4:1-Erfolg beim FSV Geesthacht: Doppelsturm schießt den Ahrensburger TSV früh zur Herbstmeisterschaft!

Die Spieler des Ahrensburger TSV bejubelten nach ihrem 4:1 beim FSV Geesthacht Tabellenführung und Herbstmeisterschaft. Foto: BOLZJUNGS

FSV Geesthacht – Ahrensburger TSV 1:4 (0:3)
Bezirksliga Ost, 12. Spieltag (Fr., 11.10.19, 20.00 Uhr)

Mit elf Siegen aus elf Spielen reiste die Übermannschaft der Bezirksliga Ost, der Ahrensburger TSV, am Freitagabend (11.10.19) im Rahmen des 12. Spieltags zum FSV Geesthacht. Diese Ausbeute bedeutete: Die Stormarner konnten in der Elbestadt bereits vorzeitig Nach nur zwölf Partien die Herbstmeisterschaft eintüten. Und das taten sie mit dem deutlichen 4:1-Erfolg beim FSV auch in ihrer inzwischen gewohnt souveränen und spielfreudigen Art und Weise! Wer soll dieses Team beim Gang in die Landesliga noch aufhalten?

Ahrensburger TSV mit Pressing und der frühen Führung durch den Top-Torschützen

ATSV-Trainer Matthias Nagel zeigte sich auf diese Frage zwar – wie es sich gehört – etwas zurückhaltend und sieht nach wie vor im SC Wentorf (15 Punkte Rückstand) sowie den dahinter liegenden Teams vom TSV Glinde, ASV Bergedorf 85 und MSV Hamburg zwar „weitere gute Mannschaften“, doch mit solch einer Ausbeute stellte der Coach auch klar: „Diese Serie ist unglaublich! Wir würden natürlich gerne hochgehen und wenn wir konzentriert weiter arbeiten, haben wir auch gute Chancen.“ Im Duell beim FSV, der bis dato in dieser Spielzeit zu Hause noch ohne Niederlage war, drückte Nagels Team von Beginn an den FSV in die eigene Hälfte. Nach sechs Minuten wurde das Pressing dann auch schon belohnt: Nach einem Ballverlust vom Geesthachter Defensivspieler Yasar Koca landete der Ball nach einer Hereingaben auf dem Kopf von ATSV-Topstürmer Mihai-Vladut Bitez. Der Rumäne versenkte aus fünf Metern zur 1:0-Führung. Die Schlossstädter zogen ihre Spielweise auch im weiteren Verlauf durch, der FSV kam durch einen Kopfball (11.) und einen Freistoß (17.) von Julian Kerschke zu seinen ersten Gelegenheiten, tat sich jedoch schwer, sich aus dem Pressing spielerisch zu lösen. Nach 19 Minuten nutzte der ATSV nach einer eigentlich geklärten Ecke den zweiten Versuch: Der Ball kam zurück auf Eckenschütze Dennis Sailer, der das Spielgerät flach hereinbrachte – und damit die zweite Sturmspitze, Paul Simon Benedikt Neumann-Schirmbeck, bediente, der nur noch zum 2:0 einzuschieben brauchte. Noch vor der Pause sollte der nächste Treffer folgen. Dieses Mal war es eine Kombination der beiden Sturmspitzen: Bitez steckte im richtigen Moment auf Neumann-Schirmbeck durch. Letzterer vollendete zum 3:0-Gästeführung (30.). Es herrschten klare Verhältnisse an der Berliner Straße!

Aus der Pause herausgekommen erspielten sich dann die Gastgeber die erste Gelegenheit: Wie schon im ersten Abschnitt war es Kerschke, der den Ball allerdings über das Tor setzte (47.). Dieser konnte sich dann drei Minuten darauf beim Spitzenreiter abschauen, wie man den Ball versenkt: Bitez erlief einen langen Ball kurz vor der Torauslinie, passte quer auf den einlaufenden Dennis Sailer, der mit seinem 4:0 für die Entscheidung sorgte (50.). „Ahrensburg ist einfach ein eingespieltes Team und qualitativ weit weg vom Rest“, gestand FSV-Trainer Idris Gümüsdere nach dem Spiel, lobte aber im selben Atemzug auch seine eigenen Jungs: „Wir haben uns hier nicht versteckt und nicht aufgegeben!“ Diese Aussage bestätigte sein Team mit dem 1:4-Ehrentreffer nach 59 Minuten durch den eingewechselten Routinier Andre Wengorra. Mehr war jedoch nicht drin für die Gastgeber. „Es ist keine Schande, gegen Ahrensburg zu verlieren – die Punkte müssen wir uns woanders holen“, erklärte Gümüsdere, während die Übermannschaft vom Ahrensburger TSV singend und springend lieber die Tabellenführung statt die Herbstmeisterschaft feierte. Nagel betonte abschließend mit einem Lächeln im Gesicht: „Von der Herbstmeisterschaft kann man sich nichts kaufen.“

FSV: Lohmeier; Simsek (52. Lening), Lübbers, Koca (52. Wengorra); Koukoulis, Özgenc (73. Temirci), E. Gök, H. Gök; Topcu; Kerschke, Bektas
ATSV: Grischke; Misselhorn, J. Vogler, Herholtz; Boa, Guttenberger, Kohlsaat (79. Stewart), Galica (64. Heitmann), Sailer; Neumann-Schirmbeck, Bitez (85. Grunwald)