Cordi-Kicker mit Vierlanden-Vergangenheit: „Natürlich haben wir uns mehr vorgestellt!“

Frederic Böse spielte einst sieben Jahre für den SVCN und hütet nun für Concordia das Tor. Foto: Herzog

Nach sieben Jahren ging die Ära von Frank Pieper-von Valtier bei Barmbek-Uhlenhorst, mit dem der Trainer 2015 den ODDSET-Pokal gewann, im Sommer des vergangenen Jahres zu Ende. Zur aktuellen Spielzeit übernahm der heute 46-Jährige den Oberliga-Konkurrenten SC Concordia Hamburg und begründete diesen Schritt bei Bekanntwerden seines Wechsels im April 2018 gegenüber dem Portal Fussifreunde.de wie folgt: „Weil ich ein sehr, sehr gutes Gespräch mit Matthias Seidel (Cordi-Präsident, Anm. d. Red.) hatte, in dem er mir erzählt hat, wie und wo er seinen SC Concordia sieht, wo sie hinwollen und was sie als Verein für die Zukunft planen. Ich fand das für mich sehr überzeugend und möchte gerne meinen Teil dazu beitragen, dass der Verein auch wirklich in die Richtung gehen kann, in die er gehen möchte.“ Nun, zwölf Monate und 29 Spiele als Cordi-Cheftrainer später, steht Pieper-von Valtier mit seinem Team in Hamburgs Beletage mit 34 Punkten auf Platz 13.

„In der Hinrunde hat es nicht so gut funktioniert.“ – Steigerung im Jahr 2019

Frank Pieper-von Valtier übernahm das Traineramt bei Cordi im vergangenen Sommer. Foto: Herzog

Am Wochenende unterlag Cordi nach zuvor sieben Punkten aus drei Partien dem aktuellen Meister TuS Dassendorf knapp mit 0:1. Dass dieses Duell auch hätte anders ausgehen können, da war sich die „Vierlanden-Fraktion“ vom Bekkamp im Anschluss einig. „Ein Unentschieden wäre gerecht gewesen“, betonte Torwart Frederic Böse und war damit gleicher Meinung wie seine Mitspieler Jonas Kastl (ehemals SV Curslack-Neuengamme und SV Altengamme) und Tom Bober (ehemals SVCN). Mit Andreas Goldgraebe und Cem Cetinkaya liefen zwei weitere aktuelle Cordi-Kicker bereits für die Vierländer vom Gramkowweg auf, Kapitän Sascha de la Cuesta spielte in der Jugend zudem beim SC Vier- und Marschlande. Keeper Böse traf am vergangenen Samstag gegen die TuS Dassendorf derweil auf seinen ehemaligen Klub, spielte vor seiner Saison am Wendelweg zudem insgesamt sechs Jahre für den SVCN. „Ich freue mich immer wieder, zurückzukommen. Aber ich bin jetzt bei Cordi und fühle mich dort wohl“, so der Schlussmann, der gegen seinen Ex-Verein Dassendorf wie die gesamte Mannschaft eine starke Leistung zeigte.

Dass sie am Bekkamp in der aktuellen Spielzeit aber weit hinter den Erwartungen liegen – statt in der Spitzengruppe findet sich Cordi aktuell auf Platz 13 wieder – liege auch an dem Wechsel vor der Saison auf der Trainerposition. „Der Trainer hat eine neue Spielphilosophie, da dauert das sicher alles ein bisschen länger. Wir haben schon eine gute Mannschaft von den Einzelspielern her, in der Hinrunde hat es aber nicht ganz so gut funktioniert“, erklärt Böse. Teamkollege Kastl bezieht auch das Team mit ein: „Die Saison ist bislang über weite Strecken unglücklich verlaufen und wir hängen hinter unseren Erwartungen. Natürlich haben wir uns mehr vorgestellt. Das Potenzial ist auch definitiv vorhanden, um nicht auf Platz 13 stehen zu müssen. Am Ende müssen wir uns an die eigene Nase fassen und auf dem Platz das abliefern, wozu wir in der Lage sind.“ Und das taten sie im Pflichtspieljahr 2019 bislang: Concordia verbuchte eine Leistungssteigerung, unterlag lediglich den Teams aus der Spitzengruppe und hat zumindest mit dem Abstieg nichts zu tun.

Die „Vierlanden-Fraktion“ fühlt sich wohl in Wandsbek

Cordis Jonas Kastl vor seiner Einwechslung gegen die TuS Dassendorf. Foto: Herzog

Die Cordi-Kicker mit Vierländer Vergangenheit freuen sich stets auf die Wiedersehen mit den ehemaligen Teamkollegen. Allen voran Tom Bober – und das aus einem guten Grund. „Es ist immer schön, gegen den Ex-Verein zu spielen. Dazu kommt noch, dass ich mit Flo Rogge (SVCN-Spieler Florian Rogge, Anm. d. Red.)  in einer WG wohne“, verrät Bober und fügt an: „Leider habe ich mich am Wochenende gegen Dassendorf aber verletzt und weiß noch nicht, wie lange ich ausfallen werde. Ich habe mir die Schulter im Spiel ausgekugelt und damit weiter gespielt.“ Offen ist damit, ob Bober am 03. Mai (Anstoß 19.00 Uhr) mit seinem SC Concordia Hamburg gegen seinen Ex-Verein, den SV Curslack-Neuengamme, auflaufen wird. Jonas Kastl und Frederic Böse hingegen werden aller Voraussicht nach beim Duell gegen ihren Ex-Klub SVCN dabei sein.

Ob die Vierländer Fraktion auch in der nächsten Spielzeit in Rot-Weiß auflaufen wird, bleibt abzuwarten. Kastls Zukunft („Wir haben eine gute Stimmung und es macht Spaß, mit den Jungs zu kicken.“) ist aktuell ebenso offen wie die von Keeper Böse. Letzterer erklärt gegenüber BOLZJUNGS, dass er „bereits mündlich zugesagt“ habe und schloss anschließend mit einer Kampfansage: „Nächstes Jahr wollen wir angreifen und dann versuchen wir, uns wieder besser zu platzieren!“