Gümüsdere und der FSV Geesthacht peilen die ersten Sieben an: „Sind in der Bezirksliga nicht fehl am Platz!“

Der FSV Geesthacht mietete sich zur verspäteten Aufstiegs-Feier einen Partybus. Foto: FSV

Der Regionalligist FC Eintracht Norderstedt entging dem Abstieg, der SC Eilbek II (Kreisliga 5) ist im Ranking der besten Kreisliga-Zweiten zurückgefallen und der Buxtehuder SV zog aus der Landesliga zurück – ein Team hat von diesen Geschehnissen ganz besonders profitiert: Der FSV Geesthacht! Dank dieser Umstände durfte der Vizemeister der Kreisliga 3 noch auf den Aufstieg hoffen. Nun mussten sie „nur“ noch das letzte Saisonspiel beim TSV Glinde II gewinnen und Altona 93 in die Regionalliga aufstiegen – beides wurde umgesetzt. Somit durften die Elbestädter, wenn auch verspätet, nach zwei Jahren Abstinenz den Aufstieg in die Bezirksliga Ost feiern! Aufgrund dieser zahlreichen Umstände reichte letztlich sogar der sechstbeste Punkte-Quotient aller Kreisliga-Zweiten. „Ich habe immer gesagt: Solange wir die Chance auf den Aufstieg haben, werden wir weitermachen. Unser Ziel war von Anfang an der Aufstieg und den haben wir nun – am Ende auch verdient – geschafft!“, erklärt Trainer Idris Gümüsdere im Gespräch mit BOLZJUNGS. Nach ausgiebigen Feierlichkeiten mit einem gemieteten Partybus befinden sich die Geesthachter nun inmitten der Planungen für die kommende Spielzeit. Und dabei wird sich nicht nur sportlich breiter aufgestellt.

Bektas, Kerschke, Koca und Co.: „Wir haben einen großen und starken Kader!“

Die Spieler des FSV bereiten sich auf die Bezirksliga-Saison vor. Foto: FSV

Seit mehr als zwei Wochen befinden sich die Elbestädter nun in der Vorbereitung. Schweißtreibende Läufe durch die City, aber auch diverse Einheiten mit dem Ball – und das nicht ohne Grund „Wir wollen, dass sich der Gegner nach uns richtet und wir viel Ballbesitz haben. So können wir uns auf unser Spiel konzentrieren und am Ende als Sieger vom Platz gehen“, so Ex-Profi Gümüsdere, der sich vor ein paar Tagen mit seiner Familie für drei Wochen in die Heimat Türkei verabschiedet hat. Für ihn wird sein gerade erst aus der Türkei zurückgekehrte „Co“ Zafer Temirci interimsweise die Position des Übungsleiters übernehmen. Gümüsdere kann sich sichtlich beruhigt in Richtung Südeuropa verabschieden: Auf personeller Seite wurden die Hausaufgaben mehr als erfolgreich erledigt. Nur Janik Wagner (SC Vier- und Marschlande) verlässt den Verein. Mit Eren Bektas (Düneberger SV), Top-Transfer Julian Kerschke (SV Curslack-Neuengamme), Ömer Yalcin (FC Lauenburg) und dem kürzlich verpflichteten Yasar Koca (HT16) kommen hingegen gleich mehrere Neuzugänge zum FSV. Auch der langzeitverletzte Malte Zakrzewski stieg mit ins Training ein. „Und ich bin ja auch noch fit“, sagt Coach Gümüsdere schmunzelnd. „Wir haben einen großen und starken Kader. Ich habe den Jungs immer gesagt, dass wir nicht in die Kreisliga, sondern mindestens in die Bezirksliga gehören!“ Dementsprechend klar formuliert der FSV-Übungsleiter, der mit seinem Team die Heimspiele in der gesamten Hinrunde am Freitagabend auf dem Kunstrasen austragen wird, die Ziele für die kommende Spielzeit: „Wir sind in der Bezirksliga definitiv nicht fehl am Platz! Mein persönliches Ziel ist es, unter die ersten Sieben zu kommen. Gegen alles weitere hätte ich natürlich nichts.“

Nicht nur sportlich entwickelt sich der FSV weiter. Auch medial möchte sich der Verein künftig breiter aufstellen: Auf der mannschaftseigenen Facebook-Seite werden die Interessierten regelmäßig über Feierlichkeiten auf dem Laufenden gehalten und erhalten zudem ausgiebige Trainingseindrücke. Seit wenigen Tagen ist der künftige Bezirksligist auch auf Instagram aktiv. Einige Spieler haben sich dieser Sache angenommen, Trainer Gümüsdere hält sich dagegen „aus diesen Dingen“ heraus. Er beschäftigt sich lieber mit dem Sportlichen. Bei allen positiven Aspekten nennt der 42-Jährige auch einen Punkt, an dem sein Team noch arbeiten soll. „Wir müssen noch ein wenig an unserer Fairness arbeiten, das habe ich auch bereits angesprochen. In der Fairnesstabelle waren wir in der vergangenen Saison auf dem letzten Platz – auch wenn wir einige Platzverweise nur aufgrund von Notbremsen bekamen. Wir möchten und werden zeigen, dass wir kein unfaires Team sind. Da gebe ich Brief und Siegel drauf!“, betonte Gümüsdere abschließend.

Der Kader des FSV Geesthacht in der Übersicht:
Torwart
Ugur Ergün, Jan-Eike Widdrat, Dennis Lohmeier
Abwehr
Tayfun Aydin, Torben Krauel, Nico Koukoulis, Andrej Lening, Tayfun Bodur, Maurice Osterhof, Ömer Yalcin, Malte Zakrzewski, Yasar Koca
Mittelfeld
Emre Gök, Harun Gök, Onur Topcu, Julian Kerschke, Aslan Simsek, Irfan Özgenc, Ömür Topcu, Efe Gümüsdere, Mikail Bilgili, Eren Bektas
Sturm
Dursun Yurtoglu, Musa Sahin, Andre Wengorra, Etem Erdal

Trainerteam
Cheftrainer: Idris Gümüsdere
Co-Trainer: Zafer Temirci
Torwart-Trainer: Süleyman Gök, Bilgin Barcin
Ligamanager: Ismail Gök