3:1 beim SC Concordia: SVCN seit sieben Spielen ungeschlagen – Platz 7 in der Rückrundentabelle

Nicht mit dem Kopf, sondern mit dem Fuß: Torschütze Sebastian Spiewak (4. v. r.) feiert mit seinem Teamkollegen. Foto: Herzog

SC Concordia Hamburg– SV Curslack-Neuengamme 1:3 (1:2)
Oberliga Hamburg, 31. Spieltag (Fr., 03.05.2019, 19.00 Uhr)

„Wir haben hier etwas gutzumachen. 1:6 und 0:6 sind wir hier zuletzt untergegangen bei Cordi. Also wer sagt, hier geht es um nichts – wir sind heiß. Wir wollen heute unbedingt gewinnen. Auch, um unseren Tabellenplatz zu festigen!“, erklärte der Manager des SV Curslack-Neuengamme, Oliver Schubert, vor der Oberliga-Begegnung beim SC Concordia Hamburg. Doch nicht nur die vergangenen Auftritte bei Cordi sollten korrigiert werden, sondern auch die Serie von sechs Partien ohne Niederlage in Folge wollten die Gäste fortführen. Doch viel passierte zunächst nicht am Bekkamp. Timo Lenz mit einer Chance (3.) – das war’s für lange Zeit in diesem Spiel. Eine Standardsituation musste her, damit es endlich klingelt: Gökhan Iscan servierte einen Eckball in den Sechszehner. Nach einem abgeblockten Kopfball von Marvin Schalitz stand schließlich Sebastian Spiewak goldrichtig und beförderte den Ball in die Maschen (24.). „Mit dem Fuß, digga!“, rief Spiewak über den Platz und freute sich über die Führung. Nur zwei Minuten später war es Lenz, der hätte erhöhen müssen. Das Tor war leer, aber der Angreifer verzog deutlich (26.). SCC-Trainer Frank Pieper-von Valtier beschwor nun Tempo herauf. Immer wieder animierte er seine Mannen, mutiger und vor allem schneller zu agieren. 

Ganitis erhört Pieper von Valtier, Ausgleich nur von kurzer Dauer

Theodoros Ganitis schien das Geflüster seinen Übungsleiters wahrgenommen zu haben. Der Angreifer drang über links in den Strafraum ein, Curslacks Trainer Matthias Wulff rief noch „nicht foulen“ – da war es auch schon zu spät. Spiewak hatte bereits zur Grätsche angesetzt und zeigte kein gutes Timing – Elfmeter. „Unnötig!“, so der treffende Kommentar von Wulff. Der Gefoulte trat selbst an und verlud Leon Giese im SVCN-Gehäuse – 1:1 (39.). Nur wenige Augenblicke traf Ganitis nach einem Eckstoß erneut, allerdings ins eigene Tor (43.). „Die beiden Gegentore dürfen nach den Ecken gar nicht passieren. Da müssen wir besser verteidigen. Zumal es auch eine klare Zuteilung gab“, monierte Verteidiger Jonas Kastl später. Für die Hausherren kam es sogar noch dicker: Nach nur 120 Sekunden im zweiten Abschnitt traf Julian Künkel nach toller Vorarbeit von Lenz und krönte seine gute Leistung mit dem Tor zum 3:1 vorzeitig. „Das spielte uns natürlich in die Karten“, resümierte SVCN-Trainer Matthias Wulff und erklärte weiter: „Danach werden wir phasenweise etwas selbstherrlich in der zweiten Halbzeit und es gibt einen offenen Schlagabtausch. Das hatten wir in der Phase gar nicht nötig, Cordi war nämlich tot und wir müssen ein Stück weit cleverer sein.“

Cordi versucht alles: Abseitstor, Außennetz, Giese pariert

In der Tat hatten die Gastgeber etwas Blut geleckt und kamen nochmals ins Spiel. Unter anderem, weil Lenz den Sack nicht zumachte (75.) und die Gäste es zuließen. Der vermeintliche Anschlusstreffer vom eingewechselten Maurizio d’Urso wurde wegen Abseitsstellung aberkannt (80.). Eine Kombination von Pascal El-Nemr, d’Urso und Benjamin Bambur fand nur das Außennetz (85.) und Leon Giese vereitelte in der Nachspielzeit klasse gegen Bambur (90.+2). So blieb es beim Auswärtserfolg der Curslacker, die mit diesem Erfolg ihre Erfolgsserie fortsetzten. „Wir sind seit sieben Spielen (fünf Siege und zwei Remis, Anm. d. Red.) ungeschlagen, in der Tabelle werden wir wohl nicht mehr nach oben wandern, aber das ist auch nicht entscheidend. Wichtig ist es, diese Phase jetzt auch mitzunehmen und es bis zum Ende durchzuziehen. Die Mannschaft und ich haben nämlich keinen Bock auf Sommerfußball. Nun haben wir noch zwei richtig geile Heimspiele gegen BU und Dassendorf – da haben wir nochmal richtig Bock drauf“, betonte Wulff, der mit seinen Curslackern in der Rückrundentabelle auf dem siebten Rang liegt, im Gesamttableau mit 44 Punkten auf dem elften Platz.

SCC: Böse; Rohweder, Logemann (67. Roesler), Vierling, Kastl; El-Nemr, Pinner (75. Werner), Zschimmer, Baur; Ganitis (67. D’urso), Bambur
SVCN: Giese; Wilhelm, Spiewak (60. Hoffmann), Schalitz, Beldzik; Rogge, Iscan, Papke, Künkel (77. Maskaljevic); Radic (85. Rohde), Lenz 

Eine Bildergalerie von Maurice Herzog: