4:3-Erfolg beim SV Nettelnburg/Allermöhe: Dem FC Voran Ohe gelingt der dritte Sieg im dritten Spiel!

Die Spieler des FC Voran Ohe hatten allen Grund zu Freude: Der 4:3-Erfolg gegen den SVNA war der dritte Sieg im dritten Spiel. Foto: Zerbian

SV Nettelnburg/Allermöhe – FC Voran Ohe 3:4 (1:1)
Landesliga Hansa, 3. Spieltag (Fr., 09.08.19, 19.00 Uhr)

Spektakel am Henriette-Herz-Ring! Sieben Tore, ein Platzverweis und ein Dreierpack von Marco Braesen! Dem FC Voran Ohe, gestartet mit einem 3:2-Sieg gegen Dersimspor Hamburg und einem 3:1-Erfolg gegen den Oststeinbeker SV, gelang am Freitagabend (09.08.19) mit einem 4:3 beim SV Nettelnburg/Allermöhe der dritte Sieg im dritten Spiel der noch jungen Landesliga-Saison. Damit grüßt der FCVO mit maximaler Punkteausbeute bis mindestens Sonntagnachmittag (11.08.19) von Platz eins in der Hansa-Staffel. „Das war kein gutes Spiel von uns in der ersten Halbzeit. Im zweiten Abschnitt kamen wir besser ins Spiel. Ohne die Rote Karte wäre es schwieriger geworden etwas aus Nettelnburg mitzunehmen. Aber das Wichtigste ist, dass wir drei Punkte geholt haben“, bilanzierte Trainer Rainer Seibert.

Dabei war der umjubelte Auswärtssieg beim SVNA ein hartes Stück Arbeit für das selbsternannte weiße Ballett. Das Team von Übungsleiter Daniel Andrade-Granados, welches mit zwei Niederlagen aus zwei Partien (1:3 Oststeinbeker SV, 1:6 ASV Hamburg) in die neue Spielzeit startete, begann stark und erzielte durch Offensivspieler Philip Stefaniuk, der liebevoll „Steffi“ gerufen wird, in der 19. Minute die 1:0 Führung. Doch dieser Vorsprung reichte nicht bis zur Pause, da Ohes Marco Braesen acht Zeigerumdrehungen vor der Halbzeit nach Vorlage von Sebastian Kaufmann zum 1:1-Pausenstand egalisierte (37.). Im zweiten Durchgang nahm die Begegnung dann so richtig Fahrt auf! Erst brachte Niklas Reimers die Hausherren um den ehemaligen Oher Kapitän und Trainersohn René Seibert erneut in Führung (53.), ehe es 180 Sekunden zum Knackpunkt der Partie kam – wie Andrade-Grandos, der nach seinem Urlaub in Schweden erst zur zweiten Halbzeit anwesend war, nach Abpfiff sagte. Nettelnburgs Ruven Scharnberg sah nach einem groben Foulspiel an Phillip Lang die Rote Karte (56.). „Der Platzverweis ist nachvollziehbar. Es sieht aus wie eine Tätlichkeit, aber aufgrund des Spielstands wäre es mir lieber gewesen, wenn der Schiedsrichter die Aktion als ‚Befreien aus der Umklammerung des Gegners gewertet hätte‘. Diese Entscheidung hat sicher etwas mit dem Blickwinkel auf die Situation zu tun“, so die Erläuterung von ‚DAG‘.

Nach diesem von Andrade-Granados bezeichneten Knack- und Wendepunk kam es für seine Equipe noch bitterer: Innerhalb von fünf Minuten drehten die Gäste vom Amselstieg die Partie. Yannik Andersson per direktem Freistoß und Braesen per Kopf mit seinem zweiten Tor trafen für die Elf von Trainer Rainer Seibert (63., 68.). „Nach der Roten Karte hatten wir ein leichtes Chaos. Eine Findungsphase nach einem Platzverweis ist aber normal“, kommentierte Andrade-Grandos diese entscheidende Phase. Als Braesen mit seinem dritten Treffer zum 4:2 vermeintlich alles klar machte (75.), verkürzten die Gastgeber kurze Zeit später durch Stefaniuks zweiten Torerfolg nochmal zum 3:4 (83.). Doch es blieb nur bei diesem Anschlusstreffer – zu mehr reichte es nicht mehr. „Nach dem Anschlusstreffer haben wir noch mal richtig Druck gemacht und alles daran gesetzt den Ausgleich zu erzielen. Leider waren die sehr überschaubaren drei Minuten Nachspielzeit nicht lang genug für uns“, sagte ‚DAG‘, der eine kämpferisch starke Leistung gesehen hatte. „Glückwunsch an Ohe, sie hatten in der zweiten Hälfte einen Tag der offenen Tür in unserer Rückwärtsbewegung. Der Platzverweis und der Treffer zum 2:2 brechen uns das Genick“, schloss der Nettelnburger Übungsleiter, der mit dieser 3:4-Pleite die dritte Niederlage im dritten Spiel einstecken musste. Am kommenden Samstag (17.08.19, 15.00 Uhr) gastiert der SVNA beim ehemaligen Verein ihres Trainers, dem SV Altengamme. Der FCVO empfängt einen Tag zuvor den Aufsteiger ASV Hamburg (16.08.19, 19.30 Uhr).

SVNA: Körner; Müller, Pawlikowski, Spiewak (86. Schade), Feilke; Scharnberg, Seibert; F. Reimers, Stefaniuk, N. Reimers (75. Öztürk),; Wischnewski (50. Schindler)
FCVO: 
Lenz; Lang, Walek, Sulinski, Gläser; Kaufmann, Saqib (78. Schulz); Andersson (87. Fischer), Schröder, Krieter (56. M. Gassmann); Braesen

Eine Bildergalerie von Wilfried Zerbian: