7:2-Sieg nach 0:2-Rückstand: ASV Hamburg holt sich seit dem 8. Spieltag erstmals die Tabellenführung

Die Freude über den 7:2-Sieg und die Tabellenführung steht den Spielern des ASV Hamburg ins Gesicht geschrieben. Archivfoto: Herzog

SC Eilbek – Oststeinbeker SV 2:7 (2:4)
Bezirksliga Ost, 24. Spieltag (So., 07.04.19, 10.45 Uhr)

Vor genau drei Wochen hatten sie beim ASV Hamburg nach dem 2:1-Auswärtssieg beim TSV Glinde allen Grund zur Freude: Durch die 1:2-Niederlage des Oststeinbeker SV beim SV Börnsen und dem eigenen Erfolg zog der ASV punktetechnisch (beide 47 Zähler) mit dem OSV gleich. Doch nur der Übungsleiter wollte dem Ganzen noch nicht so vertrauen. „Wir haben noch ein schwieriges Restprogramm vor uns. Wir können uns in vier, fünf Wochen unterhalten, vielleicht ist meine Laune dann besser“, erklärte Mohet Wadhwa, Trainer des ASV Hamburg, am 17. März. Gesagt, getan! 21 Tage später fragte der Redakteur den Übungsleiter erneut nach seinem Wohlbefinden. „Meine Laune ist um zehn Prozent gestiegen“, antwortete der 31-Jährige mit einem breiten Grinsen im Gesicht. Doch damit dürfte Wadhwa deutlich untertrieben haben. Denn: Durch einen 7:2-Auswärtssieg – bereits nach drei Minuten lag der ASV mit 0:2 hinten – beim SC Eilbek am Sonntagvormittag (07.04.19) hat der Verein von der Snitgerreihe zum ersten Mal seit dem 8. Spieltag (!) die Tabellenführung inne. Dadurch, dass die Oststeinbeker am Freitagabend nur 1:1 gegen den drittplatzierten Ahrensburger TSV spielten, überholte die Wadha-Equipe den wochenlangen Tabellenführer und grüßt nun vom Platz an der Sonne.

ASV-Stürmer Timo Aschenbrenner erzielte gegen den SC Eilbek fünf Tore. Archivfoto: Herzog

Besonders pikant: Am kommenden Sonntag (14.04.19, 13.00 Uhr, Snitgerreihe) kommt es zum direkten Aufeinandertreffen der beiden Aufstiegsfavoriten in der Bezirksliga Ost. Einen besseren Zeitpunkt hätte es für den Tausch an der Spitzenposition also nicht geben können, Herr Wadhwa? „Durch unsere Arbeit in den vergangenen Wochen haben wir uns die Trümpfe nun selbst in die eigenen Hände gelegt. Ich schaue aber nicht nur auf Oststeinbek. Wir haben noch fünf interessante Partien vor uns, auf die wir den Fokus legen müssen“, erklärte der Trainer. Eine Woche nach dem Aufstiegskracher gegen Oststeinbek empfängt der ASV den Ahrensburger TSV. Eine Woche später geht es zum ASV Bergedorf 85, ehe am 11. Mai der TSV Wandsetal an die Snitgerreihe kommt. Den Schlusspunkt der laufenden Spielzeit setzt die Wadhwa-Elf am letzten Spieltag mit dem Auswärtsspiel beim SC Vier- und Marschlande.

Durch den deutlichen Auswärtssieg an der Fichtestraße, an dem vor allem Stürmer Timo Aschenbrenner mit fünf (!) Treffern einen gehörigen Anteil hatte, hat der ASV nun 53 Punkte auf der Habenseite, damit zwei Zähler mehr als der OSV – der nach wie vor aber das bessere Torverhältnis hat (OSV +60, ASV +53). Doch dieser Sieg war trotz der Höhe ein hartes Stück Arbeit. „Der SC Eilbek hat uns, wie jedes Team bisher, das Leben schwer gemacht. Aber wenn du nach drei Minuten 0:2 hinten liegst und dann an einem Sonntagmorgen noch so zurückkommt, macht mich das unheimlich stolz. Die Mannschaft ist willig und gierig – das könnte unser Pluspunkt sein“, betonte der Coach, der sich über den 17. Sieg im 21. Spiel freuen durfte. Am kommenden Sonntag könnte der 18. Dreier hinzu kommen – und damit ein deutlicher Schritt in Richtung Landesliga gegangen werden. Dann würde Wadhwas Laune sicherlich mehr als um 10 Prozent steigen.

Tore: 1:0, 2:0 Pedram Hassan Zadeh Dehka (2., 3.), 2:1 Timo Aschenbrenner (22.), 2:2 Rathwan Al Radi (28.), 2:3, 2:4, 2:5, 2:6 Timo Aschenbrenner (33., 45., 59., 70.), 2:7 Alesson Fernandes Arguelho (85.)

SCE: Möller; Zöller, M. Gyasi, Gülaz, Christoglou; Scharnhorst, Nikolaides, Zadeh Dehka, Bandahl; Jerchel, Ross
ASV: Ullrich; Streib, Appiah, Fazl; Al Radi, Cayir, Barlak, Fernandes Arguelho; Kaba, Aschenbrenner, Farahi