Eindeutiges Bezirksliga-Topspiel: ASV Hamburg schickt den SV Börnsen mit einer 1:4-Niederlage nach Hause

Der ASV Hamburg hatte in der Partie gegen den SV Börnsen (4:1) allen Grund zu Freude. Archivfoto: Herzog

ASV Hamburg – SV Börnsen 4:1 (2:1)
Bezirksliga Ost, 23. Spieltag (So., 24.03.19, 13.30 Uhr)

Sie gingen als „Spitzenreiter-Besieger“ in dieses Topspiel: Der SV Börnsen besiegte am vergangenen Wochenende den Oststeinbeker SV, Tabellenführer der Bezirksliga Ost, am heimischen Hamfelderedder mit 2:1. Nun stand für den SVB nur acht Tage später der nächste Kracher an. Der Dritte gastierte beim Zweiten ASV Hamburg – und fuhr mit einer deutlichen 1:4-Pleite im Gepäck wieder zurück vor die Tore der Hansestadt.

Beide Teams treffen früh, ASV Hamburg mit Tor zum günstigen Zeitpunkt

Die Börnsener traten das Spitzenspiel stark ersatzgeschwächt an. Ohne die Stammspieler Philipp Rössing (Gelbsperre), Peer Stenner (Urlaub), Patrick Steffens (verletzt) sowie die gerade erst wieder genesenen Yannik Bol und Joshua Wolter ging es an die Snitgerreihe. Der Kapitän der zweiten Herren, Andre Brausendorf, stand in der Startformation. Auf der Bank nahm mit Philipp Ehmcke ein weiterer Akteur der „Zweiten“ Platz. „Der Kader ist dünner als noch in der Hinrunde. Ein paar Spieler sind im Rahmen ihres Studiums oder ähnlichem ein paar Monate weg“, erklärte SVB-Trainer Dennis Tesch die dünne Personaldecke.

Früh musste der Coach bereits das erste Gegentor mit ansehen. Timo Aschenbrenner, ehemals SC Vier- und Marschlande, brachte den Tabellenzweiten in Minute 12 in Führung. Lange dauerte diese aber nicht an. Alexander Tamm, Börnsens bester Torschütze, egalisierte schnell und markierte damit bereits seinen 13. Treffer in dieser Saison. Der Linksaußen der Gäste wurde von Christian Senkpiehl per langem Ball von der Mittellinie aus bedient und brauchte nur noch einzuschieben (16.). Dann passierte lange nichts – bis kurz vor der Halbzeitpause. Abdul-Nafe Farahi brachte seinen ASV Hamburg zu einem psychologisch günstigen Zeitpunkt erneut in Führung (42.) – ebenfalls sein 13. Saisontreffer. „Beide Gegentore fielen mit fleißiger Unterstützung von uns“, ärgerte sich Tesch, der sein Team für die Leistung in Hälfte eins trotz des Rückstands aber lobte: „Das war richtig gut, wir lagen eigentlich zu unrecht zurück.“

ASV Hamburg schließt zum OSV auf, der SVB rutscht auf Platz vier zurück

Nach dem Wiederanpfiff spielte vor allem der Gastgeber. Gerade einmal zehn Minuten waren absolviert, da besorgte erneut der Ex-Vierländer Aschenbrenner mit dem 3:1 die Vorentscheidung (55.). „Wir haben in der zweiten Halbzeit einfach zu viel gewollt und die Räume nicht mehr zu gemacht. Das darf gegen den ASV natürlich nicht passieren“, fand Tesch eine Erklärung für die Pleite. Spätestens mit dem 4:1 durch Alesson Arguelho (68.) war dann klar, welche Mannschaft das Topspiel für sich entscheiden wird. „In der ersten Hälfte war es ein ausgeglichenes Spiel. Danach haben wir Börnsen 45 Minuten an die Wand gespielt. Sie mussten aufmachen, wir haben die Räume dann brutal genutzt“, zog ASV-Trainer Mo Wadhwa, der an diesem Tag seinen 31. Geburtstag feierte und von seiner Mannschaft somit bestens beschenkt wurde, dasselbe Fazit wie sein Gegenüber. Vor allem das 4:1 beeindruckte: Nach einer Ecke der Gäste konterte der ASV schnell und kam über vier Kontakte zum Tor.

Nach diesem Dreier ist der ASV, der inklusive Testspiele seit 17 Partien ungeschlagen ist, wieder punktgleich mit Spitzenreiter Oststeinbek (beide 50 Punkte), der aber ein deutlich besseres Torverhältnis vorzuweisen hat (OSV +60, ASV +48). Der SV Börnsen rutscht aufgrund des 8:1-Erfolgs vom Ahrensburger TSV gegen den SC Schwarzenbek wieder auf Rang vier ab. Dennoch blickt Tesch zufrieden zurück auf den „Hammer-März“ mit Topspielen gegen Ahrensburg, Eilbek, Oststeinbek und nun den ASV Hamburg. „Wir hatten bis auf Wentorf nun alle von oben zweimal. Sieben von zwölf möglichen Punkten aus diesen Spielen, da können wir schon zufrieden sein“, zieht Tesch ein Fazit. „Auf den Aufstieg hatten wir ja jetzt nicht wirklich geschielt.“ Ganz im Gegensatz zum starken ASV Hamburg, dem ob der Punkteausbeute und dem guten Punkte-Koeffizienten am Ende wohl auch Rang zwei reichen würde. ASV-Coach Wadhwa stellt diesbezüglich klar: „Wir wollen aufsteigen. Wenn es über den Ersten geht, ist es natürlich umso schöner. Es wird jetzt auf die nächsten drei, vier Spiele ankommen.“

ASV: Ahmadi; Appiah, Barlak (85. Szymborski), Streib, Gyasi (68. Fazl); Arguelho, Ucan; Kaba, Fahari, Al Radi; Aschenbrenner (79. Masharqi)
SVB: Stephan; Lüdemann, Brausendorf (89. Heller), Brinkmann, Rutkowski; Ohrt (81. Ehmcke), Kleinert, Senkpiehl, Tamm; Hamester, Bolz (65. Bitterkleit)