TSV-Trainer Sören Deutsch trotz 1:3-Pleite zufrieden: „Man darf nicht nur das Ergebnis sehen.“

Glindes Vincent Bakker legt sich den Ball zum Freistoß hin, ATSV-Spieler Metehan Erdem schaut ihm dabei zu. Foto: BOLZJUNGS

TSV Glinde – Ahrensburger TSV 1:3 (1:2)
Bezirksliga Ost, 18. Spieltag (So., 25.11.18, 14.30 Uhr)

So richtig enttäuscht war Sören Deutsch nach der 1:3-Heimniederlage gegen den Ahrensburger TSV nicht. Trotz der Pleite, es war erst die zweite in den vergangenen neun Partien, lobte der Trainer des TSV Glinde seine Mannschaft nach Spielende. „Ich bin selten nach einer Niederlage so zufrieden. Ich hoffe, dass man nicht immer nur das Ergebnis sieht. Man darf gegen eine individuell bessere Mannschaft auch einfach mal verlieren“, erklärte Deutsch seine positive Laune. Allerdings gab es trotzdem auch etwas zu bemängeln: Dem 42-Jährigen missfielen das Aufwärmen und die erste Viertelstunde seines Teams. „Schon beim Warmmachen habe ich gedacht, dass das hier schwer wird. Die Anspannung war bei uns nicht wirklich da. Und das hat man auch in der ersten Viertelstunde gemerkt, damit bin ich nicht einverstanden. Aber mit der Leistung danach, damit bin ich hoch zufrieden“, analysierte Glindes Übungsleiter, der seine Taktik gegen die bärenstarke Offensive der Gäste wie folgt erklärte: „Unser Plan war ganz klar, dass wir sie da beschäftigen, wo sie Probleme haben. Wir lassen sie bis 25 Meter spielen und wollten dann im Zentrum in Manndeckung gehen und über unsere schnellen Außenspieler umschalten.“

Glinder verschlafen Anfangsphase – ATSV-Trainer Nagel stellt wegen Bo Gehrke um

Zufrieden trotz Niederlage: Glindes Trainer Sören Deutsch. Archivfoto: Herzog

Die anfängliche Schläfrigkeit der Gastgeber nutzte der ATSV prompt aus. Stürmer Paul Neumann-Schirmbeck besorgte per Hackentreffer die Führung (6.). „Ich glaube, dass wir das Spiel hier gut angegangen und verdient in Führung gegangen sind„, sagte Ahrensburgs Trainer Matthias Nagel. Doch mit der Zeit kam der TSV besser ins Spiel und durch Bo Gehrke zur ersten Gelegenheit (8.). Nach 22 Minuten klingelte es dann auch im ATSV-Gehäuse. Glindes Kapitän Khaibar Ibrahimi traf per Linksschuss zum Ausgleich. Die individuelle Klasse der Ahrensburger Offensive wurde allerdings beim 2:1 für die Gäste wieder sichtbar, als Metehan Erdem von der linken Seite aus spitzem Winkel sehenswert zur erneuten Führung einnetzte (31.). Es entwickelte sich eine Chancenflut auf beiden Seiten, Ibrahimi per Kopfball für den TSV (32.) und Yannick Aßmann (41.) für den ATSV hatten die besten Gelegenheiten.

In Abschnitt zwei blieb das Duell auf Augenhöhe, es war weiterhin „kein gutes Bezirksliga-Spiel“, wie ATSV-Trainer Nagel bewertete. Dieser konnte sich mit dem Schlusspfiff dennoch über den 3:1-Treffer seines Stürmers Neumann-Schirmbeck freuen (90.+3). Einzig Glindes pfeilschneller Außenstürmer Gehrke bereitete Nagel während der Partie große Sorgen. „Wir hatten über unsere linke Seite mit deren Zwölfer große Probleme, der war extrem gefährlich. In der zweiten Hälfte haben wir dann auf Viererkette umgestellt, um ihn auszuschalten. Das hat ganz gut geklappt, er hat dann irgendwann sogar die Seite gewechselt, da er links nicht mehr durch kam“, erklärte Nagel einen wichtigen Aspekt für den nun schon fünften Sieg in Folge. „Am Ende zählen nur die drei Punkte.“

TSV: Brandt; Gerloff, De Almeida, Berger (36. Ernst), Petersen (64. Griem); Behnken, Bakker, Hak (80. Da Silva); Kamal, Gehrke, Ibrahimi
ATSV: Saburido; Barge, Vogler, Aßmann; Guttenberger, Kohlsaat (46. Huppenthal); Ahrend, Heitmann (85. Dede), Erdem (90. Herholtz); Bitez, Neumann-Schirmbeck