Düneberger SV siegt 4:0 beim TuS Berne: „Zu 95 Prozent haben wir den Klassenerhalt erreicht.“

Ausgelassener Jubel: Der DSV besiegte mit dem TuS Berne einen direkten Konkurrenten im Kampf um den Klassenerhalt. Archivfoto: Herzog

TuS Berne – Düneberger SV 0:4 (0:0)
Landesliga Hansa, 28. Spieltag (So., 12.05.19, 15.00 Uhr)

In der aktuellen Saison gab es für den Düneberger SV schon den einen oder anderen Tiefpunkt. Doch Trainer Dennis Tornieporth gab sich in der Vergangenheit stets optimistisch und selbstbewusst. „Im Mai spielen wir noch gegen Elazig Spor, Berne und Bergstedt. Das sind alles direkte Konkurrenten. Aus diesen drei Spielen müssen wir eigentlich neun Punkte holen und wenn wir bis dahin noch vier bis sechs Punkte holen, dann sollten wir es geschafft haben“, rechnete der Übungsleiter im Gespräch mit BOLZJUNGS Ende März vor. Und zwei Spieltage vor dem Saisonende hat der Aufsteiger das Wunder so gut wie geschafft. „Zu 95 Prozent haben wir den Klassenerhalt erreicht“, freute sich „Tornie“ nach dem 4:0-Erfolg gegen den direkten Konkurrenten TuS Berne. In der Vorwoche besiegte die Tornieporth-Equipe den FC Elazig Spor mit 7:0 – es fehlt also nur noch der Sieg gegen den SV Bergstedt, um die Rechnung des Coaches zu erfüllen. So liegt der DSV nach 26 Partien mit 28 Punkten auf dem zwölften Tabellenplatz und hat fünf Zähler Vorsprung auf die Abstiegsränge. „Letztendlich haben wir noch eine Hürde zu nehmen. Vielleicht sind wir am kommenden Freitag schon durch, wenn der VfL Lohbrügge den Rahlstedter SC besiegt. Da drücken wir unseren Nachbarn natürlich die Daumen“, erläutert der Übungsleiter.

Dass die Düneberger am kommenden Wochenende schon einen Matchball haben, lag auch am wichtigen Sieg gegen den TuS Berne. „Das war ein absolutes Sechs-Punkte-Spiel für uns, wobei Berne mehr unter Druck stand als wir“, untersuch der Trainer, ehe anschließend in die Analyse ging. „In der ersten Halbzeit haben wir abgewartet und geschaut, was passiert. Das Spiel fand ausschließlich im Mittelfeld statt. In der Pause haben wir dann gesagt, dass wir unser Spiel durchziehen wollen. Das haben wir dann richtig gut gemacht und durch schön herausgespielte Tore auch in dieser Höhe verdient gewonnen“, resümierte Tornieporth. „Es macht einfach Spaß zu sehen, wie die Jungs mit dem unbedingten Willen, einer unfassbaren Mentalität und Einstellung diese Partien gewinnen wollen“, schwingt der Ex-Profi eine Lobeshymne auf seine Schützlinge.

Tornieporth: „Ich fühle mich hier wohl und der Düneberger SV ist mein Heimatverein.“

Dennis Tornieporth bleibt auch in der kommenden Saison DSV-Trainer. Archivfoto: Herzog

Und wer hätte gedacht, dass sie in Düneberg zwei Spieltage vor Schluss von Spaß sprechen? Nach der Hinrunde war der Geesthachter Stadtteilverein mit sieben Pünktchen aus 15 Spielen abgeschlagenes Schlusslicht in der Landesliga Hansa. Doch mit gezielten Verstärkungen im Winter und einem siegessicheren Coach gingen die Düneberger mit ihrem großen Ziel in die Rückserie: dem Klassenerhalt. „Wir legen in der Rückrunde ein ganz anderes Auftreten an den Tag. Wir haben ein eingespieltes Team, das Woche für Woche auf dem Platz steht. Im Gegensatz zur Hinserie machen wir keine individuellen Fehler und schenken daher kein Punkte mehr her. Das ist eine geschlossene Mannschaftsleistung im Jahr 2019“, begründet der 36-Jährige den positiven Wandel im Vergleich zum vergangenen Jahr. So steht der Düneberger SV in der Rückrundentabelle auf einem beachtlichen sechsten Rang und hat mit 21 Punkten nach 13 absolvierten Partien dreimal so viele Zähler gesammelt, wie in der gesamten Hinrunde. „Wir haben uns in 2019 den Klassenerhalt hart erarbeitet und verdient“, betont der Coach, ehe er entsprechend glücklich formuliert: „Wenn wir folgerichtig im Jubiläumsjahr und darüber hinaus weiter in der Landesliga spielen, wäre das für den Verein und die Mannschaft ein Riesenerfolg weil wir im Winter schon totgesagt waren.“

Und sobald der Klassenerhalt endgültig in trockenen Tüchern ist, geht der Blick auf die nächste Saison. „Zu 95 Prozent haben wir den ersten Step erledigt. Anschließend beginnt die heiße Phase der Planung und dann kommen die weiteren Schritte mit der exakten Planung des Kaders“, erläutert Tornieporth den aktuellen Stand. Eines ist jedoch jetzt schon sicher: Der Trainer des Düneberger SV heißt auch in der kommenden Spielzeit Dennis Tornieporth. „Ich habe noch ein Jahr Vertrag. Ich fühle mich hier wohl und der Düneberger SV ist mein Heimatverein“, unterstreicht der Coach gut gelaunt. Diese gute Laune ließ sich der große HSV-Fan auch nicht nehmen, als feststand, dass der ehemalige Bundesliga-Dino auch in der kommenden Saison in der 2. Bundesliga spielt. „Der Erfolg mit dem Düneberger SV ist viel wichtiger als der HSV: Nur der DSV“, betonte Dennis Tornieporth abschließend.

Torfolge: 0:1 Lucas Gottschalg (66.), 0:2 Dennis Utecht (70.), 0:3 Lucas Gottschalg (77.), 0:4 Ruven Scharnberg (85.)
Restprogramm Düneberger SV: SV Bergstedt (H, 18.05.19), Hamm United FC (A, 26.05.19)

TuS: Krumhorn; Batbayli, Kroll, Graßmann, M. Theis; Migge (73. Zenker), Oelrich (57. Hein), Scheffel, Richter; Honig, Zinn
DSV: Kikillus; Behrens, Jeremias, Pauels; Özcerkes, Bektas (20. El Osman); Gottschalg (82. Wöhl), Scharnberg, Hoffmann; Cosgun, Utecht (87. Ketschojan)