VfL Lohbrügge feiert dank „Brandic Katze“ einen 2:0-Sieg gegen Buxtehude

Lohbrügges Sandjar Ahmadi (weiß) behauptet gegen Buxtehudes Jeremy Faruke den Ball. Foto: Rokos

VfL Lohbrügge – Buxtehuder SV 2:0 (1:0)
Landesliga Hansa, 10. Spieltag (Sa., 29.09.18, 15.00 Uhr)

Als Schiedsrichter Andre Rosin (FC Elmshorn) die Landesliga-Partie zwischen dem VfL Lohbrügge und dem Buxtehuder SV abpfiff, wussten die Spieler des VfL, bei wem sie sich zu bedanken hatten. Im anschließenden Mannschaftskreis auf dem Rasenplatz am Binnenfeldredder wurde Torwart Alen Brandic mit „Brandic Katze“-Sprechchören gefeiert und mit Wasser aus den Getränkeflaschen begossen. Sie hatten sichtlich gute Laune beim VfL. Da haben sie aktuell auch guten Grund zu. Der 2:0-Erfolg gegen den BSV war der dritte Sieg in Serie und insgesamt der siebte Dreier aus zehn Partien. Dem gegenüber stehen drei Niederlagen. Kurios: Der VfL spielte noch kein einziges Mal Unentschieden. Damit hat sich das Team vom Trainer-Duo Elvis Nikolic und Sven Schneppel in der Spitzengruppe der Landesliga Hansa etabliert. Passend dazu schien die Sonne über dem Lohbrügger Sportplatz.

Doch dieser Sieg stand gehörig auf der Kippe. In der ersten Halbzeit hatten die Gastgeber zwar mehr vom Spiel, konnten sich aber kein klares Chancenplus erarbeiten. Anto Zivkovic hatte nach Vorarbeit von Duro Arlovic die beste Gelegenheit. Doch sein Abschluss ging knapp links am BSV-Gehäuse vorbei (20.). Die Gäste hatte durch Philip Simoes Inacio zwei sehr gute Möglichkeiten. Doch zweimal war Alen Brandic mit starken Reflexen zur Stelle (12., 14.). So deutete vieles auf ein torloses Remis zur Halbzeit hin.

Er hielt alles, was auf seinen Kasten kam: VfL-Keeper Alen Brandic. Archivfoto: Herzog

Doch einer war sich absolut sicher, dass noch ein Tor fallen würde. „Wir machen vor der Halbzeit noch das Tor“, sagte Elvis Nikolic zu Sven Schneppel fünf Minuten vor dem Halbzeitpfiff. Und Nikolic sollte recht behalten. 60 Sekunden bevor Referee Rosin zum Pausentee bat, gingen die Hausherren in Führung. Duro Arlovic setzte mit einem Seitenwechsel Pascal Bäker in Szene, der den Ball sauber mitnahm und ins lange Eck beförderte. Mit Hilfe des rechten Innenpfostens ging die Kugel ins Netz (44.). „Da hast du ja doch recht gehabt“, lobte Schneppel das „Orakel Nikolic“ und sprang ihm in die Arme. „Ich hatte einfach ein gutes Gefühl, dass wir vor der Pause einen machen“, sagte Nikolic später. 

Buxtehude hat eine Chance nach der anderen – doch Brandic ist zur Stelle

Im zweiten Abschnitt erspielten sich die Gäste eine hohe Anzahl an guten Möglichkeiten. Bereits drei Minuten nach Wiederanpfiff stand Emrah Oruc alleine vor dem VfL-Gehäuse. Doch auch diese Chance vereitelte Brandic (48.). Vor allem über die linke Außenbahn kombinierte sich der BSV bis zur Grundlinie und entwickelte Torgefahr. Doch entweder ging der Ball über das Tor oder der überragende Brandic bekam seine Finger dazwischen. So hatte Simoes Inacio in der 71. Minute seine dritte gute Chance. Aber auch diesen Kopfball konnte der Lohbrügger Torwart abwehren.

Sorgte für die Entscheidung: Duro Maskaljevic. Archivfoto: Herzog

So kam es, wie es kommen musste und der VfL bestrafte die mangelhafte Chancenverwertung. Mit einem Konter, den Duro Maskaljevic erfolgreich abschließen konnte, machten die Lohbrügger den  2:0-Heimsieg perfekt (90.). „Heute hatten wir das Glück auf unserer Seite und unser Torwart hat uns den Sieg gerettet“, resümierte Nikolic. Sein Gegenüber konnte seiner Mannschaft keinen Vorwurf machen, haderte aber mit der Chancenverwertung. „Wir hätten hier heute niemals verlieren dürfen. Doch wenn du die Tore vorne nicht schießt, wirst du hinten bestraft“, bediente sich BSV-Trainer Muharrem Tan an einer Fußballweisheit. „Wenn Jogi Löw heute hier gewesen wäre, hätte er den Torhüter von Lohbrügge mit Sicherheit in seinen Kader genommen“, attestierte Tan dem VfL-Keeper eine starke Leistung. Einziger Haken: Brandic ist Kroate.

VfL: Brandic; Ahmadi, Bozic, Hamdan, Santelmann; Zivkovic, Reimers; Arlovic (90.+1 Brkic), Gurbanian (67. Indulto), Bäker (72. Betzin); Maskaljevic
BSV: Kiziltas; Pfaffenroth (72. Kolou), Langer, Simoes Inacio, Mhamdi; Krugmeier, Sousa da Silva; Güraltunkeser (51. Saad), Aichaoui, Faruke (66. Sama); Oruc