0:1-Pleite! Ex-Klub FC Süderelbe vermiest Jean-Pierre Richter sein Pflichtspieldebüt mit der TuS Dassendorf

Hoch hinaus ging es in dieser Aktion für Süderelbes Tim Baris Schulze (li.), der sich gegen Dassendorfs Pascal Nägele durchsetzt. Foto: Herzog

TuS Dassendorf – FC Süderelbe 0:1 (0:1)
Oberliga Hamburg, 23. Spieltag (So., 24.02.2019, 13.00 Uhr)

Es war das Wiedersehen mit alten Weggefährten – nicht nur für Dassendorfs neuen Coach Jean-Pierre Richter. Auch für Markus Walek, der bis zuletzt den FC Süderelbe coachte und nun per sofort und bis zum Sommer als Co-Trainer bei der TuS fungiert. Dass dieses Wiedersehen eher negativ in Erinnerung bleiben wird, damit rechneten beide wohl kaum. Doch der Reihe nach. Wer Herr im Hause am Wendelweg ist, zeichnete sich schnell ab. Dassendorf mit gewohnt viel Ballbesitz, der FCS beschränkte sich aufs Kontern oder hoffte auf Fehler der Gastgeber. Genau so einen Fehler gab es dann in Minute 16 des Spiels zu sehen: Der sonst so sichere Rückhalt Christian Gruhne versuchte, den Ball mit dem Fuß weiterzuleiten, spielte jedoch Marcel Rodrigues in den Fuß. Der FCS-Angreifer schlug noch einen Haken in den Strafraum und drosch das Spielgerät an Amando Aust und Gruhne vorbei in die Maschen. „Das passiert, ist aber natürlich ein Fehler. Das Gegentor nehme ich auf meine Kappe“, so der Schlussmann demütig. Einige Zeigerumdrehungen später war der Keeper erneut unsicher, dieses Mal bei einem harmlosen Schuss. Er konnte aber nochmals nachpacken – ein Raunen von den 163 Zuschauern war zu vernehmen. Ein größeres Raunen gab es kurze Zeit später, als Mattia Maggio den Ausgleich auf dem Fuß hatte, die Hereingabe von Marcel von Walsleben-Schied aber nicht traf (44.). So ging der Gastgeber mit einem Rückstand in die Pause, in der Walek dann sicher noch ein paar Tipps geben konnte, wie sein alter Club zu knacken ist.

TuS Dassendorf rennt pausenlos an, bleibt damit aber erfolglos

Das neue Dassendorf-Duo: Chefcoach Jean-Pierre Richter (re.) und sein „Co“ Markus Walek. Foto: Herzog

Im zweiten Durchgang rannten die Hausherren an, hatten phasenweise rund 80 Prozent Ballbesitz, aber der Ball wollte einfach nicht ins Tor. Samuel Louca verpasste knapp (47.), Walsleben-Schied traf den Pfosten (56.), Lenz verzog über das Gehäuse (63.). FCS-Keeper Yalcin Ceylani, der auch diverse Male zupacken musste, sagte zu dieser Druckphase der Gastgeber: „Es waren krasse Situationen dabei. Das war schon ein Dauerfeuer, was sie da abgebrannt haben. Aber wir hatten heute das Glück. Maggio hat sich erste Halbzeit selbst getunnelt, da wusste ich, dass das Glück heute auf unserer Seite ist.“ Glück, welches das neue Trainer-Duo auf Dassendorfs Seite nur zu gerne gehabt hätte. Doch weder die Überzahl (Vedat Düzgüner sah die Ampelkarte in der 85. Minute), noch die lange Nachspielzeit brachte den Ausgleich oder den Lucky-Punch. Somit ging das Debüt für Richter und Walek in die Hose.

 

Jean-Pierre Richter: Das Ergebnis ist „frustrierend und enttäuschend!“

Während die Gäste lautstark ihren Sieg am Wendelweg feierten, war die Stimmung beim Serienmeister mächtig getrübt. „Das habe ich mir anders vorgestellt!“, sagte Richter gefasst aber enttäuscht und erklärt weiter: „Verzweifelt bin ich nicht während des Spiels, aber unruhig geworden. Wir haben viele Torchancen kreiert, aber nichts als Ertrag herausbekommen. Das ist schon frustrierend für die Mühen. Wir haben nichts zugelassen und das Gegentor war ein Fehler von uns. Aber das gehört dazu. Unter dem Strich war es für unsere Ansprüche deutlich zu wenig.“ Die Laune von Richters neuem Co-Trainer war ebenfalls getrübt: „Wir haben es nicht geschafft, in den 90 Minuten diesen einen Fehler auszubaden und sind natürlich enttäuscht. Das müssen wir aufarbeiten und in den nächsten Wochen verbessern.“ Im Hinblick auf die neue Zusammenarbeit sagte Walek: „Wir hatten noch nicht so viele Trainingstage, um einiges umzusetzen. Aber ich freue mich auf die nächsten Wochen und Monate und hoffe, dass wir Dassendorf wieder auf die Erfolgsspur bringen werden.“

TuS: Gruhne; Büchler, Aust, Lenz; Carolus (80. Hinze), Möller, Dettmann (85. Blohm), Louca (67. Kurczynski); Nägele, Walsleben-Schied, Maggio
FCS: Ceylani; Dzigbede, Reinecke, Hoeling, Sobczyk; Düzgüner, da Silva Moreira (64. Schulze), Hodolli, Keisef; Sa Borges Dju (72. Alvarez Sanchez), Rodrigues (90. Raji)

Bildergalerie von Maurice Herzog zum Oberliga-Duell: