Tabellenführer behält im Stadtduell die Oberhand 

Foto: Herzog
Hamburger SV II – Altona 93 2:0 (1:0)
Regionalliga Nord, 15 Spieltag (Sa., 04.11.17, 12.00 Uhr)
 

Sie hätten die Ersten sein können, die den bisher ungeschlagenen Regionalliga-Tabellenführer hätten besiegen können. Doch am Ende musste sich Altona 93 dem Hamburger SV II im Stadtduell mit 0:2 geschlagen geben und rutschte sogar auf den letzten Tabellenplatz ab. Der Ligaprimus baute indes seinen Punktevorsprung auf zehn Punkte aus.

Die Hausherren dominierten die Begegnung vor über 1100 Zuschauern an der Wolfgang-Meyer-Sportanlage von Beginn an, erzielten durch Mats Köhlert eigentlich auch den frühen Führungstreffer (5.). Doch das Schiedsrichtergespann um Yannick Rath entschied auf Abseits. Im weiteren Verlauf sprangen beim Bundesliga-Unterbau von Trainer Christian Titz erst einmal keine nennenswerten Tormöglichkeiten heraus. Viel mehr war es der AFC, der zwei exzellente Chancen hatte. In der siebten Minute lief HSV-Schlussmann Morten Behrens viel zu früh aus seinem Kasten und ermöglichte somit Mark Hinze aus 25 Metern die Schusschance. Sein Abschluss prallte an den linken Pfosten, den Nachschuss konnte Marco Schultz ebenfalls nicht im HSV-Gehäuse unterbringen.

Kurze Zeit später ergab sich, nachdem HSV-Innenverteidiger Stephan Ambrosius wegrutschte, die nächste dicke Tormöglichkeit für Altona. Doch dem auffälligen Ulas Dogan versagten, freistehend vor dem Tor, die Nerven. Seinen Schuss konnte Behrens parieren (19.). So kam es, wie es kommen musste, und der Tabellenführer ging durch Henrik Giese in Führung. Mats Köhlert spielte seinen Gegenspieler auf der rechten Außenbahn gekonnt aus und flankte den Ball präzise vor das Tor, wo Giese diesen zum 1:0 über die Linie drückte (24.).

Die „Rothöschen“ dominierten im weiteren Verlauf zwar die Partie, zwingende Tormöglichkeiten sprangen in der ersten Hälfte aber nicht mehr heraus. Das lag auch an der kompakten Defensivleistung der Gäste, die mit einem geschlossenen 5-4-1-System auftraten. Im zweiten Abschnitt stand Bakery Jatta auf Seiten des HSV nach einer Ecke freistehend im Fünfmeterraum und bekam den Ball auf den Fuß serviert, doch er traf das Spielgerät nicht und lies diese Riesenchance leichtfertig liegen. Diese Szene war sinnbildlich für das Auftreten der Gastgeber (68.).

Die Schlussphase musste der HSV sogar mit einem Mann weniger absolvieren, nachdem Moritz Kwarteng die Gelb-Rote Karte gesehen hatte (73.). Bereits mit dem gelben Karton verwarnt, rauschte er von hinten in den kurz zuvor eingewechselten AFC-Akteur Jakob Sachs hinein. Doch die Hoffnung der Algan-Equipe auf ein spätes Ausgleichstor, erstickte Mohamed Gouaida in der 79. Minute im Keim: Auf der rechten Außenbahn zog Gouaida Richtung Strafraum und schlenzte den Ball sehenswert ins lange Eck – 2:0. In den letzten zehn Minuten hatte Bakery Jatta noch drei Möglichkeiten, die er allesamt leichtfertig vergab. Den Schlusspunkt hatte dann Altona-Kapitän Nick Brisevac, der mit seinem abgefälschten Distanzschuss die Chance auf das 1:2 hatte. Doch Behrens reagierte mit einer starken Fußabwehr (90.+4).

Nach dem Schlusspfiff pusteten die Spieler des HSV im kollektiv allesamt erst einmal durch. „Es war ein schwieriges Spiel für uns. Der Gegner stand sehr tief und mit allen Mann hinten drin. Das haben wir vergangene Woche beim 0:0 in Rehden schon so erlebt. Dennoch sind wir natürlich sehr glücklich über die drei Punkte“, analysierte HSV-Kapitän Sebastian Haut nach Spielende.

HSV II: Behrens; Seo (84. Ronstadt), Giese, Ambrosius, Mundhenk (75. Gmeiner); Haut; Köhlert, Gouaida, Kwarteng, Jatta; Knöll (74. Mohssen)
Altona: Grubba; Cayir (81. Buzhala), Wachowski (81. Thiessen), Aniteye, Holz, Edeling; Hinze, Hosseini, Brisevac, Dogan (68. Sachs); Schultz 

 

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