Wenn die Vorahnung zur bitteren Realität wird

Foto: Herzog
SC Wentorf — ETSV Hamburg 1:0 (0:0)
Bezirksliga Ost, 15. Spieltag (Fr., 03.11.17, 19.30 Uhr)
 
Christopher Leitlof hatte eine böse Vorahnung: „Das wird ein ganz schweres Spiel“, betonte der Trainer des Bezirksligisten ETSV Hamburg vor der Partie beim SC Wentorf. Sein Team war zwar klarer Favorit, doch der kämpferisch starke Gastgeber hatte den Eisenbahnern das Leben schwer gemacht, gewann am Ende sogar mit 1:0 und verschaffte sich damit viel Luft im Abstiegskampf.

Im ersten Abschnitt des Flutlichtspiels spielten nur die Eisenbahner. Mit den temporeichen Offensivakteuren kam der ETSV immer wieder zu guten Torchancen. Doch Kevin Göde (6., 32.), Timo Czech (35.) und Yanneck Schlufter (38.) scheiterten am erst 17-jährigen Wentorfer Keeper Niklas Runge oder verfehlten das Tor knapp. „Wir hätten uns nicht beschweren dürfen, wenn wir in Rückstand geraten wären“, gab SCW-Trainer Slavec Rogowski zu. Der Eisenbahner Chancenwucher sollte nach dem Wiederanpfiff dann bitter bestraft werden.

Erst vergaben Luis Henckell-Rosas (47.) und Joel Benett (49.) noch knapp. Doch in der 68. Spielminute war es dann Philip Fröck, der seine Wentorfer jubeln ließ. Nach einer maßgeschneiderten Flanke von Henckell-Rosas traf der Angreifer per Kopf zur 1:0-Führung. Was folgte, war eine Druckphase der Eisenbahner. Doch zu einem Treffer sollte es nicht mehr reichen. Dass Jungspund Phil Krieter wegen Ballwegschießens noch die Gelb-Rote Karte gesehen hatte (87.) und somit im nächsten Spiel gegen Barsbüttel fehlen wird, ist nur ein fader Beigeschmack eines immens wichtigen Sieges für den SCW.

Rogowski zog vor der Leistung seiner Wentorfer im Kreis nach dem Schlusspfiff seine Mütze, um später zu Protokoll zu geben: „Ich habe keine Stimme mehr! Unglaublich! Uns war bewusst, dass es das schwerste Spiel der Saison wird. Diese Eisenbahner Mannschaft ist unglaublich stark“, sagte ein stolzer Rogowski. Und sein Gegenüber? Der sollte mit seiner bösen Vorahnung Recht behalten: „Es ist immer schwer, hier Fußball zu spielen. Wentorf wollte dieses Mal einfach mehr.“

SCW: Runge; Braun, Floredo, Obert, Thiede; Henckell-Rosas (81. Ziems), Mauersberger; Krieter, Benett (65. Wahlich), Suck (57. Barz); Fröck
ETSV: Peter; Faez, Weigel, Schlufter, Garbers (81. Bollweg); Göde, Gür, Witthoeft, Grönsel (62. Paetzold); C. Papstein, Czech (62. Michailoglou)

 

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