SVNA: Eingewechselter Mete Sahin trifft bei 6:1-Erfolg gegen Ex-Klub Buxtehude

Die Spieler des SV Nettelnburg/Allermöhe bejubeln einen ihrer insgesamt sechs Treffer. Foto: Herzog

SV Nettelnburg/Allermöhe – Buxtehuder SV 6:1 (3:1)
Landesliga Hansa, 24. Spieltag (Fr., 06.04.18, 19.00 Uhr)

Mete Sahin lief mit einem breiten Grinsen quer über den Sportplatz am Henriette-Herz-Ring in die Arme seines Trainers Daniel Andrade. Der Stürmer des Landesligisten SV Nettelnburg/Allermöhe erzielte beim 6:1-Kantersieg gegen den Buxtehuder SV den Treffer zum zwischenzeitlichen 4:1 (70.). Dass der 20-Jährige mit seinem Coach an diesem Abend gemeinsam jubeln wird, war vor dem Anpfiff noch nicht absehbar. Sahin hatte eine „super Trainingswoche mit einer Extra-Portion Motivation“ – wurde gegen seinen Ex-Klub Buxtehude von Andrade aber erst einmal auf der Bank gelassen.

Stürmer Mete Sahin (vorne). Foto: Herzog

Nach dem Schlusspfiff war es bei Sahin dann aber schnell wieder vorbei mit der Enttäuschung. „Mit dem Jubel wollte ich meinem Trainer zeigen, dass ich mehr will“, erklärte der 20-Jährige, der den BSV, wie er selbst erklärte, im vergangenen Sommer aufgrund „kleinerer Auseinandersetzungen“ verlassen hatte. Daraufhin kehrte er zu seinem Jugendverein SVNA zurück, wo ihm in dieser Spielzeit in bislang 23 Partien neun Treffer gelangen – nach Dustin Siegmunds 16 Treffern der zweitbeste Wert der Nettelnburger.

Letzterer war es auch, der den SVNA bereits nach sechs Minuten per Foulelfmeter in Führung brachte. Zuvor hatte Buxtehudes Danjuma Langer den Nettelnburger Masehullah Satari mit einem rotwürdigen Einsteigen von den Beinen geholt, sah aber nur die Gelbe Karte. Im Anschluss ging es dann Schlag auf Schlag. Erst scheiterten Satari (12.) und Elyas Ebadi (13.) an BSV-Schlussmann Dushan Pavlov. Eine Zeigerumdrehung später erhöhte Robert Spiewak mit einer sehenswerten Direktabnahme auf 2:0. Das 3:0 von Siegmund (21.) ließ die rund 90 Zuschauer von einem Kantersieg träumen – doch die SVNA-Akteure schalteten in der Folge einen Gang zurück. „Wir haben in dieser Phase stark nachgelassen. Das 1:3 hatte sich angedeutet“, ärgerte sich Trainer Andrade über die einzige Schwächephase seines Teams. Nach dem 1:3-Anschlusstreffer – Dennis Richter verwertete einen Foulelfmeter (23.) – geriet die Nettelnburger Defensive bis zum Pausenpfiff ins Wackeln, blieb aber ohne ein zweites Gegentor.

Zur zweiten Halbzeit kam dann auch Mete Sahin zum Einsatz und konnte es seinem Ex-Klub so richtig zeigen. Der Youngster krönte seinen engagierten Auftritt in der 70. Minute mit dem besagten Treffer zum 4:1. Egzon Vejseli zum 5:1 (80.) und der beste Nettelnburger Philipp Sander zum 6:1 (88.) schraubten das Ergebnis in die Höhe. „Ein absolut verdienter Sieg, dessen Höhe diskussionswürdig ist“, sagte Coach Andrade, der sich besonders mit einem seiner Akteure freute: „Es ist sehr schön, wenn solch ein Wechsel wie der von Mete aufgeht!“

SVNA: Erschens; Milke, Franz, Spiewak; Richard (66. Lubinski), Ali, Ebadi (74. Vejseli), Sander; Saqib, Satari; D. Siegmund (46. Sahin)
BSV: Pavlov; Tshidibu, Sama (80. Siegismund), Inacio, Sousa da Silva; Hassunizadeh, Krugmeier; Langer, Hamze (46. Aichaoui), Pfaffenroth (68. Faruke); Richter