waren, sollte eines Besseren belehrt werden. Denn der Bezirksligist ETSV Hamburg deklassierte in seinem ersten Gruppenspiel den zwei Ligen tiefer beheimateten SC Osterbek mit sage und schreibe 12:1 – und das in nur zwölf Spielminuten! Die Klassenunterschiede in der Gruppe A waren bei diesem Hallenturnier immens. Am Ende zogen der ETSV (zehn Punkte, 25:4 Tore) und der Willinghusener SC (neun Punkte, 11:10 Tore) aus der Kreisklasse 2 verdient ins Halbfinale ein. Gruppendritter wurde der Bezirksligist Ahrensburger TSV (sieben Punkte), gefolgt von den chancenlosen Teams des VfL 93 (drei) und dem SC Osterbek (null).

Gruppe B: Spannung pur bis zur allerletzten Sekunde

Als Sieger der Gruppe B stand bereits der Bezirksligist Teutonia 05 II (neun Punkte) fest, als Letzter der Farmsener TV aus der Kreisklasse 8 mit nur einem Zähler. Im letzten und alles entscheidenden Spiel der Gruppe B standen sich mit dem SV Börnsen und dem Gastgeber Barsbüttel zwei Ligakonkurrenten gegenüber. Der SVB, vor der Partie mit vier Zählern, musste den BSV (sechs Punkte) schlagen, um ins Halbfinale einzuziehen – und es sah gut aus. Vier Minuten vor dem Ende markierte Jannik Krienke das 1:0 für seine Börnsener. Doch fünf Sekunden vor dem Abpfiff unterlief der SVB-Defensive ein grober Schnitzer, den der Gastgeber ausnutzte und mit dem 1:1-Ausgleichstreffer den Halbfinaleinzug perfekt machte. Börnsen landete am Ende sogar noch hinter dem TuS Berne II auf Rang vier.

Kurioses „Trainer-Debüt“ beim SV Börnsen

Der unglückliche SVB wurde nicht, wie bei den bisherigen erfolgreichen Hallenturnieren, in denen sie jedes Mal ins Halbfinale eingezogen waren, von Co-Trainer Thorsten Koß gecoacht. Auch nicht vom Übungsleiter Mike Breitmeier. Denn beide waren privat verhindert. So gab es kurzerhand eine Überraschung auf der Bank zu beobachten. Mit Miriam Brockmöller, Oberliga-Fußballerin beim SC Wentorf, nahm kurzerhand die Ehefrau von Torwart Marc Platz. „Wir haben erst intern nach einer Lösung gesucht. Als sich dort nichts ergeben hatte, habe ich Miri gefragt. Die Jungs haben das gerne angenommen“, erklärte Keeper und Kapitän Marc Brockmöller. Und wie war es, von der Ehefrau gecoacht zu werden? „Ungewohnt, aber witzig“, fasste der Torwart knackig zusammen.

Turniersieger ETSV Hamburg marschiert allen davon

Im ersten Halbfinale schlugen die Eisenbahner nach ihrem Gruppensieg auch den Gastgeber Barsbüttel mit 2:0. Auch der andere Tabellenerste, Teutonia 05 II, setzte sich mit einem souveränen 5:0 gegen Willinghusen durch. Im Endspiel siegte der ETSV durch Tore von den starken Timo Czech und Kevin Göde sowie Jesper Garbers und Andreas Hinz dann souverän mit 4:1. „Das war ein souveräner Auftritt von uns. Der Futsal-Ball kam uns natürlich entgegen. Dieser Erfolg ist mit Sicherheit eine gute Motivation für die Vorbereitung“, sagte der zufriedene ETSV-Trainer Christopher Leitlof.

Die Platzierungen:
1. ETSV Hamburg
2. Teutonia 05 II
3. Barsbütteler SV
4. Willinghusener SC
5. Ahrensburger TSV
6. TuS Berne II
7. SV Börnsen
8. VfL 93
9. Farmsener TV
10. SC Osterbek