0:2-Niederlage beim Rahlstedter SC: War es das mit dem Traum von der Oberliga für den VfL Lohbrügge?

Ein nachdenklicher Blick, der ins Leere geht: Elvis Nikolic, der zusammen mit Sven Schneppel den VfL Lohbrügge trainiert. Foto: Herzog

Rahlstedter SC – VfL Lohbrügge 2:0 (2:0)
Landesliga Hansa, 29. Spieltag (Fr., 17.05.19, 19.30 Uhr)

„Wir wollen die Partie unbedingt gewinnen und hoffen, dass Bramfeld zeitgleich Hamm United besiegt, damit wir am letzten Spieltag den zweiten Platz schon sicher haben. Denn Walek (Voran Ohe-Kapitän Daniel Walek, Anm. d. Red.) möchte uns am kommenden Sonntag natürlich ärgern“, sagte Elvis Nikolic vor dem Auswärtsspiel beim Rahlstedter SC am Freitagabend (17.05.19). Doch die Wunschliste von Nikolic, der zusammen mit Sven Schneppel den VfL Lohbrügge trainiert, wurde nicht erfüllt. Zum einen, weil sein VfL seine Hausaufgaben bei dem Abstiegskandidaten nicht erledigte und mit 0:2 verlor und zum anderen, weil zu allem Lohbrügger Überfluss der HUFC mit 3:1 beim feststehenden Landesliga-Meister Bramfelder SV (68 Punkte) gewann. So überholte Hamm United (64) die Lohbrügger (62) wieder in der Tabelle.

Und dass die Lohbrügger am 29. Spieltag wieder auf den dritten Platz abrutschten, haben sie selbst zu verantworten. „Wir haben als Team versagt und unsere Leistung nicht auf den Platz gebracht. Wir haben nicht gut gespielt“, analysierte Nikolic knallhart. „Es war nicht unverdient, dass Rahlstedt gewonnen hat. Die haben sich in jeden Ball reingeworfen und um ihr Leben gekämpft. Sie haben einfach den größeren Willen gezeigt“, betonte die eine Hälfte des Trainer-Duos. So lagen die Gäste bereits nach 34 Minuten mit 0:2 hinten. Yannick Hess (18.) und Almir Mesanovic (34.) erzielten die Treffer für den RSC, der am letzten Spieltag (in Buxtehude) um den Verbleib in der Landesliga Hansa kämpft. Zwar trafen Pascal Bäker und Javad Gurbanian noch im ersten Abschnitt jeweils die Latte, zu einem Treffer kamen die Lohbrügger, die die letzten zehn Minuten aufgrund einer Gelb-Roten Karte für Robert Pallasch (wiederholtes Foulspiel) in Unterzahl spielten, aber nicht mehr – dementsprechend groß war die Enttäuschung. „Selbstverständlich sind wir alle enttäuscht. Aber ab Sonntag geht der Blick auf die Partie gegen Voran Ohe. Wir wollen drei gute Trainingseinheiten absolvieren und dann unser Spiel gewinnen – denn wir schauen nur auf uns und nicht auf Hamm“, erläuterte Nikolic, der ganz klar an ein gutes Ende glaubt. „Das Witzige ist: Im Grunde bleibt alles beim Alten, das haben wir der Mannschaft auch so gesagt. Wir müssen uns nur auf uns konzentrieren, unser Spiel gewinnen und dann kommt das Positive von alleine“, blickte der Coach auf das Endspiel voraus.

So kommt es am kommenden Sonntag (26.05.19, 15.00 Uhr) zum großen Finale um Platz zwei in der Landesliga Hansa. Der aktuelle Platzhirsch, der Hamm United FC, spielt am heimischen Hammer Park gegen den Düneberger SV, während der VfL Lohbrügge den FC Voran Ohe am Binnenfeldredder empfängt. Und die Konstellation ist ganz einfach: Sobald der HUFC gegen den DSV mindestens einen Punkt holt, ist der Traum von der Oberliga für die Lohbrügger geplatzt. Denn bei einem Remis von Hamm United und einem eigenen Sieg gegen Ohe haben beide Teams 65 Punkte auf dem Konto – doch der HUFC (+54) hat das bessere Torverhältnis gegenüber dem VfL (+44), welches für die Schützlinge von Schneppel und Nikolic in einem Spiel nicht mehr aufzuholen ist. Heißt für die Lohbrügger: Das eigene Spiel gewinnen und auf eine zeitgleiche Niederlage von Hamm United hoffen. Eine Wunschliste, die der VfL um Elvis Nikolic auch für dieses Wochenende hatte. Der Ausgang ist bekannt.

RSC: Krysiak; Baake, Hintz, Kaufmann (78. Hospes), Hiob; L. Hess, Kloninger (53. Massoud); Y. Hess, Mesanovic, Theis; Voß
VfL: Brandic; Ahmadi, Hamdan, Bozic, Santelmann; Hafiz, Gurbanian (57. Indulto); Betzin (46. Pallasch), Zivkovic, Arlovic; Bäker