Verspäteter Satari bringt dem SVNA den Derbysieg gegen den VfL Lohbrügge

Siegtorschütze Masehullah Satari wird von Kapitän Oliver Franz bejubelt. Trainer Daniel Andrade-Granados und sein "Co" Olay Günay freuen sich mit den Beiden. Foto: Herzog

VfL Lohbrügge – SV Nettelnburg/Allermöhe 2:3 (2:1)
Landesliga Hansa, 25. Spieltag (Sa., 14.04.18, 14.00 Uhr)

Als Masehullah Satari den Fußballplatz am Binnenfeldredder in Lohbrügge betrat, waren in der Landesliga-Partie zwischen dem VfL Lohbrügge und dem SV Nettelnburg/Allermöhe bereits 20 Minuten gelaufen. Zu diesem Zeitpunkt stand es 0:0. Am Ende ging der SVNA durch einen 3:2-Erfolg als Sieger vom Platz – daran hatte auch Masehullah Satari seinen Anteil.

Der 28-Jährige musste bis 14.00 Uhr arbeiten, kam deswegen verspätet zum Spiel. In Minute 56 wurde Satari beim Stand von 2:1 für den VfL Lohbrügge ins Spiel gebracht. Ebenfalls betrat Tom-Philipp Müller den Platz. Nachdem Muizz Saqib mit seinem zweiten Treffer den Ausgleich erzielte (62.), waren es zehn Minuten vor Schluss die beiden eingewechselten Spieler, die den Siegtreffer beisteuerten. Müller setzte sich rechts durch und flankte in den Strafraum, wo Dustin Siegmund den Ball nicht traf. So landete das Spielgerät vor den Füßen von Satari, der die Kugel mit einem strammen Schuss ins Netz beförderte (80.).

Großer Jubel war die Folge. „Dass die beiden über viel Qualität verfügen, wissen wir. Und wenn sie dann als Einwechselspieler so einschlagen, ist das natürlich perfekt“, freute sich SVNA-Coach Daniel Andrade-Granados. Diese Freude war auch dem Torschützen selber anzusehen. „Eigentlich ist es egal wer das Tor macht. Hauptsache wir gewinnen die Spiele. Und heute war das eine super Mannschaftsleistung von uns“, strahlte der Siegtorschütze nach Spielende.

Kobas dreht die Partie – Doch Saqib antwortet mit seinem zweiten Treffer

Spiel gedreht – Antonio Kobas dreht zum Jubel ab, die SVNA Akteure können es nicht fassen. Foto: Herzog

Dass der SVNA dieses Landesliga-Derby gewinnen wird, danach sah es im ersten Durchgang nicht aus. Nach einer ereignisarmen ersten halben Stunde, erzielte Muizz Saqib die 1:0-Gästeführung (37.). Doch die Antwort der Gastgeber folgte prompt. Erst drückte Pascal Bäker eine Hereingabe von Duro Arlovic mit der Hacke über die Linie (41.), ehe 120 Sekunden später Antonio Kobas das 0:1 in eine 2:1-Halbzeitführung drehte. Vorausgegangen war ein Ballverlust von Ali Schewa im Mittelfeld.

Im zweiten Durchgang passierte nicht mehr allzu viel. Nach den besagten zwei Treffern des SVNA hatten die Gastgeber durch einen Kopfball von Anto Zivkovic und einen Schuss von Arlovic in die kurze Ecke noch zwei Möglichkeiten zum Ausgleich (88., 89.). Doch der SVNA konnte das Ergebnis über die Zeit retten und somit den 3:2-Derbysieg eintüten.

SVNA erreicht 34 Punkte Ziel – Mitrovic: „Wir laufen arrogant über den Platz.“

„Wir haben nach unserer Führung zehn unorganisierte Minuten gehabt, in denen Lohbrügge aus drei Chancen zwei Treffer erzielt. Da haben wir uns selber in die Bredouille gebracht. In der Pause haben wir uns dann für die zweite Halbzeit viel vorgenommen und wie wir das umgesetzt haben, darüber bin ich absolut happy“, sagte Andrade-Granados zufrieden, der sich ebenso über das Erreichen des gesteckten Ziels erfreuen konnte. „Als ich im Winter angefangen habe, haben wir gesagt, dass wir schnellstmöglich 34 Punkte holen möchten. Das war unser Primärziel und das haben wir heute geschafft“, erklärte ein glücklicher Coach.

Als glücklich konnte man den Gefühlszustand von seinem Gegenüber nicht bezeichnen. Nach Spielende saß Mato Mitrovic auf der Trainerbank und blickte enttäuscht ins Leere. „In der ersten Halbzeit machen wir ein super Spiel. Im zweiten Durchgang sieht man aber nichts mehr von uns. Wir denken, es läuft nach der Führung von alleine und laufen arrogant über den Platz. Dafür hat uns der Gegner bestraft und verdient gewonnen“, zeigte sich VfL-Lohbrügge Trainer Mato Mitrovic über den Auftritt seiner Mannschaft sichtlich verärgert.

VfL: Garvs; Fisekovic (82. Betzin), Erkan, Holz, Santelmann; Zivkovic, Reimers (69. Aydin); Arlovic, Gurbanian (55. Abdul Hafiz), Bäker; Kobas
SVNA: Erschens; Milke, Franz, Spiewak; Richard (56. Müller), Ebadi, Ali, Schewa; Viegas Santos (56. Satari), Sahin (69. Sahin), Saqib

Einige Impressionen zum Spiel von Maurice Herzog: