Lotto-Pokal: OSV revanchiert sich, Favoriten siegen souverän und in der Elbestadt wird es nass!

Die Spieler des Oststeinbeker SV beglückwünschen ihren Torschützen zum 1:0, Adrian Voigt (Mitte). Foto: Zerbian

Der Hamburger Pokalwettbewerb geht in die neue Runde – und bringt einen neuen Namen mit sich! Aus dem Oddset-Pokal machte der Hamburger Fußball-Verband in diesem Jahr den Lotto-Pokal. In der ersten Runde kommt es zu einigen spannenden direkten Duellen zwischen Teams aus unserem Verbreitungsgebiet. Bereits am Freitagabend (19.07.19) ging es auf den Fußballplätzen Hamburgs hoch her: Es siegten dabei vor allem die Favoriten und höherklassigen Teams, in den ligainternen Duellen wurde es derweil mächtig spannend!

Oststeinbeker SV – SV Altengamme 2:1 (1:1, 1:0)
Lotto-Pokal, 1. Runde (Fr., 19.07.19, 19.00 Uhr)

Die Miene passend zum Endstand hatte SVA-Trainer Jan Krey. Foto: Zerbian

Start nach Maß für den Gastgeber! Der Bezirksliga-Aufsteiger Oststeinbeker SV, bei dem mit Marc Oldag auch ein Neuzugang in der Startelf stand, ging vor 250 Zuschauern bereits nach elf Minuten gegen den künftigen Landesliga-Konkurrenten SV Altengamme am heimischen Meessen in Führung: Eine kurz ausgeführte Ecke fand in Revin Köksal am zweiten Pfosten seinen Abnehmer, der aufgerückte Innenverteidiger beförderte den Ball in die Mitte zu Stürmer Adrian Voigt, der völlig frei zum 1:0 einnickte – der Pausenstand. Doch wie schon beim letztjährigen brisanten Aufeinandertreffen im Achtelfinale kam der SVA zurück. Dieses Mal gelang Altengammes Philip Alpen der Ausgleichstreffer nach einem langen Ball des zur Halbzeit eingewechselten Jannis Reinhardt (68.). Nach 90 Minuten hieß es Verlängerung am Meessen! Und in dieser ging der OSV – wenn auch etwas überraschend – erneut in Führung: Der eingewechselte Nicklas Frers nutzte einen Fehler des Gegners im Aufbauspiel, lief alleine auf Schlussmann Nick Kiesling zu und schob zum 2:1 ein (100.). Der Jubellauf des Youngster quer über den Kunstrasenplatz endete bei der OSV-Bank in einer großen Spieler- und Trainertraube. Nach rund 125 Minuten war dann Schluss im Landesliga-Pokalduell, der Gastgeber ist eine Runde weiter, während sich die Altengammer aus dem Pokalwettbewerb verabschieden. „Letztes Mal im Achtelfinale waren wir der glückliche Sieger, dieses Mal ist es Oststeinbek. Wir haben in der zweiten Hälfte einen sehr ordentlichen Auftritt hingelegt, aber das 2:1 verpasst. In der Verlängerung haben sie dann einen Fehler von uns eiskalt bestraft“, analysierte SVA-Ligamanager Philipp Mohr. „Das war unglücklich, aber wir sind mit einer vernünftigen Leistung ausgeschieden. Das war nach den vergangenen Testspielen, die spielerisch nicht optimal liefen, sehr wichtig für uns.“

ASV Bergedorf 85 – Störtebeker SV 6:1 (3:1)
Lotto-Pokal, 1. Runde (Fr., 19.07.19, 19.00 Uhr)

Die „Elstern“ feiern den Sieg mit ihrem zahlreichen Anhang. Foto: ASV

Verspäteter Anstoß an den Sander Tannen! Der Gast vom Störtebeker SV hatte Probleme mit der Freigabe des Spielberichts, so konnte es statt um 19 Uhr erst rund eine Viertelstunde später losgehen. Und die „Elstern“ schien dies ein wenig verunsichert zu haben – wenn auch nur anfänglich. Nach sieben Minuten ging der klare Außenseiter SSV in Führung, doch der ASV wurde seiner Favoritenrolle gegen das Team aus der Kreisklasse 3 (das Heimrecht wurde getauscht) noch vor dem Pausenpfiff gerecht: Stürmer Benjamin Vermehren glich kurz darauf aus (12.) und erzielte zehn Minuten später auch die 2:1-Führung für seine „Elstern“. Alexander Felker erhöhte auf 3:1 (32.) – eine nach dem Rückstand mehr als eindeutige Angelegenheit, auch angesichts der zahlreichen ausgelassenen Torchancen! Mit einem sehenswerten Treffer fast von der Mittellinie machte Vermehren kurz nach Wiederanpfiff seinen Dreierpack perfekt (47.) und auch Neuzugang Luciano schoss sich doppelt auf die Torschützenliste und erhöhte auf den 6:1-Endstand (51., 58.). „Es war wichtig für den Kopf, dass wir mit einem Sieg gestartet sind. Jetzt sind wir gespannt auf die Saison!“, so ASV-Trainer Patrick Paap.

Willinghusener SC – Escheburger SV 6:2 (1:0)
Lotto-Pokal, 1. Runde (Fr., 19.07.19, 19.30 Uhr)

Zur Halbzeit war das Duell zwischen den beiden Teams aus der Kreisklasse alles in allem eines auf Augenhöhe. „Wir lagen 0:1 hinten, da war noch gar nichts los“, bestätigte René Witmütz, Trainer des Escheburger SV aus der ‚KK2‘. Doch in der Folge drehten vor allem Willinghusens Youngster Emre Altuntas über die linke Seite und Kevin Ketelhohn mächtig auf und machten dem ESV so das Leben schwer. Zwar kamen die Gäste gegen den Kreisliga-Absteiger (nun ‚KK3‘) noch einmal auf 2:4 heran, doch „da wir hinten aufmachen mussten, hatten wir am Ende keine Chance mehr. Daher geht die Niederlage in Ordnung, auch wenn sie zwei Tore weniger hätte ausfallen können.“ Die Tore für Escheburg erzielten Torben Franke per Foulelfmeter und der eingewechselte Stürmer Marvin Sibbers.

TSV Glinde – Concordia Hamburg 0:3 (0:2)
Lotto-Pokal, 1. Runde (Fr., 19.07.19, 19.30 Uhr)

Zum dritten Mal in den vergangenen sieben Jahren standen sich in der 1. Runde des Lotto-Pokals der TSV Glinde und Concordia Hamburg gegenüber. Und auch in dieser Auflage ging der Oberligist Cordi als Favorit in dieses Duell mit dem Ost-Bezirksligisten – und wurde dieser Rolle auch gerecht! Nach 15 Minuten gab’s die Führung, unmittelbar vor der Pause per Elfmeter das 2:0 (43.) und kurz nach dem Wiederanpfiff die Vorentscheidung durch das 3:0 (53.). Damit verpasste der TSV es, seinem Teammanager Frank Kehr ein nachträgliches, weiteres Geschenk zu seiner Tags zuvor stattgefundenen Hochzeit zu machen. Unzufrieden zeigte sich Glindes Coach nach dem Pokalaus allerdings ganz und gar nicht. „Meine Jungs hatten eine gute Einstellung und waren taktisch voll auf der Höhe. Mich nervt zwar der Spielverlauf mit dem Elfmeter kurz vor der Pause, aber ich bin alles in allem absolut einverstanden mit der Leistung!“, so Sören Deutsch, dem auch die beiden SVNA-Neuzugänge Farhad Ali im zentralen Mittelfeld und Dustin Siegmund in der Spitze sehr gut gefallen haben. „Sie haben viele Laufwege gemacht und ihre guten Trainingsleistungen bestätigt.“ Für den TSV geht es derweil bereits am Dienstag mit einem Testspiel auf dem benachbarten heimischen Rasenplatz gegen die TuS Dassendorf II weiter (19.30 Uhr, Am Sportplatz).

TuS Aumühle-Wohltorf – SV Curslack-Neuengamme 0:7 (0:3)
Lotto-Pokal, 1. Runde (Fr., 19.07.19, 19.45 Uhr)

Souveräner Erfolg für den haushohen Favoriten aus der Oberliga! Der SV Curslack-Neuengamme gab sich beim drei Klassen tiefer spielenden Kreisligisten TuS Aumühle-Wohltorf keine Blöße und gewann deutlich mit 7:0 (3:0). Timo Lenz leitete den Torreigen ein (11.), ehe es bis kurz vor der Pause ruhig wurde am Sachsenwald. Neuzugang Oliver Franz (42.) und Stjepan Radic (44.) sorgten dann allerdings noch vor der Pause für die Vorentscheidung und den 3:0-Halbzeitstand. Nach dem Wiederanpfiff trafen noch Marco Schubring per Doppelpack (56., 58.), Neuzugang und früherer Aumühler Moritz Kühn (84.) sowie der eingewechselte Florian Rogge zum Endstand (86.). Beim SVCN starteten mit Yanneck Schlufter und Tim Schmidt zudem zwei weitere Neue. „Wir haben eine sehr konzentrierte Vorstellung gezeigt, keine Gegenstöße zugelassen und eine sehr gute Spielkontrolle gehabt“, lobte Curslacks Trainer Matthias Wulff, der das Weiterkommen aber nicht groß feiern konnte. Der 36-Jährige ist am Vortag zum zweiten Mal Vater geworden und nach dem Schlusspfiff direkt wieder ins Krankenhaus zu seiner Frau und seiner neuen Tochter Paula Carlotta gefahren. BOLZJUNGS gratuliert ganz herzlich!

FSV Geesthacht – ETSV Hamburg 3:1 (0:1)
Lotto-Pokal, 1. Runde (Fr., 19.07.19, 20.00 Uhr)

Kuriose Szene auf dem Kunstrasenplatz an der Berliner Straße in Geesthacht: Nach rund 80 Minuten geht mitten in der Erstrundenpartie des Lotto-Pokals zwischen dem heimischen FSV und dem ETSV Hamburg der Sprenger an, der eine oder andere Spieler konnte sich vor den Wassermassen nicht mehr retten. Zu dem Zeitpunkt führte der Kreisliga-Aufsteiger aus der Elbestadt gegen die ‚Eisenbahner‘ mit 3:1. Doch zur Pause lag der Gastgeber noch hinten: Zwar verschoss ETSV-Spieler Chris Papstein einen Elfmeter weit über die Latte (21.), doch nur vier Minuten später schob Kapitän Kevin Göde zur Führung ein. Zur Pause sah es für die Gäste um Neu-Coach Erdinc Özer also gut aus – doch so sollte es nicht weitergehen. Kurz nach dem Wiederanpfiff glich Dursun Yurtoglu aus (54.), FSV-Kapitän Torben Krauel drehte nach Vorlage von Eren Bektas das Spiel sogar (66.) und erneut Yurtoglu brachte mit seinem 3:1 die Vorentscheidung (75.). Nach der Sprenger-Pause passierte auch aufgrund der starken Leistung von Schlussmann Dennis Lohmeier nichts mehr, sodass der FSV in die nächste Runde einzog. „Für mich ist es sehr enttäuschend, dass wir dieses Spiel verloren und aus der Hand gegeben haben. In der ersten Halbzeit waren wir dem FSV überlegen“, so ETSV-Coach Özer, der auf dem Pausenweg in die Kabine sogar von den Zuschauern Lob ausgesprochen bekam. „Aber dafür kannst du dir nach 45 Minuten nichts kaufen. Die beiden Gegentore in der zweiten Hälfte dürfen nicht fallen.“

VfL Grünhof-Tesperhude – VfL Lohbrügge 0:7 (0:3)
Lotto-Pokal, 1. Runde (Fr., 19.07.19, 20.00 Uhr)

Die beiden Teams posieren nach dem Spiel gemeinsam. Foto: Privat

Es wurde die erwartete eindeutige Angelegenheit an der Westerheese: Der VfL Grünhof-Tesperhude aus der Kreisklasse 2 empfing in der ersten Runde den Landesligisten VfL Lohbrügge, der mit klaren Aufstiegsambitionen in die neue Spielzeit geht. Und dieser ließ mal so gar nichts anbrennen! Per Doppelschlag durch Neuzugang Mohamed Labiadh (10.) und Danijel Suntic (11.) wurden die Verhältnisse schnell offensichtlich. Duro Arlovic erhöhte vor der Pause auf 3:0 (32.), der ebenfalls neue Mert Akkus (51.), Pascal Bäker (59.), erneut Akkus (72.) und Kapitän Anto Zivkovic zum 7:0-Endstand (86.) reihten sich ebenfalls in der Torschützenliste ein. Auch Neuzugang Onur Saglam startete in der Mannschaft vom Trainer-Duo Sven Schneppel und Elvis Nikolic. Letzterer lobte nach dem Spiel nicht nur sein Siegerteam: „Das war ein ungefährdeter Sieg gegen tapfer kämpfende Gegner. Es war relativ souverän, Grünhof ein toller Gastgeber!“ Den Lobgesang nahm Denis Dick, der mit Oliver Steffens das gleichberechtigte Trainer-Duo in Grünhof bildet, gerne an und zog ebenfalls ein positives Fazit des Abends: „Die Einstellung der Jungs hat gestimmt. Dass wir hier heute kein Feuerwerk abliefern und denen Paroli bieten können, war doch klar. Wir sind die meiste Zeit hinterher gelaufen und in der zweiten Hälfte hat uns die Kraft verlassen. Das 0:7 war verdient, für uns ist es ein erfreuliches Ergebnis. Wir wollten ein guter Gastgeber sein und ich denke, das waren wir.“

Die weiteren Ergebnisse des Freitagabends (19.07.19) auf einen Blick:
BFSV Atlantik 97 11:0 Sporting Clube
Union 03 0:7 Alsterbrüder
Harburger TB 1:3 Altona 93
FC Winterhude 4:2 Osterbek
TuS Appen 3:2 Lohkamp
Hasloh 2:4 Rantzau
Rissen 0:3 Halstenbek-Rellingen
Lemsahl 0:8 SC Condor
FTSV Altenwerder 0:7 TSV Buchholz 08
Wandsetal 1:3 TuRa Harksheide
TuS Holstein 0:10 TuS Osdorf