TuS Dassendorf: Mirko Petersen wird Co-Trainer – Elard Ostermann heißester Kandidat auf Chefposten

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Sie wuchsen gemeinsam in Mümmelmannsberg auf. In der Jugend gingen sie zusammen zur Schule, kickten nachmittags auf dem Gummiplatz. Und auch als der eine Fußballprofi wurde, hielt der Kontakt weiter an. Die Rede ist von dem 36-fachen Bundesligaspieler (VfL Bochum und Hamburger SV) Elard Ostermann und Mirko Petersen. Letzterer wird nur zwei Monate nach seinem Aus beim Landesligisten SV Nettelnburg-Allermöhe im Sommer Co-Trainer beim Hamburger Oberliga-Serienmeister TuS Dassendorf. „Mirko kennt sich im Heimatgebiet prima aus. Aber vor allem seine Erfahrung als Cheftrainer war ein entscheidender Faktor, der uns sehr wichtig ist“, erklärt TuS-Sportchef Jan Schönteich die Entscheidung. Den Chefposten übernimmt aller Voraussicht nach Petersens Jugendfreund Elard Ostermann.

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In den vergangenen Jahren war der Kontakt zwischen Petersen und Ostermann ein wenig verflacht – bis zum Aufeinandertreffen des Regionalligisten Lüneburger SK Hansa und dem Bezirksligisten SV Börnsen im März 2016. Der drei Klassen tiefer spielende SVB, damals trainiert von Petersen, unterlag dem von Ostermann gecoachten LSK, der unter anderem mit dem heutigen Bayern-Profi Kwasi Okyere Wriedt auflief, nur mit 1:3. „Dort war Elard sehr angetan von unserer Arbeit“, sagt Petersen.

Für die beiden Jugendfreunde wäre das Engagement beim TuS derweil das erste gemeinsame. „Elard wollte mich schon einmal zum LSK holen, das kam aber nicht zustande“, erinnert sich Petersen, der in Dassendorf einen Vertrag für ein Jahr erhält. „Ich freue mich riesig. Das sind alles überragende Fußballer“, so Petersen weiter.

Bei Ostermann steht der finale Vollzug zwar noch aus, aber TuS-Sportchef Schönteich ist optimistisch, dass der Ex-Lüneburger schon bald als Chefcoach vorgestellt werden kann. „Elard ist unsere absolute Wunschlösung“, betont Schönteich, der sich auch bei dem derzeit noch aktiven Trainergespann Peter Martens / Thomas Hoffmann einen Rat zu deren Nachfolge geholt hat. „Wir sind super befreundet und wollen alle nur das beste für den Verein“, sagt der Dassendorfer Sportchef. Und vielleicht kann der Vollzug als verspätetes Weihnachtsgeschenk noch in diesem Jahr vermeldet werden.