Geglücktes Debüt von Altengammes neuem Chefcoach Jan Krey: „Wichtig ist die Null hinten!“

Altengammes Sportlicher Leiter Philipp Mohr (l.) wird den künftigen Chefcoach Jan Krey bis zum Saisonende als Co-Trainer unterstützen. Archivfoto: Herzog

SV Altengamme – TuS Berne 3:0 (2:0)
Landesliga Hansa, 23. Spieltag (Sa., 23.03.19, 15.00 Uhr)

Es war das erste Spiel für Trainer Jan Krey nach dem erfolgreichen Engagement von seinem Vorgänger Jörn Geffert, der seit kurzem nicht mehr Chefcoach des Landesligisten SV Altengamme ist. Krey agierte unter Geffert als „Co“, übernahm gegen den TuS Berne erstmals die Kontrolle an der Seitenlinie. Dort wird ihm erst einmal Philipp Mohr, der aktuelle Ligamanager des SVA, helfen. „Ich werde Jan bis zum Sommer an der Linie unterstützen, wo es nur geht, aber ich muss zugeben: Viel Ahnung habe ich vom Trainersein nicht“, so Mohr mit einem Grinsen im Gesicht. Zwei Wochen hatte Krey vor dem Heimspiel gegen Berne nun Zeit, Änderungen vorzunehmen. Allerdings gab es solche (noch) gar nicht. „Natürlich hat man seine eigenen Ideen, aber ich habe für heute lediglich nachjustiert. Der Torwartwechsel von Alexander Golinske zu Matthias Schwartz ist verletzungsbedingt fünf Minuten vor dem Anpfiff vollzogen worden. Da ich selbst ein defensiver Spieler war, ist die spielerische Ausrichtung zudem auch dementsprechend gewesen“, gab der stets gut gelaunte Coach später zu Protokoll. Nicht nur wegen dieser Ausrichtung passierte in den ersten 30 Minuten so rein gar nichts am Gammer Weg. Die Altengammer setzten die defensiven Vorgaben gut um und die Gäste waren nicht präsent. Ein Schussversuch der Gäste (10.) und ein Fehlversuch von SVA-Angreifer Jonas Buck (24.) waren da schon die „Top-Möglichkeiten“ (O-Ton eines Zuschauers).

Philip Alpen eröffnet, SVA mit Chancenwucher nach der Pause

Jonas Buck (vorne) wird nach seinem 2:0-Treffer von Marco Schulz eingefangen. Foto: Herzog

Der angeschlagene Altengammer Stürmer Sandro Schraub vergab nach einer halben Stunde zunächst, durfte danach jedoch mit seinen Mitspielern jubeln. Denn den anschließenden Eckstoß von Philipp Heitmann bugsierte der völlig alleingelassene Philip Alpen in die Maschen des geschlagenen Torwarts Jan Andre Mehlhorn (31.). Das 2:0 der Gastgeber folgte dann sogar noch vor dem Pausenpfiff. Bernes Terje Scheffel vertändelte den Ball ohne unter Druck zu sein, Buck kam an die Kugel, legte diese an Jude Graßmann vorbei, um dann unten rechts einzuschieben (39.). Der sonst ruhige Trainer Krey freute sich über den „wichtigen Treffer vor der Pause“. Nach dem Seitenwechsel dachten sich sicher einige am Gammer Weg, dass der TuS Berne nochmals alles reinwirft, um den Anschlusstreffer zu erzielen. Dazu kam es aber nicht, denn Chancen erspielte sich nur der SVA, die leichtes Spiel hatten: Schraub an den Pfosten (46.), Heitmann an die Latte (46.) und Alpen vorbei (48.) – ein Raunen nach dem anderen hallte über den Deich. Erst in der 53. Minute konnte Buck dann nach einem Freistoß von Patrick Bierwagen zum 3:0 einnicken und ließ so gar kein Aufbäumen der Gäste mehr zu. „Zwei der drei Chancen habe ich gar nicht gesehen. Da war ich noch auf dem Weg zum Platz“, sagte der enttäuschte TuS-Übungsleiter Frank Neben. Danach endete die Partie, wie sie begonnen hatte: Ein Schüsschen hier, ein Versuch dort, aber es passierte nichts zwingendes mehr auf dem grünen Geläuf. So durfte Jan Krey seinen ersten Sieg als Chefcoach um 16:50 Uhr an der heimischen Spielstätte ausgiebig bejubeln.

Frank Neben: „Ich wollte eigentlich nicht nur unterwegs tanken!“

Geknickt: Bernes Keeper Jan Mehlhorn. Foto: Herzog

„Wir haben heute defensiver gespielt, die Jungs haben das gut gemacht. Das Ganze ging natürlich zu Lasten unserer Offensive. Nach dem 1:0 sind wir ins Rollen gekommen, machen dann völlig verdient das 2:0 und kommen nach der Pause raus, wie die Feuerwehr. Defensiv standen wir weiter gut. Wir haben letztlich 3:0 gewonnen. Die null hinten ist dabei sehr wichtig.“, freute sich Krey nach dem Abpfiff und blickte im Anschluss schon einmal voraus. „Wie es ab Sommer weiter geht, weiß ich nicht. Der Verein und ich werden Vorstellungen haben und dann müssen wir uns mal unterhalten, wie es im Sommer aussieht“, sagte Krey abschließend. Wie es bei den Gästen aussieht, ist derweil klar: 20 Punkte und weiterhin mitten im Abstiegskampf. Trainer Neben wirkte etwas verzweifelt: „Ich wollte eigentlich nicht nur unterwegs Tanken, sondern hier auch etwas mitnehmen. Aber im Grunde können wir hier rein gar nichts mitnehmen. Es war einfach nur schlecht von uns. Altengamme wollte und hat das auch gezeigt. Der Siegeswille war heute ausschlaggebend!“

SVA: Schwartz; Schulz, Behr, Scheu, Peters (69. Böttcher); Alpen, Reinhardt (75. Detjens), Bierwagen, Alpen; Schraub, Buck (81. Zeyns)
TuS: Mehlhorn; Idziak, Asante, Graßmann, Batbayli; Honig, Zinn, Scheffel (76. Yildirim), Hein; Oelrich, Richter (64. Karger)

Eine Bildergalerie von Maurice Herzog: