SV Nettelnburg/Allermöhe empfängt den FC Voran Ohe: Was ist eigentlich mit René Seibert?

Seltener Anblick: René Seibert im Trikot des SV Nettelnburg/Allermöhe. Foto: SVNA

Wenn der SV Nettelnburg/Allermöhe am morgigen Freitagabend (19.00 Uhr, Henriette-Herz-Ring) zum Jahresabschluss den FC Voran Ohe empfängt, kommt man zwangsläufig auf einen Namen: René Seibert. Der 28-Jährige wechselte vor dieser Spielzeit vom FCVO zum SVNA. Doch vor dem zweiten direkten Duell in der Landesliga mit seinem ehemaligen Verein, der von seinem Vater Rainer Seibert gecoacht wird, spielt René Seibert in sportlicher Hinsicht keine Rolle. Als gesetzter Mittelfeldmotor und Lautsprecher in Ohe wollte Seibert Junior in Nettelnburg eine „neue sportliche Herausforderung“ suchen, wie er gegenüber BOLZJUNGS im Zuge seines Wechsels verriet. Doch es kam alles anders.

Nachdem Seibert in seinem ersten Spiel für sein neues Team im Testspiel gegen den Bezirksligisten ETSV Hamburg (3:3) über die volle Distanz spielen konnte, musste der Mittelfeldspieler drei Tage später gegen Altona 93 II (1:1) nach etwa 20 Minuten verletzungsbedingt ausgewechselt werden. „Ich bin im Spiel einfach nur umgeknickt – ohne gegnerische Einwirkung“, erinnert sich René Seibert im Gespräch mit BOLZJUNGS. Die Diagnose damals lautete: Zwei Außenbänder im Sprunggelenk waren gerissen, das Syndesmoseband teilgerissen. „Als es passiert ist und ich es knacken gehört habe, konnte ich mir schon denken, dass es etwas schlimmeres ist. Diese Befürchtungen haben sich nach dem MRT dann leider auch bestätigt“, sagt Seibert. Diese Verletzung am 04.07.2018 war für den Neuzugang natürlich ein Schock. Bis heute hat der Mittelfeldspieler kein einziges Pflichtspiel für seinen neuen Verein bestritten. „Natürlich war die Verletzung für mich sehr bitter, nachdem ich gerade erst zwei Wochen zuvor in Nettelnburg gestartet bin“, skizziert Seibert.

„Meine Mannschaft ist top. Die Trainer, die Offiziellen und die Spieler stehen hinter mir.“

Trotz dieser bitteren Diagnose gab sich der 28-Jährige kämpferisch. „Leider war es dann nicht mehr zu ändern. Also war es das Ziel, so schnell es geht zurückzukommen“, betont Seibert, der den Wechsel zum SVNA zu keiner Zeit bereut hat: „Den Wechsel habe ich zu keinem Zeitpunkt in Frage gestellt. Meine Mannschaft ist top. Die Trainer, die Offiziellen und die Spieler stehen hinter mir und unterstützen mich. Ich fühle mich sehr wohl!“ Seit seiner Verletzung ist Seibert „so oft es geht bei der Mannschaft“ und arbeitet hart für sein Comeback. Doch das Match gegen seinen ehemaligen Verein kommt noch zu früh. „Ich bin mittlerweile wieder auf dem Trainingsplatz und mache Lauf- und Ballübungen. Ins Mannschaftstraining werde ich aber erst in der Wintervorbereitung einsteigen. Ich möchte so schnell es geht wieder fit werden und versuchen, der Mannschaft zu helfen“, blickt der ehemalige Oher voraus.

So wird René Seibert also auch das zweite direkte Duell gegen Voran Ohe, wie schon das Hinspiel am 17. August (1:1), verpassen. Das Spiel am Freitagabend wird sich Seibert als Zuschauer anschauen. Im Hinspiel unterstütze er Co-Trainer Matthias Hildebrandt, weil SVNA-Coach Daniel Andrade-Granados privat verhindert war. Und auf was für ein Spiel stellt sich der Zuschauer René Seibert ein? „Ohe kommt über Zweikämpfe, da müssen und werden wir dagegen halten. Deswegen wird es ein kampfbetontes Spiel“, erwartet Seibert Junior, der noch einige Kontakte zu seinem ehemaligen Verein pflegt. „Zum Trainer habe ich noch relativ viel Kontakt“, betont Seibert mit einem Grinsen im Gesicht, um anzufügen: „Auch zu Marco Pflug, mit dem ich privat befreundet bin, habe ich noch viel Kontakt. Ansonsten begrüßt man sich natürlich und quatscht, wenn man sich irgendwo sieht.“ Und morgen Abend werden sie sich sicherlich alle wieder sehen, wenn der SV Nettelnburg/Allermöhe den FC Voran Ohe empfängt – und René Seibert als Zuschauer am Henriette-Herz-Ring anwesend sein wird.