Torschütze muss verletzt ins Krankenhaus

Foto: Koch
SV Nettelnburg/Allermöhe – Juventude do Minho 7:2 (2:1)
Landesliga Hansa, 19. Spieltag (So., 03.12.17, 14.00 Uhr)
 
Die Partie hätte für Koffi Konan nicht besser beginnen können. Nach einem Eckball von Hamilton Alvarez Sanchez landete der zweite Ball nach einem verunglückten Schussversuch von Ali Bulut bei Konan, der das Spielgerät aus kurzer Distanz zum 1:0 unter die Latte beförderte. Und das gerade mal nach 60 Sekunden. Doch viel mehr Gründe zum Jubeln gab es für die Mannschaft von Juventude am heutigen Auswärtsspiel beim SV Nettelnburg/Allermöhe nicht – besonders für Koffi Konan nicht mehr.
 
Nachdem die Hausherren durch Muizz Saqib und Dustin Siegmund das Spiel gedreht hatten (9., 18.), ging die Nummer 27 der Gäste nach einem Eckball plötzlich mit lautstarkem Geschrei zu Boden (26.). Im Gewühl im Strafraum war nicht zu sehen was genau passiert war. „Er wurde von einem Gegenspieler auf Knöchelhöhe stark getroffen“, erklärte sein Trainer Jens Perez nach Spielende. Für Konan war die Partie beendet. Nach einer langen Behandlung am Platz – inklusive Spielunterbrechung – wurde er mit einem Krankenwagen ins Krankenhaus gefahren. BOLZJUNGS.de wünscht eine schnelle Genesung.
 
Danach wurde wieder Fußball gespielt und kurz vor der Halbzeit hatten die Gastgeber durch Siegmund und Tom Müller zwei gute Gelegenheiten die Führung auszubauen. Doch mit ihren Abschlüssen fanden sie in Juventude-Keeper Lukas Andresen ihren Meister (43.,45.). Das änderte sich im zweiten Durchgang. Innerhalb von 16 Minuten erhöhte die Mannschaft von Andreas Ferentinos durch den inzwischen eingewechselten Joshua Richard, Robin Meyer und erneut Siegmund auf 5:1 (48., 55., 64.). „Wir machen unsere Dinge nicht und bei denen ist jeder Schuss ein Treffer“, ließ Juve-Kapitän Jose Rodrigues Padinha seinen Ärger freien Lauf.
 
Die Nettelnburger erspielten sich durch schöne Kombinationen eine Menge an Torchancen. Zwischenzeitlich wirkte es so, als ob sich die Hausherren nahezu in einen Rausch spielten. Doch zum Ende hin ließen sie wieder nach – zum Unmut ihres Trainers. „Der Umstand, dass der Gegner ein bisschen nachlässt bewirkt bei uns nicht, dass wir es ausnutzen und die richtig auseinander schießen, sondern wir machen auch weniger. Dann kommt es noch zu einem Gegentor und das ärgert mich einfach. Viele stehen im Mittelfeld nur noch rum und denken das reicht ja“, analysierte Ferentinos verärgert.
 
Bevor es zu dem angesprochenen Gegentor durch Rafael Miler Lourenco kam (83.), erhöhte der eingewechselte Mete Sahin sieben Minuten zuvor auf 6:1. Sahin was es ebenfalls, der mit dem Schlusspfiff den 7:2-Endstand herstellte. „Wir haben jetzt 12 Tore in zwei Spielen geschossen und uns gut abgesetzt von den unteren Plätzen. Wenn wir unser Nachholspiel gegen Elazigspor gewinnen, dann ist es wirklich gut und dann kann ich mit gutem Gewissen gehen“, lächelte der Übungsleiter nach seinem letzten Heimspiel als verantwortlicher SVNA-Trainer.
 
Zum Lachen hatte sein Gegenüber nach der herben Pleite rein gar nichts. „Von dem Verletzungsschock mit Koffi konnten wir uns nicht mehr erholen. Da sind wir einfach untergegangen“, betonte Perez, der aber schon direkt den Blick in die Zukunft suchte. „Im Winter wird sich bei uns viel verändern. Wir haben schon einige Zusagen von Neuzugängen“, hatte der Coach dann doch noch einen Grund zur Freude.
 
SVNA: Winkmann; Wenk, Franz, Müller; Satari, Ali (46. Richard); Lubinski, Saqib (65, Sulejmani), Meyer; Siegmund (73. Sahin), Schindler 
Juventude: Andresen; Ak, Konan (29. Dahche), Fernandes, Taser; da Rocha (42. Tutak), Bulut, Miler Lourenco, Alvarez Sanchez; Rodrigues Padinha (83. Kirchner), Bayram 
 

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