ODDSET-Pokal: Osdorf will Norderstedt ärgern, „Vicky“ und der Traum vom Endspiel im eigenen Stadion

Wer zieht ins Endspiel ein? Der SC Victoria Hamburg und Timo Stegmann (li.) oder Sven Möller und seine TuS Dassendorf? Foto: Bode

Das Osterwochenende steht vor der Tür: Doch im Hamburger Amateurfußball haben einige Mannschaften, Spieler und Anhänger keine Zeit für Entspannung und Freizeit. Am Karfreitag (19.04.19) und Ostersamstag (20.04.19) stehen im ODDSET-Pokal die beiden Halbfinals auf dem Programm. Dementsprechend ist die Vorfreude bei den beteiligten Klubs groß. Unter der Woche gab der Hamburger Fußball-Verband den genauen Termin für das Endspiel im Stadion Hoheluft bekannt. Am Samstag, den 25. Mai 2019 um 10.30 Uhr bestreiten die beiden Finalisten das große Finale, welches im Zuge des Finaltags der Amateure auch wieder live in der ARD übertragen wird. Um bei diesem Event Ende Mai dabei zu sein und sich mit einem Pokalsieg für den DFB-Pokal zu qualifizieren, duellieren sich am Freitagabend (19.04.19, 19.30 Uhr) der TuS Osdorf und der Regionalligist FC Eintracht Norderstedt. Der klassentiefere Oberligist geht mit dem Selbstvertrauen von zwei Siegen aus zwei Partien gegen den HSV Barmbek-Uhlenhorst binnen zwölf Tagen in dieses Halbfinale.

„Wir erwarten bei uns am Blomkamp circa 1500 Zuschauer und das wird sicherlich ein richtig heißer Tanz. Wir sind nicht ganz chancenlos, haben natürlich Respekt vor Norderstedt – die spielen immerhin in der Regionalliga. Aufgrund ihrer aktuellen Tabellensituation sind sie aber vielleicht ein wenig angeschlagen. Wir wissen auch nicht, worauf sie den Schwerpunkt legen: Ob auf den Pokal oder auf die Liga – da haben sie am Montag ja ein schwieriges Spiel gegen den LSK Hansa vor der Brust. Wie gesagt, das wird ein heißer Fight“, betont Osdorfs Trainer Peter „Piet“ Wiehle vor dem Aufeinandertreffen mit dem Regionalligisten, der sich am 8. April von Trainer Dirk Heyne getrennt hatte. So übernahm der aktuelle U19-Coach Jens Martens das Zepter bei der Garstedtern. Zusammen mit seinen Co-Trainern Olufemi Smith und Jan-Philipp Rose will der 63-Jährige einen Abstieg um jeden Preis verhindern und auch ins Pokalfinale einziehen. „Es wird ein hitziges Spiel – bedingt durch den Platz in Osdorf und die zahlreichen Zuschauer. Mit diesen Gegebenheiten müssen wir natürlich erstmal zurechtkommen. Aber wir sind der Favorit und müssen dieser Rolle auch gerecht werden. Wir haben uns gut vorbereitet und ich sehe da keinen zusätzlichen Druck, dass wir unbedingt gewinnen müssen. Wir hatten in dieser Saison schon viele schwierige Spiele und schauen momentan von Partie zu Partie“, blickt Mittelfeldspieler Johann von Knebel (ehemals FC Voran Ohe) voraus, um anschließend zu betonen: „Die neuen Impulse, die das Trainerteam reingebracht hat, wollen wir natürlich aufrecht erhalten und die Spiele gegen Osdorf und danach gegen Lüneburg beide siegreich gestalten.“

Einen Tag später kommt es am Wendelweg in Dassendorf zum Aufeinandertreffen zweier Oberligisten: Die TuS Dassendorf empfängt am Ostersamstag (20.04.19, 13.00 Uhr) den SC Victoria Hamburg. Diese Begegnung bringt zusätzliche Brisanz mit, da es das erste Wiedersehen von Tus-Coach Jean-Pierre Richter mit seinem ehemaligen Verein ist. Zudem strebt der amtierende Pokalsieger die Titelverteidigung an und die Gäste vom SC Victoria gehen mit dem zusätzlichen Anreiz von einem Finale im eigenen Stadion in diese Partie. Es gibt also genügend Faktoren, die ein spannendes und hochklassiges Halbfinale versprechen. So sieht es auch Fabian Boll. „Wir fahren nach Dassendorf, um zu gewinnen, auch wenn das ein sehr schweres Spiel wird, weil sich zwei Mannschaften auf Augenhöhe begegnen. Deshalb glaube ich, dass das eine enge Kiste wird, aus der wir hoffentlich am Ende als Sieger hervorgehen. Nun ist aber eben nur noch dieser eine Schritt zu gehen. Dann stehen wir im eigenen Stadion im Endspiel. Und genau das ist unser Ziel. Das ist unser Traum. Dafür werden wir uns zerreißen“, schildert der Coach des SC Victoria Hamburg seine Erwartungen an den Pokal-Gipfel, in dem sie sich mit einem Sieg an Ostern selbst beschenken wollen.