Underdog stürzt den Tabellendritten

Foto: Herzog
TuS Hamburg — SV Börnsen 1:3 (0:1)
Bezirksliga Ost, 19. Spieltag (Fr., 01.12.17, 19.30 Uhr)
 
17 Monate ist es nun schon her: In der Sommervorbereitung 2016 zog sich Fynn Spors, damals im Trikot des FC Bergedorf 85 aktiv, einen Kreuzband- sowie einen Außenmeniskusriss zu. Mittlerweile ist der 21-Jährige für den Bezirksligisten SV Börnsen unterwegs, zu dem er im Sommer gewechselt war. Im Auswärtsspiel beim TuS Hamburg gab Spors in der 77. Spielminute sein Comeback. „Ich war ja schon drauf und dran, aufzuhören. Ich musste mich erst einmal zurecht finden auf dem Platz. Es war aber ein echt schönes Gefühl, zurück zu sein“, sagte Spors nach seinem Comeback, welches für ihn auch ergebnistechnisch ein gelungenes war. Am Ende siegten seine Börnsener mit 3:1 und verabschieden sich damit von den Abstiegsrängen.
 
Von Beginn an waren die Gäste vom SVB das wachere Team. Sie erspielten sich gute Chancen, versagten in der Folge allerdings vor dem Tor. „Wir haben die erste Hälfte einfach verpennt“, betonte Hasan Akgün, Trainer des TuS Hamburg. Und so gelang es der Mannschaft von Coach Mike Breitmeier, mit dem Pausenpfiff durch Marcel Hamester in Führung zu gehen (45.+1). „Wir haben uns das Leben dennoch selber schwer gemacht, hätten zur Pause schon ein bis zwei Tore mehr haben können“, sagte Breitmeier.
 
Nach dem Wiederanpfiff dann das schon oft geschehene Problem bei den Gästen. In der Anfangsphase des zweiten Abschnitts geriet der SVB wieder ins Schleudern — und kassierte folglich durch TuS-Kapitän Rene Ratke den 1:1-Ausgleichstreffer (48.). In der Folge war die Partie ein Duell auf Augenhöhe. Chancen auf beiden Seiten, schnelle Konter. Die beste Möglichkeit für die Gastgeber hatte Jan Dreyer per Kopfball, doch der starke SVB-Torwart Marc Brockmöller parierte (58.). Mit dem 2:1-Treffer nach einem schön gespielten Konter über die rechte Außenbahn, den Christoph Bolz per Kopf verwertete, gewannen die Gäste wieder an Sicherheit (68.).
 
Rückkehrer Spors konnte auch auf dem Feld noch ein Tor seiner Mannschaft bejubeln. Der ebenfalls eingewechselte Jannik Krienke markierte mit dem Schlusspfiff das 3:1 (90.+1). „Im zweiten Abschnitt waren wir das bessere Team, hätten zwei bis drei Tore mehr machen können“, betonte TuS-Coach Akgün. Doch für ihn war der Gegner kein typischer Abstiegskandidat: „Börnsen steht zu unrecht da unten drin.“
 
TuS: Maack; Lilje, Graske, Dreyer, Ildir; Schwager, Heber, Bernstein (75. Lips), Vidovic; Jerchel, Ratke
SVB: Brockmöller; Schardt, Brinkmann, Bitterkleit, Lüdemann; Senkpiehl, Hamester (68. Busch); Wolters, Steffens (89. Krienke), Tamm (77. Spors); Bolz
 

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