SVNA: Trainer Andrade-Granados bleibt ein weiteres Jahr, Schindler kehrt zurück und ein Trio geht

Trainer Daniel Andrade-Granados steht auch in der nächsten Saison an der Seitenlinie und coacht den SVNA. Foto: Herzog

Ruhige Festtage? Die gab’s bei den Verantwortlichen des SV Nettelnburg/Allermöhe wohl nur mit Abstrichen. Denn bei dem Landesligisten leisteten Ligamanager Jan Arp und Co. über den Jahreswechsel scheinbar viel Fleißarbeit, was das Personal am Henriette-Herz-Ring angeht. Derzeit läuft es beim SVNA sportlich rund, der Klub steht mit 33 Punkten aus 19 Spielen auf einem guten fünften Rang. Grund genug, mit dem derzeitigen Trainer Daniel Andrade-Granados auch über die laufende Spielzeit hinaus zu verlängern – das haben die Verantwortlichen nun getan, wie sie in einer Pressemitteilung bestätigen. Bis Sommer 2020 läuft der neue Kontrakt des Übungsleiters.

Im November 2017 wechselte der 38-Jährige nach Nettelnburg, zuvor war er beim Ligakonkurrenten SV Altengamme zurückgetreten. „Die finalen Gespräche wurden bereits vor Weihnachten geführt und die Mannschaft offiziell auf der SVNA-Liga-Weihnachtsfeier am 22. Dezember 2018 im griechischen Restaurant Panorama informiert“, heißt es in der Pressemitteilung. Für „DAG“ war die Verlängerung schnell klar: „In der Konstellation war das ziemlich schnell klar. Wir arbeiten sehr gut Hand in Hand und zielführend. Wenn man sich die SVNA-Historie so anguckt, ist es eigentlich klar, dass wir in das vierte Jahr Landesliga gehen werden. So offensiv kann man das ruhig sagen. (lacht) Man muss und kann so deutlich sagen, dass wir uns nicht mehr als Fahrstuhlmannschaft sehen müssen.“




Stürmer Schindler kehrt vom DSV zurück: „Eigentlich wollte ich im Sommer aufhören.“

Wechselt das Jersey: Dominik Schindler im Trikot des DSV. Foto: Herzog

Besonders über einen Rückkehrer freuen sie sich am Henriette-Herz-Ring. Stürmer Dominik Schindler kehrt nach nur einem Jahr beim Staffelkonkurrenten Düneberger SV zum SVNA zurück. „Eigentlich ist Dominik kein richtiger Neuzugang. Ich hatte das Pech, dass bevor ich anfing, er sich dazu entschlossen hatte, den Verein zu verlassen. Da war ich alles andere als happy drüber. Er ist ein Ur-Nettelnburger und über seine sportlichen Qualitäten brauchen wir nicht zu sprechen. Er kennt alle unsere Spieler, daher braucht er, was das Zwischenmenschliche angeht, keine Eingewöhnungszeit. Das, was auf dem Platz geschieht, liegt an ihm“, so Trainer Andrade-Granados. Der 33-Jährige selbst erklärt: „Eigentlich wollte ich bis zum Sommer in Düneberg bleiben und dann aufhören. Doch ich habe gemerkt, dass der Zeitaufwand, um in Düneberg zu spielen, zu groß ist. Das habe ich Dennis (DSV-Trainer Dennis Tornieporth d. Red.) in einem Gespräch in der Winterpause mitgeteilt und er hat das verstanden. Dennis ein super Typ“, erklärt Schindler seinen Abgang vom DSV, um anschließend zu erläutern, dass sich die Rückkehr zur alten Wirkungsstätte dann von ganz alleine ergeben hat. „In Nettelnburg haben sie das dann mitbekommen, dass ich den DSV verlassen habe. Ich bin mit sehr vielen Leuten vom SVNA befreundet. Sie meinten dann, komm doch zurück und dann haben die Verantwortlichen mich angesprochen“, betont der Torjäger, der sich nun auf die Zeit beim SVNA freut. „Ich freue mich auf jeden Fall, wieder mit den alten Jungs zusammen zuspielen. Gegen Daniel (SVNA-Coach Daniel Andrade-Granados d. Red.) habe ich zweimal gespielt, aber unter ihm trainiert habe ich noch nie. Das ist eine neue Aufgabe, auf die ich mich sehr freue. Wir gucken, was für den Rest der Saison jetzt noch drin ist“, sagt Schindler, der nur sieben Minuten vom Henriette-Herz-Ring entfernt wohnt.




René Seibert steigt nach Verletzungspause ein – Trio um Philip Siegmund verlässt den SVNA

Des Weiteren steigt auch René Seibert nach seiner Verletzungspause zum Vorbereitungsstart voll mit ein. Der 28-Jährige kam im Sommer 2018 vom FC Voran Ohe und erklärt: „Ich freue mich natürlich sehr, dass es bald losgeht! Ich möchte dann so schnell es geht fit werden und versuchen, der Mannschaft zu helfen. Es freut mich auch, dass Dominik (Rückkehrer Dominik Schindler, d. Red) zurückkommt. Ich habe damals auch ein halbes Jahr mit ihm zusammengespielt.“ Dieses Vorhaben kann er nun endlich angehen. Auch sein Trainer Andrade-Granados ist froh darüber: „René hat sich lange auch neben dem Platz vorbereiten können. Ich bin absolut happy darüber, dass er jetzt einsteigen kann und hoffentlich fit bleibt. Das wünsche ich mir sehr für ihn. Er ist ein herausragender Charakter, das wurde schon neben dem Platz klar.“

Egzon Vejseli (l.) verlässt den SVNA im Winter. Foto: Herzog

Verlassen werden den SVNA hingegen der 19-jährige Youngster Milad Faez, der aus privaten Gründen (Umzug) zum Landesliga-Abstiegskandidaten TuS Berne wechselt, Egzon Vejseli (21), der aus beruflichen Gründen aufhört sowie Philip Siegmund (26), der aufgrund von Verletzungen seine Karriere (vorerst) beenden und im SVNA-Nachwuchsbereich Jugendtrainer wird. „Philip hat leider gar nicht gespielt in dieser Saison. Egzon hatte schon im vergangenen Jahr Anwesenheitshürden aufgrund seiner Ausbildung. Der Beruf geht da vor. Milad kam vor der Saison, ist dann leider umgezogen, was in der Kombination mit seiner Arbeit dazu führte, dass er den Fahrtweg nicht wirklich wahrnehmen kann. Ich hätte alle drei gerne an Bord behalten. Aber es ist so sicher besser für die Jungs. Ich drücke beiden die Daumen, außer wenn sie gegen uns spielen“, schließt Andrade-Granados, der diese Abgänge mit seinen zwei erfahrenen Neuen sicherlich gut ersetzen kann.