Mirko Hespeler im ersten Spiel für den TuS: Drei Tore beim 4:3 gegen den WSC am eigenen Geburtstag

Der TuS Aumühle-Wohltorf konnte sich über den wichtigen Sieg gegen den WSC freuen. Archivfoto: Herzog

TuS Aumühle-Wohltorf – Willinghusener SC 4:3 (3:1)
Kreisliga 3, 26. Spieltag (Fr., 26.04.19, 19.45 Uhr)

War dieser Sieg der entscheidende Schritt in Richtung Klassenerhalt für den TuS Aumühle-Wohltorf? Am 26. Spieltag, vier Runden vor Saisonende, hatten die Sachsenwäldler mit dem Willinghusener SC einen direkten Abstiegskonkurrenten zu Gast – und feierten nach einem Torfestival einen knappen 4:3-Erfolg. „Das ist so wichtig! Wir haben in allen ‚direkten Duellen‘ nicht verloren. Das Duell mit Willinghusen sollte das schwerste werden – und das wurde es auch. Somit sind die drei Punkte Gold wert. Wie und wieso zählt danach nicht mehr“, brachte TuS-Trainer Melih Kavukcu seine Freude auf den Punkt. Bei noch vier ausstehenden Spieltagen haben sie nun fünf Punkte Vorsprung auf die Abstiegszone.

Aumühles Winter-Neuzugang entscheidet Spiel im Alleingang

Kavukcu sah bei seiner Mannschaft Woche für Woche eine Steigerung. Mit fünf Spielen ohne Niederlage sind die Aumühler in dieses direkte Duell gegangen. Und mit diesem Selbstvertrauen legten die Hausherren auch sofort los wie die Feuerwehr: Nach vier Minuten traf Rene Sommer zur 1:0-Führung. Doch auch die Gäste wussten, dass es in diesem Spiel um so viel geht. Und so kämpften sich auch die Willinghusener rein und erspielten sich den Ausgleich durch Abdul Rasheed (15.). Fortan passierte nicht viel – bis zum großen Auftritt von einem gewissen Mirko Hespeler. „Er ist im Winter zu uns gestoßen, kam wegen seinem Studium nach Hamburg“, erklärt Trainer Kavukcu. „Dass er Fussi kann, ist mir sofort aufgefallen. Er passt menschlich super in die Truppe und ist auch schon voll integriert.“ Der Neuzugang knipste in seinem ersten Pflichtspiel überhaupt für Aumühle-Wohltorf gleich dreifach! Per Doppelschlag besorgte er erst die 3:1-Pausenführung (33., 35.), stellte nach dem zwischenzeitlichen Anschlusstreffer durch Willinghusens Ersin Tan (54.) mit seinem dritten Treffer des Tages auch den Zwei-Tore-Vorsprung wieder her (57.). „Es war sein Geburtstag und ich habe ihm als Geschenk die Stürmer-Aufgabe gegeben, was er eigentlich nicht spielt! Er hat sich, die Mannschaft und mich als Trainer mit seinen drei Toren beschenkt! Was will man mehr!“, freute sich Kavukcu mit seinem Schützling.

WSC-Trainer Maxwell Phelps ist nach neun Pleiten am Stück bedient. Archivfoto: Herzog

Eine sichtlich andere Stimmung herrscht auf der Gegenseite. „Es war ein normales Spiel, in dem man weiß, dass man mehr Qualität hat als der Gegner“, ordnete WSC-Coach Maxwell Phelps ein, fügte das so bekannte „aber“ allerdings gleich selbst mit an: „Aber im Moment bringen wir einfach unsere PS nicht auf die Bahn!“ Lediglich die zweite Hälfte gebe dem Coach Hoffnung für die verbleibenden, nun so wichtigen Saisonspiele. Doch die neun Niederlagen in Folge der Willinghusener sprechen eben auch für sich selbst. Auch deshalb stellt Phelps fest: „Es macht den Eindruck, dass andere Mannschaften mehr Motivation an den Tag legen! Absteigen möchte keiner gerne, nur haben wir in Willinghusen eine andere Konstellation (Im Sommer rückt die A-Jugend auf, zahlreiche Ligaspieler verlassen den Klub, Anm. d. Red.).“ Abschließend betonte der scheidende Übungsleiter, mit seinem neuen Klub, dem SV Hamwarde, auch in der kommenden Spielzeit nach Willinghusen fahren zu wollen. Der Noch-WSC-Coach: „Ich persönlich glaube immer noch an den Klassenerhalt!“

TuS: Schobeß; Ehlers, Voges, Lang, Dackermann; Murach, Rimek; Raju, Kröger (87. Tischer), Sommer (66. Kartal); Hespeler
WSC: Flemming; Sorkalla (45. Tan), Hallmann, Wittstock, Siewert; Greszkowiak, Ketelhohn; Meschke-Yunusah, Brandau, Kummerfeldt; Sarau (77. Radü)