VfL Lohbrügge verliert hitziges Aufstiegsduell gegen Dersimspor

Duro Arlovic traf nur den Pfosten. Foto: Herzog
VfL Lohbrügge – Dersimspor Hamburg 0:1 (0:0)
Landesliga Hansa, 21. Spieltag (Sa., 10.03.18, 14.00 Uhr)

Der Landesliga-Dritte VfL Lohbrügge hat trotz der 0:1-Pleite im Spitzenspiel gegen den Zweiten Dersimspor vielleicht doch noch die Chance, dieses Spiel zu den eigenen Gunsten zu entscheiden — uns zwar am grünen Tisch. Denn wie Coach Mitrovic nach dem Schlusspfiff verriet, werde man beim VfL prüfen, ob „das Gerücht stimmt, dass ein Gästespieler (Zana Demir, d. Red.) in einem vergangenen Futsal-Spiel die Rote Karte bekam und damit gesperrt gewesen wäre“, so der Kroate. Es wäre wohl der letzte Hoffnungsschimmer im Kampf um Platz zwei. So richtig sicher war sich nach dem Schlusspfiff aber keiner. Fakt ist nur: es ist nicht der Regelfall, möglich ist dies aber dennoch.

Während sich Mitrovic bei diesem Punkt noch unsicher zeigte, gab es für den VfL-Trainer nach dem Schlusspfiff ein Thema, bei dem er sich ganz sicher war. „Das war ein klares Foulspiel! Es ist wirklich schade, dass der Schiedsrichter zu diesem Ergebnis einen so großen Teil beigetragen hat“, gab der kroatische Übungsleiter erzürnt zu Protokoll. Ärgerlich war die Entscheidung aus Sicht der Lohbrügger auf jeden Fall. Denn aus dem umstrittenen Luftduell zwischen VfL-Abwehrspieler Hamza Erkan und dem Gäste-Angreifer Karim Derouiche resultierte der 1:0-Endstand für Dersimspor (78.).

Durch die Niederlage im Topspiel des Zweiten gegen den Tabellendritten vergrößerte sich der Abstand des VfL auf den zweiten Rang, der zu den Aufstiegsspielen berechtigt, auf neun Punkte. Am Ende war die Pleite nicht nur aufgrund des strittigen Zweikampfes vor dem Gegentreffer für den VfL eine unnötige. Denn nach anfänglichen Schwierigkeiten — Dersimspor kam durch Marco Löffke per Abseitstor (3.) und Hischem Metidji (7.) zu guten Chancen — kamen die Gastgeber besser ins Spiel und durch einen Kopfball von Duro Arlovic zu einem ersten guten Abschluss vor der Pause (41.).

Justin Loesche (li.) sah Gelb-Rot. Foto: Herzog

Nach dem Wiederanpfiff erhielt Lohbrügges Sechser Justin Loesche nach einem Foulspiel an den Ex-Bergedorfer und Curslacker Christopher Mahrt prompt die Gelb-Rote Karte (54.). Diese Szene ließ den dezimierten VfL allerdings erst richtig erwachen. Vier Minuten später traf Arlovic den Pfosten. Agit Aydin vergab zudem eine gute Gelegenheit und lupfte nach einem guten Solo über das Tor (63.), ehe die Gäste den 1:0-Siegtreffer markierten. „Wir haben Moral gezeigt und nie aufgegeben“, versuchte Mitrovic bei allen Ärgernissen das Positive aus dem Spiel zu ziehen.

Nach dem Schlusspfiff bewiesen die Gästespieler dann keinen guten Sportsgeist. Zwar hatten sie mit 1:0 gewonnen, doch die Dersimspor-Akteure gerieten aneinander. Der Grund: die Offensivspieler vergaben in der Schlussphase gute Gelegenheiten, die Führung auszubauen. Die Defensivakteure zeigten sich verärgert und wurden schon während der Partie lautstark. VfL-Trainer Mato Mitrovic sprach von „peinlichen Szenen der Gäste“ – und das völlig zurecht. Doch jeder Fußballer weiß, dass bei unserem Sport die Emotionen gerne auch mal ein wenig verrückt spielen, sich dies aber schon auf dem Heimweg wieder legt.

VfL: Garvs; Santelmann (50. Pallasch), Fisekovic, Erkan, Maskaljevic (82. Betzin); Hafiz, Loesche; Arlovic, Kobas, Aydin; Bäker (70. Gurbanian)
Dersimspor: Hentrich; Sekac, Topuzovic, Waseq, Yildiz; Styhn, D’urso; Metidji (88. Balde), Mahrt (89. Demir), Jawla; Löffke (63. Derouiche)