Gelassenheit beim SCW: „Alles kann, nichts muss. Wir spielen mit freiem Kopf und angespanntem Körper.“

Blickt mit Freude und Gelassenheit auf die restlichen Spiele in der Bezirksliga Ost: Wentorfs Trainer Slavec Rogowski. Foto: Herzog

Dass Slavec Rogowski ein positiver und stets gut gelaunter Zeitgenosse ist, ist allseits bekannt. Zu seiner guten Grundstimmung kommt eine Saison mit seinem SC Wentorf hinzu, in der Trainer Rogowski sich keine Sorgen um den Klassenerhalt seines Teams machen muss. Die Gelb-Schwarzen stehen nach 16 absolvierten Partien mit 29 Punkten auf einem beachtlichen fünften Tabellenplatz in der Bezirksliga Ost. Der Abstand auf den sechstplatzierten Barsbütteler SV beträgt sechs Punkte, während der viertplatzierte SV Börnsen „nur“ drei Punkte vom SCW entfernt ist. Bei diesen Zahlen spricht also alles dafür, dass sie in Wentorf eine entspannte Wintervorbereitung absolvieren konnten, bevor es am Freitag (01.03.19, 19.30 Uhr) mit einem Heimspiel gegen den SC Vier- und Marschlande in die Restserie geht.

„Es war eine gute Vorbereitung und alle sind gesund geblieben. Dementsprechend kann es am Freitag gegen den SC Vier- und Marschlande zur Sache gehen. Wir freuen uns auf ein gutes Spiel und wollen natürlich performen“, blickt der 37-Jährige voraus. Dabei lag der Fokus vor allem auf der Arbeit mit dem Ball – auch wenn die Wentorfer Spieler nicht um die Laufeinheiten herumkamen. „Ich bin ja ein Freund von maximal vier bis fünf Wochen Vorbereitung, weil ich ja nun weiß, dass meine Jungs in sechs Wochen Pause nicht das Fußballspielen verlernen. Wir haben uns dieses Mal gemeinsam dazu entschieden, früher einzusteigen, um eine gewisse Grundfitness an den Tag legen zu können. Das war auch gut so“, erklärt der Coach. Doch dabei hat der Trainer mit Absicht auf Laufeinheiten in Eigenregie seiner Schützlinge verzichtet.

„Das ist genauso, als früher meine Lehrer zu mir gesagt haben, ‚wenn du Bock hast, kannst du nochmal etwas freiwillig lernen‘. Das habe ich zu Hause auch nicht gemacht.“

„Wir haben das, was viele Mannschaften in Eigenverantwortung ihrer Spieler machen, also ein paar Laufeinheiten vor dem Vorbereitungsstart, in den ersten zwei Wochen im Team gemacht. Ich bin absolut kein Freund von Laufeinheiten, weil ich finde, dass beim Fußball immer der Ball an den Fuß gehört. Aber diese freiwilligen Einheiten, also wenn die Jungs etwas in Eigenverantwortung machen sollen, ja sorry, das ist genauso, als früher meine Lehrer zu mir gesagt haben, ‚wenn du Bock hast, kannst du nochmal etwas freiwillig lernen‘. Das habe ich zu Hause auch nicht gemacht. Ich kenne ja meine Jungs und weiß, dass sie leben wollen. Daher haben wir das gemeinsam gemacht und alle haben super durchgezogen“, gewährt Rogowski Einblicke in sein Vorbereitungskonzept.

Und in diesen schweißtreibenden Einheiten im Team wurde mächtig geklotzt. „Wir haben Läufe von 20 Kilometern gehabt, sechsmal Tausendmeter und fünfzehnmal Zweihundertmeter“, betont Rogowski. Und diese erarbeitete Grundfitness spiegelte sich auch in den Testspielen wieder, in denen die Wentorfer läuferisch und athletisch überzeugen konnten. „Wir haben sowohl gegen die TSV Reinbek dominiert und gewonnen (4:1, d. Red.), gegen den SV Altengamme 2:1 gewonnen und du musst bei SV Nettelnburg/Allermöhe auch erstmal 3:2 gewinnen“, bilanziert der Wentorfer Trainer die drei Testspielsiege, darunter zwei gegen Landesligisten. Lediglich der letzte Test gegen den Nord-Bezirksligist TSC Wellingsbüttel ging mit 3:4 verloren. „Das war ein Spiel, da kann sich auch niemand beschweren, wenn das 7:4 für uns ausgeht. Am Ende hatten wir 16:6 Torschüsse und der Gegner gewinnt mit 4:3. Aber alles gut, damit kann ich leben“, resümiert Rogowski. Und wohin soll die Reise beim SC Wentorf gehen? „Wenn wir das gegen den SCVM gut machen, dann schaffen wir uns einen richtig guten Vorsprung und können vielleicht tatsächlich nochmal versuchen, Börnsen zu ärgern. Also alles kann, nichts muss. Wir sind guter Dinge und spielen mit freiem Kopf und angespanntem Körper“, blickt Rogowski dem Punktspielstart am Freitag gelassen entgegen. Und dass auch dank seiner positiven und stets gut gelaunten Art.